Historischer "Münkelhof" im "neuen Ziegelgesicht"

Farbspiele von Dachziegeln und Verblendern harmonieren mit niedersächsischem Fachwerk - Das Ortsbild von Garbsen-Stelingen vor den Toren Hannovers ist um eine Attraktion reicher: der historische "Münkelhof" erstrahlt in neuem Glanz. Im Mittelpunkt des Gebäudeensembles steht das Restaurant "Halbmeyerstube" mit niedersächsischer Fachwerkfassade und vielgestaltigem ZiegeldachDas Ortsbild von Garbsen-Stelingen vor den Toren Hannovers ist um eine Attraktion reicher: der historische "Münkelhof" erstrahlt in neuem Glanz. Im Mittelpunkt des Gebäudeensembles steht das Restaurant "Halbmeyerstube" mit niedersächsischer Fachwerkfassade und vielgestaltigem Ziegeldach. "Aus Ziegel, Holz und alten Sachen, ein Haus gebaut zum fröhlich machen" - dieser über dem Hauptportal in einen Eichenbalken eingeschnitzte Spruch ist für Heinrich Münkel und seine Familie Programm: Die Vorliebe für den Baustoff Ziegel. Ob auf dem Dach, in der Fassade, als Pflasterklinker für die Außenanlagen oder im Innenbereich als Bodenbelag und außergewöhnliches Ambiente eingesetzt, überall dominieren Ziegel das Anwesen.

Wie der Hausherr informiert, ist der "Münkelhof" seit über 200 Jahren im Besitz der Familie und wurde seit vielen Generationen als Bauernhof bewirtschaftet - bis Heinrich Münkel 1993 den Betrieb eines ländlichen Hotels aufnahm. Zwar wurden die Gebäude des Hofs immer wieder umgebaut und erweitert, die wichtigsten Maßnahmen jedoch waren die Erstellung eines Hotels auf dem weiträumigen Gelände und der Umbau des einstigen Wohn- und Stallgebäudes zum gemütlichen Restaurant.

Bis dahin wollte aber vieles überlegt und geplant sein. Bestandteil der Baugenehmigung war die vertragliche Verpflichtung, nur historischen Materialien entsprechende Baustoffe zu verwenden. Kein Problem für Heinrich Münkel, hält er gebrannte Ziegel doch für den "besseren Baustoff, unschlagbar fürs Bauen". Und: das Sortiment des Keramikspezialisten A†K†A ermöglichte die richtige Auswahl. Ursprünglich sollte die Fassade des Erweiterungsbaus komplett mit Ziegelsichtmauerwerk gestaltet werden. Dann aber fiel die Entscheidung für den niedersächsischen Fachwerkbau. Zur Ausfachung wählten Heinrich und Elfriede Münkel den Verblender Alt Ruppin, produziert im A†K†A -Standort ALBERT. Oberflächenstruktur und Farbspiel gaben dabei den Ausschlag. Die rot buntgeflammten Ziegel entsprachen nicht nur den Vorstellungen der Bauherren, sondern harmonierten optimal zum Fachwerk und zu den Fassaden der bestehenden Hofgebäude. Sehr dunkel gebrannte Verblender wurden vor Ort gegen hellere ausgetauscht und die Paletten gut gemischt. Wegen der Größe der Gefache kam nur das alte Reichsformat in den Abmessungen 250x120x65 mm in Frage.

Für die beauftragte Fuhrberger Zimmerei unter Firmenchef Christian Zeymer war dieses Objekt eine planerische Herausforderung, musste doch dem zerstückelten Hof mit Gebäuden aus verschiedenen Zeiten Zusammenhalt und einheitliches "Gesicht" gegeben werden. Als handwerklichen Schwerpunkt nannte Zeymer die Übernahme ständig wechselnder Höhen und Fluchten aus den Altbauten in den Erweiterungsbau. Akribie und Sorgfalt wurde auch Maurermeister Olaf Altenberg aus dem nahen Frielingen abverlangt. Die Ausmauerung musste exakt ausgeführt werden, damit die einzelnen Gefache jeweils mit einer ganzsteinigen Reihe abschlossen. Rollschichten aus Formziegeln bilden den optischen "Fuß" der Fassade. "Das Ganze ist Stück um Stück gewachsen, unter gestalterischer Mitwirkung von Hausherrin Elfriede Münkel. Details waren ihre Domäne", betont Fuhrberger. So erhielt der Münkelhof eine reizvolle Fachwerkfassade, die durch weiße, teils spitzgieblige Sprossenfenster dekorativ aufgelockert wird. Die Eichenbalken in den straßenseitigen Giebeln zeigen stilisierte Schmucksymbole aus Sonnenlauf und Jahreszeiten.

Zur Eindeckung der vielgestaltigen Dachlandschaft aus Haupt- und Nebendächern sowie Gauben wurden regionstypische rotgelb bunte A†K†A -Hohlziegel Typ Wittenberg eingesetzt, und zwar als Langschnitt. "So strahlt das Dach trotz unterschiedlicher Elemente und Neigungen Ruhe und Ästhetik aus, Regen- und Funktionssicherheit selbstverständlich inbegriffen", erläutert Dachdeckermeister Sascha Klein aus Stelingen. Vorerst abgeschlossen wurde die Baumaßnahme "Münkelhof" mit der Gestaltung der Außenanlagen. Auch hier war der Einsatz von Pflasterklinkern aus der Philosophie der Bauherren heraus zwangsläufig. Nur ein besonderer Klinker sollte es sein, der auch zum historischen Ambiente harmonierte. A†K†A-Außendienstberater Hans-Joachim Glawon wusste Rat und präsentierte den Pflasterklinker Altstadtpflaster Unna in gerumpelter Ausführung aus dem Standort STRADALIT. "Wir waren begeistert. Dieser Klinker mit seinem rotbunt-anthrazitfarbenen Farbspiel und der gebrochenen Kantenausbildung passte im wahrsten Sinne des Wortes ins Bild", so Heinrich Münkel. Oberflächenstruktur und unregelmäßige Flammungen ergeben ein lebendiges Flächen- und Fugenbild. Obwohl eben erst verlegt, vermittelt der Klinker optisch natürliche Patina und gewachsenes Alter. Begrenzt von Naturstein führt ein breiter, geschwungener Weg zum Restaurant, schlängeln sich schmale "Pfade" durch die Außenanlagen hin zu Plätzen und Terrassen.

Kein Wunder, dass das schmucke äußere Erscheinungsbild vom "Münkelhof" nicht nur die Münkels erfreut. Auch die Gäste aus aller Herren Länder sind angetan von Atmosphäre und Charme des historischen Ensembles in neuem Glanz.


Info-Nachweis:

A†K†A Ziegelwerke GmbH & Co KG, Unter den Eichen 13,
31226 Peine-Schwicheldt, Tel.: 05171-5999-0, Fax: 05171-5999-99
Internet: www.aka-ziegelgruppe.de und e-mail: info@aka-ziegelgruppe.de


- http://www.baumagazin.de/1708