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Veba Oel: Erfreuliches Ergebnis im Jahr 2000Kräftiger Ergebnisanstieg trotz Margen-Einbruch im Tankstellengeschäft

Neue Konzernstruktur trägt erste Früchte / Erstkonsolidierung von Aral Gelsenkirchen, 04.04.2001: Der Veba Oel-Konzern blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2000 zurück. Die Entwicklung in den Bereichen Exploration & Produktion sowie in der Verarbeitung wurde vor allem durch außergewöhnlich hohe Rohölpreise, sehr gute Raffineriemargen und einen starken Dollar geprägt. Dagegen führte der Wettbewerb auf dem deutschen Tankstellenmarkt zu einem Einbruch der Tankstellenmargen und Belastungen bei Aral.Neue Konzernstruktur trägt erste Früchte / Erstkonsolidierung von Aral
Gelsenkirchen, 04.04.2001:
Der Veba Oel-Konzern blickt auf ein gutes Geschäftsjahr 2000 zurück. Die Entwicklung in den Bereichen Exploration & Produktion sowie in der Verarbeitung wurde vor allem durch außergewöhnlich hohe Rohölpreise, sehr gute Raffineriemargen und einen starken Dollar geprägt. Dagegen führte der Wettbewerb auf dem deutschen Tankstellenmarkt zu einem Einbruch der Tankstellenmargen und Belastungen bei Aral.

Günstige Umfeldbedingungen / Konzernergebnis vor Steuern erreichte 733 Mio EUR
Von dem Anstieg des Rohölpreises um durchschnittlich 10 $/Barrel auf über 28 $/Barrel und dem starken Dollar profitierte vor allem das Upstream-Geschäft. Das Ergebnis der Verarbeitung wurde von Raffineriemargen positiv beeinflusst, die mit 27$/Tonne mehr als doppelt so hoch waren wie 1999. Dagegen musste im deutschen Tankstellengeschäft ein tiefer Ergebnis-Einbruch verkraftet werden, der neben einer verstärkten Preissensibilität der Verbraucher vor allem auf den Wettbewerb innerhalb der Branche zurückzuführen war. Das Tankstellengeschäft von Aral belastete daher erheblich das Ergebnis des Veba Oel-Konzerns.

Dennoch konnte ein Betriebsergebnis von 310 Mio. EUR erzielt werden, verglichen mit 34 Mio. EUR im Vorjahr. Das Konzernergebnis vor Ertragssteuern stieg von 310 Mio. EUR auf 733 Mio. EUR. Der "Return on capital employed" (ROCE) belief sich auf 15 % nach ausländischen Steuern. Die EBITDA haben sich gegenüber 1999 mehr als verdoppelt. Der kräftige Anstieg um 1.054 Mio. auf nunmehr 1.663 Mio. EUR (vor Ertragssteuern) im Jahr 2000 ist neben operativen Verbesserungen primär auf die Vollkonsolidierung von Aral zurückzuführen.

Der Absatz an Mineralölprodukten hat sich aus diesem Grund von 32 Mio. Tonnen auf knapp 39 Mio. Tonnen erhöht. Auch in der Petrochemie wurde mit 5,1 Mio. Tonnen eine neue Rekordmarke erreicht. Der erhöhte Absatz, aber auch die hohen Rohöl- und Produktenpreise sowie der Verfall des EUR führten zu einem Anstieg des Außenumsatzes im Konzern von 12,2 Mrd. EUR auf 28,8 Mrd. EUR (einschl. Mineralölsteuer). In dieser Steigerung wirkt sich auch die Anhebung der Ökosteuer um 84 Mio. EUR zum 1. Januar 2000 aus. Ohne Mineralölsteuer lag der Außenumsatz bei 20,2 Mrd. EUR (Vorjahr 8,4 Mrd. EUR).

Ende 2000 waren 8.593 Mitarbeiter im Veba Oel-Konzern beschäftigt, gegenüber 5.863 im Jahr 1999.

Hohe Ergebnisbeiträge aus der Mineralölverarbeitung, der Petrochemie und dem Upstream-Bereich
Die Ergebnisentwicklung in der Mineralölverarbeitung übertraf deutlich die Erwartungen, alle Raffinerien lieferten ein gutes Ergebnis. Insbesondere die Raffinerien in Gelsenkirchen profitierten von der Margenentwicklung, den großen Erfolg bei der Kostensenkung und Verbesserung der Wertschöpfung; hinzu kam eine hohe Anlagenverfügbarkeit. Insgesamt wurden 14,8 Mio. Tonnen Rohöl verarbeitet. Dies ist eine Steigerung gegenüber 1999 um fast 4 Mio. Tonnen bzw. 35%, die primär auf den Erwerb der Raffinerie Emsland, Lingen, zurückzuführen ist.

Auch in der Petrochemie verbesserten sich Nachfrage und Margen deutlich; damit wurde das bereits gute Ergebnis des Vorjahres übertroffen.

Das Upstream-Geschäft von Veba Oil & Gas profitierte von den hohen Rohölpreisen und dem starken Dollarkurs bei einer Förderung, die mit 58,3 Mio. Barrel Öläquivalent (OE) geringfügig unter Vorjahresniveau (69,2 Mio. Barrel OE) lag. Der Rückgang ist auf den Verkauf einiger marginal wirtschaftlicher Felder zurückzuführen. Mit der Produktionsaufnahme in Guillemot West/Nordwest übernahm Veba Oil & Gas im Frühjahr 2000 für dieses Vorhaben die Verantwortung als Betriebsführer. Die Entwicklung eines weiteren von Veba Oil & Gas operierten Feldes, dem Hanze-Feld in der niederländischen Nordsee, kam gut voran.

Investitionen durch Aral-Kauf deutlich gestiegen
In der Veba Oel-Gruppe stiegen die ausgabewirksamen Investitionen im Berichtsjahr um 32% auf rund 1,8 Mrd. EUR (1999: 1,5 Mrd. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Erwerb der Mobil-Anteile an der Aral sowie auf die Vollkonsolidierung der Investitionen von Aral zurückzuführen.

Im Upstream-Bereich wurden 322 Mio. EUR investiert (1999: 400 Mio. EUR). Ein Großteil bedarf unser Schwerölprojekt Cerro Negro in Venezuela sowie Feldesentwicklungen in der britischen und niederländischen Nordsee.

Im Bereich Verarbeitung wurden 84 Mio. EUR investiert; davon für die Mineralölverarbeitung 66 Mio. EUR zur weiteren Herstellung schwefelarmer Kraftstoffe, die Aral ab 1. November (50 ppm Schwefel) bzw. ab 1.1.2003 (10 ppm Schwefel) vertreiben wird.

Der größte Teil der Investitionen wurde für das Geschäftsfeld Vertrieb aufgewandt und betrug knapp 1,4 Mrd. EUR (1999: 0,9 Mrd. EUR). Schwerpunkt waren die Aufstockung der Aral-Anteile auf 100 Prozent, die Verbesserung des deutschen Tankstellennetzes einschließlich Shopgeschäft, sowie der Ausbau des Autohofnetzes und der Osteuropa-Aktivitäten.

Mit neuer Konzernstruktur auf Wachstumskurs
Mit der vollen Kontrolle über Aral war es Veba Oel möglich, den Vertrieb der Mineralölprodukte unter einer Marke und einem dach zusammenzufassen, so dass auch das Zusammenspiel der Verarbeitung und des Vertriebs optimal gestaltet werden kann.

Die neue Konzernstruktur hat die Leistungsfähigkeit des Konzerns weiter verbessert. Es wurden weitere signifikante Kostensenkungen eingeleitet; die drei großen Tochtergesellschaften Aral, Veba Oil Refining & Petrochemicals und Veba Oil & Gas operativ gestärkt. Sie sind jetzt besser in der Lage, ihre individuellen Entwicklungsperspektiven wahrzunehmen und auf die unterschiedlichen Marktentwicklungen schnell und zielgenau zu reagieren. Wilhelm Bonse-Geuking, Vorstandsvorsitzender der Veba Oel AG, blickt daher zuversichtlich auf die Zukunft des Veba Oel-Konzerns: "Mit der Neustrukturierung unseres Unternehmens und der Übertragung der Ergebnisverantwortung auf unsere Tochtergesellschaften erwarten wir trotz schlechterer Rahmenbedingungen insgesamt auch in diesem Jahr wieder einen guten Ergebnisbeitrag. Durch die neue Struktur und das deutlich gesenkte Kostenniveau ist Veba Oel für die Herausforderungen der kommenden Jahre gut gerüstet."



- http://www.baumagazin.de/1099