Heizöl bliebt preisgünstiger Wärmeenergieträger

Heizöl hat sich im vergangenen Jahr erneut als einer der preisgünstigsten Wärmeenergieträger Deutschlands behauptet. Dies geht aus den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Danach kostete eine 3000-Liter-Partie Heizöl im Jahresdurchschnitt 420 Euro weniger als beispielsweise die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh)Heizöl hat sich im vergangenen Jahr erneut als einer der preisgünstigsten Wärmeenergieträger Deutschlands behauptet. Dies geht aus den jüngsten Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Danach kostete eine 3000-Liter-Partie Heizöl im Jahresdurchschnitt 420 Euro weniger als beispielsweise die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh).

Während die Heizölrechnung 2002 für die Wärmeversorgung eines Einfamilienhauses in den alten Bundesländern durchschnittlich 1034 Euro betrug, musste ein Gasheizungsbesitzer im vergangenen Jahr gut 40 Prozent mehr, nämlich 1454 Euro, für die gleiche Wärmemenge bezahlen. Dieser beachtliche Preisunterschied zwischen Deutschlands wichtigsten Wärmeenergieträgern Heizöl und Erdgas war 2002 kein Einzelfall. Vielmehr kostet Heizöl seit 1980 in Deutschland im Jahresschnitt stets weniger als Erdgas.

Allein ein Rückblick auf die letzten zehn Jahre zeigt, dass Heizöl im Jahresdurchschnitt fast 30 Prozent preisgünstiger zu haben war. Insgesamt 3155 Euro weniger als sein Nachbar mit einer Gasheizung musste der Betreiber einer Ölheizung in diesem Zeitraum für seine Brennstoffversorgung ausgeben. Basis dieser Berechnungen sind ebenfalls die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Clevere Ölheizungsbesitzer hatten aufgrund ihrer eigenen Wärmebevorratung die Chance, ihren Jahreswärmebedarf sogar noch billiger einzukaufen. Wenn sie nämlich die saisonal schwankenden Preise, die sich beim Heizöl tagtäglich an Angebot und Nachfrage orientieren, genutzt und sich zu einem günstigen Zeitpunkt eingedeckt haben.

Diese Freiheit, einkaufen zu können, wann und wie es beliebt, sowie die vergleichsweise niedrigen Brennstoffkosten einer Ölheizung sind für viele Hausbesitzer ein triftiger Grund, auch bei einer notwendig werdenden Heizungssanierung beim bewährten System Ölheizung zu bleiben. Denn neben den Anschaffungskosten für die Heizanlage bestimmen die laufenden Betriebskosten, mithin vor allem die Aufwendungen für den Brennstoff, maßgeblich die Gesamtwirtschaftlichkeit eines Heizsystems. Deshalb empfehlen auch Heizungsbauer und Schornsteinfeger in aller Regel, dem bewährten System Ölheizung treu zu bleiben. Zumal die Umstellung auf einen anderen Energieträger zusätzliche Investitionen verursacht, etwa die Kosten für einen Hausanschluss.

Dass im Falle der Modernisierung alter Ölheizungen verstärkt auf moderne Ölheiztechnik gesetzt wird, belegt auch der aktuelle "Marktreport Heizungswirtschaft". Zu den wenigen positiven Produktsegmenten, die im Jahr 2001 zugelegt haben, "gehört nicht ganz überraschend der Ölkessel, wo sich offensichtlich bereits verstärkt Modernisierungsnachfrage auswirkt", so heißt es in der Marktstudie, die im Auftrag der deutschen Heizungswirtschaft erstellt wurde. Die Umstellung von Öl zu Gas erfolge also keineswegs automatisch, "zumal die Ölbrennertechnologie hinsichtlich Effizienz und ökologischer Verträglichkeit Wettbewerbsfähigkeit demonstrieren kann und auch der Ölbrennwertmarkt langsam anläuft", heißt es in der Studie weiter.


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