Qualitätsmerkmal Luftdichtheit:

Hamburg, im September 2001. Mit der neuen Energieeinsparverordnung sind die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden verschärft worden. Neben der optimalen Dämmung gewinnt dabei die Luftdichtheit von Gebäudehüllen an Bedeutung.Hamburg, im September 2001. Mit der neuen Energieeinsparverordnung sind die Anforderungen an den Wärmeschutz von Gebäuden verschärft worden. Neben der optimalen Dämmung gewinnt dabei die Luftdichtheit von Gebäudehüllen an Bedeutung. Dies ist nur konsequent, denn je besser gedämmt wird, desto größer fallen Energieverluste durch unkontrollierte Luftwechsel ins Gewicht.
Untersuchungen zeigen, dass erhebliche Mengen warmer Luft durch Leckagen in der Gebäudehülle verloren gehen. Eine Fuge von beispielsweise einem Millimeter Breite und einem Meter Länge verringert bei Windstärke drei bis fünf die Dämmwirkung um bis zu 65 Prozent (Quelle: Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen). Die Folge: Der tatsächliche Heizenergiebedarf kann erheblich höher sein als der theoretisch errechnete.

Als Gütekriterium zur Ermittlung der Luftdichtheit hat sich der n50-Wert durchgesetzt, der über Differenzdruck-Verfahren ermittelt wird. Zur n50-Bestimmung wird im Gebäude ein Unter- bzw. Überdruck von 50 Pascal erzeugt. Je nach Dichtheit des Gebäudes ist dazu ein mehr oder weniger großer Volumenstrom nötigt, um den Prüfdruck konstant zu halten. Dieser Volumenstrom wird ins Verhältnis zum Gebäudeluftvolumen gesetzt.

Die zulässigen Werte für die Luftdichtheit und ihre Definition sind in der DIN V 4108-7 enthalten. Die erstmals 1996 formulierte Vornorm wird voraussichtlich im Herbst 2001 in einer überarbeiteten Fassung als Weißdruck DIN 4108-7 veröffentlicht. Gemäß der neuen EnEV ist für Gebäude ohne raumlufttechnische Anlagen ein n50-Wert von drei (als Wert: 3/h) und für Gebäude mit raumlufttechnischen Anlagen ein Wert von 1,5 vorgesehen. Für Passivhäuser, die über eine besonders luftdichte Gebäudehülle verfügen müssen, beträgt der Grenzwert sogar nur 0,6. Die Werte der Luftdichtheit werden nach DIN EN ISO 9972:1997 bzw. der Folgenorm prEN 13829 gemessen, wobei das Blower-Door-Verfahren am bekanntesten ist.
Die Forderung nach einer luftdichten Ausführung von Gebäudehüllen verlangt nicht nur planerische, sondern auch handwerkliche Sorgfalt. Das betrifft unter anderem Dachhandwerker, die beispielsweise den Einbau von Dachwohnfenstern durchführen. Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) hat auf die gestiegenen Ansprüche reagiert und bereits im September 2000 das geltende Regelwerk um das Merkblatt "Einbauteile bei Dachdeckungen" ergänzt. In Bezug auf die Luftdichtheit wird dort gefordert, dass der Anschluss an die Luftdichtheitsschicht werkstoffgerecht hergestellt werden und von dauerhafter Funktion sein muss.

Beim Herstellen von luftdichten Dachkonstruktionen können die Handwerker auf innovative Detaillösungen zurückgreifen. Für den fachgerechten Anschluss von Dachwohnfenstern an die Luftdichtheitsschicht und Dampfsperre des Daches bietet beispielsweise VELUX die Dampfsperrschürze BBX an. Sie gewährleistet einen luft- und dampfdichten Anschluss auch in den Eckbereichen des Fensters und verhindert so Feuchtigkeitsschäden im Dachaufbau. Die Dampfsperrschürze BBX passt für alle Dachkonstruktionen und wird mit integrierten Montageklemmen einfach in der Fensternut befestigt.
Weitere Informationen zum Thema Luftdichtheit sowie zu den VELUX Dämm- und Anschlussprodukten erhalten Sie unter www.VELUX.de sowie unter den VELUX Service-Nummern: 0180/3 24 24 04 (Händler), 0180/3 24 24 07 (Planer/Architekten), 0180/3 24 24 08 (Handwerker).


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