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Ausgezeichnete Ziegel-Architektur – alles im „grünen Bereich“

Fünf Architekten gewannen jetzt den 5. unipor-Architekturpreis „Im Einklang mit der Natur“. Die Sieger-Objekte: Ein Mehrfamilien-Wohnhaus in Bielefeld, der zentrale Ergänzungsbau der Levi-Strauss-Oberschule in Berlin, ein Zweifamilienhaus in Dortmund, drei Gebäudeeinheiten in Marburg-Cappel sowie das Gehörlosenzentrum in München-Oberföhring. „72 eingesandte Objekte zeigen das breite Spektrum, das der Baustoff Ziegel bietet“, stellt der Vorsitzende der unipor-Ziegel-Gruppe Kastulus Bader bei der Preisverleihung in München festFünf Architekten gewannen jetzt den 5. unipor-Architekturpreis „Im Einklang mit der Natur“. Die Sieger-Objekte: Ein Mehrfamilien-Wohnhaus in Bielefeld, der zentrale Ergänzungsbau der Levi-Strauss-Oberschule in Berlin, ein Zweifamilienhaus in Dortmund, drei Gebäudeeinheiten in Marburg-Cappel sowie das Gehörlosenzentrum in München-Oberföhring. „72 eingesandte Objekte zeigen das breite Spektrum, das der Baustoff Ziegel bietet“, stellt der Vorsitzende der unipor-Ziegel-Gruppe Kastulus Bader bei der Preisverleihung in München fest.

Ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury waren die „umweltgerechten Lösungskonzepte“. „Eine gelungene Einbindung in die Natur, schonender Umgang mit Ressourcen, zeitgerechte Architektur und fachgerechte Ausführung führen zur menschenfreundlichen Bauweise“, skizzierte Bader die Aufgabenstellung. „Die große Resonanz beweist, dass sich dieses mit dem Baustoff Ziegel für jede Gebäudeform, unterschiedlichste Nutzungen und jedes Gebäudeteil auf architektonisch anspruchsvolle Weise umsetzen lässt.“


1. Preis: Moderne Interpretation der 20er Jahre

Mit seinem Mehrfamilienhaus in Bielefeld verwirklichte Architekt Elmar Kriesten (Kassel) überzeugend das Motto „weniger ist mehr“ und errang den 1. Preis (5.000 Euro) für eine zeitgemäße Interpretation des Baustils der zwanziger Jahre. Der Baukörper nimmt Größe, Proportionen und Dachneigung seiner Nachbarn auf – Kompaktheit als wesentliches Gestaltungselement.

Mit dem klassischen 45-Grad-Satteldach, dem traditionell eingeputzten Ortgang und dem Verzicht auf Dachüberstände betonte Kriesten die Klarheit des Kubus. „Die unaufgesetzte Wirkung der Architektur überzeugt insbesondere durch den bewusst reduzierten Einsatz der Mittel bei der Fassadengestaltung. Großzügig in die Mauerflächen eingeschnittene Fenster treten durch ihre asymmetrische Platzierung in ein freies geometrisches Spiel. Wie eine Perle erzeugt das Haus – in der zuvor eintönigen Umgebung – einen neuen, spannungsvollen Kontext“, betonte die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Ingeborg Flagge. Das ökologische Konzept beruht auf kompakter monolithischer Bauweise unter Einsatz biologisch unbedenklicher Materialien.

„Die Speicherfähigkeit des hochwärmedämmenden unipor-Niedrigenergie-Ziegels, unterstützt durch das Lüftungssystem mit steuerbaren Dachflächenfenstern, schützt vor Überhitzung. Über die nach Süden und Westen orientierten Fensterflächen wird die passive Solarenergie voll genutzt: Das mit 2,5 Zentimetern Leichtputz versehene und 12 Zentimeter Mineralwolle gedämmte Ziegelmauerwerk (24 cm) sorgt für Winddichtheit und reduziert den Energieverbrauch auf rund 54 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr bei einer Wohnfläche von 313,6 Quadratmetern. Geheizt wird mit Gas über eine Brennwerttherme.


2. Preise: Intervall aus purem Ziegel

Der zweite Preis (2.500 Euro) wurde zweimal vergeben: Dem Büro Prof. Christoph Mäckler Architekten aus Frankfurt gelang es mit der Levi-Strauss-Oberschule in Berlin Köpenick neben dem harmonischen Einklang von Alt und Neu, die konstruktive Bauweise herauszuarbeiten und als architektonisches Stilmittel wirken zu lassen. Der zentrale Neubau setzt einen eindrucksvollen Akzent, indem er die beiden historischen Backsteinflügel der Schule verbindet. Als Mittelpunkt der Anlage erweitert er die Verkehrsfläche des Haupteingangs mit großzügigem Treppenaufgang, schafft neue Begegnungsräume, eine lichtvolle Aula sowie Klassen- und Nebenräume. Eine 50 Zentimeter dicke zweischalige Wand ohne Zusatzdämmung erfüllt die Anforderungen des Wärmeschutzes problemlos und sorgt zudem für optimalen Schallschutz. Das homogene Vollmauerwerk wirkt wie eine natürliche Klimaanlage – im Sommer schützt es vor Hitze, im Winter vor Kälte und garantiert so stets angenehmes Raumklima.


„Das rote Haus“ setzt ein Zeichen

Ein weiterer zweiter Preis ging an das Büro Stegepartner in Dortmund. Das „Gesicht“ des roten Zweifamilien-Hauses, seine Fassade, blickt ins Grüne. Als betont freistehender Pionierbau in parkartiger heterogener Umgebung setzt es auf einem ehemaligen Zechengelände in Dortmund ein architektonisches Zeichen. Architekt Kai Stege orientiert sich an der Leitidee einer „camera obscura“ und präsentiert das dreigeschossige Zweifamilienhaus in plastisch-kubischer Architektursprache. Präzise gesetzte, asymmetrische Fensterschlitze gliedern die Straßen- und Seitenfassaden. Sie kontrastieren mit der weit zur Sonne geöffneten Glasfassade – ein u-förmiger Rahmen verstärkt ihre Öffnung zur Landschaft.

„Die Entscheidung für massives Mauerwerk aus hochdämmenden unipor-Ziegeln bezeugt unseren ökologischen Anspruch“, meint Kai Stege. Das Gebäude erreicht ohne zusätzliche Dämmung Niedrigenergiestandard. Bei einem U-Wert von 0,30 liegt der Jahresheizwärmebedarf bei nur 55 Kilowattstunden pro Quadratmeter.


3. Preis: Im Zentrum zurück zur Natur

Eine konsequente Lösung für verdichtetes Wohnen und umweltgerechtes Bauen – so begründete die Jury den 3. Preis für die Architektin Christine Ochs. Drei Gebäudeeinheiten mit 18 Wohnungen runden als Halbkreissegment das Zentrum des neuen Marburger Ortsteiles bildhaft ab. Die vordere, an den öffentlichen Platz angrenzende Bauflucht und die Dreigeschossigkeit des Gebäudes entsprechen den städtebaulichen Vorgaben.

Der kompakte Ziegelbau erfüllt die ökologischen und ökonomischen Vorgaben der Ausschreibung. Mit monolithischen, verputzten Außenwänden aus unipor-Ziegeln (36,5 cm, 0,14 W/mK) und Wärmeschutz-Fenstern (U-Wert 1,2 W/m2) erreicht der Bau den Niedrigenergiestandard und wurde öffentlich gefördert. Niedertemperaturheizung, Raumwärme- und Regenwassernutzung ergänzen das konsequente Energiekonzept. Die Erstellungskosten belegen die kostenbewusste Bauweise. Bei insgesamt 1.335 Quadratmetern Wohnfläche liegen sie wie geplant bei 1.125 Euro pro Quadratmeter.


4. Preis: Natur in Wand und Dach

Der geringe Jahresheizwärmebedarf von 19 Kilowattstunden pro Quadratmeter überzeugte die Jury, den 4. Preis an das Architekturbüro Johann Schmuck (München) zu vergeben. Durch natürliche Baustoffe wie den unipor-Ziegel, Fernwärme und eine abstufte Energierückgewinnung über die Lüftungsanlage erreicht das Gehörlosenzentrum in München-Oberföhring diesen geringen Energie-Verbrauch. Begrünte Dächer übernehmen eine ökologische Ausgleichsfunktion und bilden den natürlichen Übergang zum angrenzenden Park.


72 mal beispielhafte Ziegelarchitektur

Mit 72 Teilnehmern lag die Zahl nur gering unter der des letzten unipor-Architekturpreises von 1999. Neben Geldpreisen erhielten weitere Ziegelbauten Belobigungen. unipor-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Bernhard Schlötzer: "Fast alle Bauschaffenden bekennen sich mittlerweile zum umweltgerechten Bauen. Da mit flexibel einsetzbaren Ziegeln hoher Umweltschutz in jedem Bauteil praktisch schon installiert ist, erfreuen sie sich bei Baufamilien und Architekten wachsender Beliebtheit.


www.unipor.de

- http://www.baumagazin.de/1537