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Interpane Glas Industrie AG, Lauenförde - Absatz und Umsatz trotz Bauflaute gesteigert

Trotz rückläufiger Baukonjunktur erhöhte die Interpane Glas Industrie AG (Lauenförde/Weserbergland) im Geschäftsjahr 2001 erneut Absatz und Umsatz. Die Menge an veredeltem Glas stieg auf insgesamt 13,86 Mio. Quadratmeter (Vj. 12,86 Mio. Quadratmeter). Der unkonsolidierte Gruppen-Umsatz wuchs auf 221,9 Mio. Euro (Vj. 198,2 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss betrug 5,3 Mio. Euro (Vj. 7,8 Mio. Euro). Mit Blick auf die widrigen Umfeldbedingungen in der Fenster- und Glasbranche ist dies ein "recht zufriedenstellendes Gesamtergebnis", meinte der Interpane Vorstandsvorsitzende Bernd Kramer vor der Presse in HannoverTrotz rückläufiger Baukonjunktur erhöhte die Interpane Glas Industrie AG (Lauenförde/Weserbergland) im Geschäftsjahr 2001 erneut Absatz und Umsatz. Die Menge an veredeltem Glas stieg auf insgesamt 13,86 Mio. Quadratmeter (Vj. 12,86 Mio. Quadratmeter). Der unkonsolidierte Gruppen-Umsatz wuchs auf 221,9 Mio. Euro (Vj. 198,2 Mio. Euro). Der Konzernjahresüberschuss betrug 5,3 Mio. Euro (Vj. 7,8 Mio. Euro). Mit Blick auf die widrigen Umfeldbedingungen in der Fenster- und Glasbranche ist dies ein "recht zufriedenstellendes Gesamtergebnis", meinte der Interpane Vorstandsvorsitzende Bernd Kramer vor der Presse in Hannover.
Gegen den wirtschaftlichen Trend erzielte die Interpane Gruppe Zuwächse in allen Geschäftsfeldern. Das Jahr 2001 erwies sich für die Bauindustrie erneut rezessiv. Das Baugewerbe musste einen Nachfrageverlust von mehr als 20 Milliarden Euro verkraften. Auch der deutsche Fenstermarkt verzeichnete erneut Nachfragerückgänge - rund 18 Prozent. Die zunehmende Gebäudemodernisierung glich den kräftigen Nachfrageeinbruch beim Neubau noch nicht aus. Seit 1995 sank die Fenster- und damit die Isolierglasnachfrage in Deutschland um insgesamt 40 Prozent.

Durch den Start der gemeinsam mit Pilkington in Seingbouse (Frankreich) betriebenen Floatglasanlage im vergangenen Herbst sicherte Interpane seine Glasversorgung aus eigener Produktion. Zugleich profitiert das Unternehmen von der zusätzlichen Wertschöpfungsstufe.

Trotz weiterhin ungünstiger Rahmenbedingungen startete Interpane in das neue Geschäftsjahr recht hoffnungsvoll. Der Umsatz wird im ersten Halbjahr 2002 um 5 Prozent auf 110 Mio. Euro steigen, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reicht zur Jahresmitte in etwa an das Vorjahresniveau heran.


Weckruf an die Branche

Für die Branche Glas und Fenster dürfte 2002 das Jahr der Wahrheit werden. Im Bereich der Fensternachfrage wird bundesweit ein weiterer Rückgang im zweistelligen Bereich befürchtet.

Und: Ein Ende der Krise sei nicht in Sicht. "Höchste Zeit zu handeln", so Kramer. Aus diesem Grund verstärkt Interpane die Marktaktivitäten. Ein Beispiel ist die Initiative "fenstermarkt-plus.de", ein Zusammenschluss von Marktpartnern der Glas- und Fensterbranche. Ziel ist es, das Image von Fenster und Fassade zu verbessern. Ebenso soll ein Anreizprogramm zur Steigerung der Fensternachfrage initiiert werden, u.a. mit der Forderung nach Halbierung der Mehrwertsteuer bei Maßnahmen der energetischen Sanierung von Fenstern. Kramer: "Von 540 Mio. Fenstern sind erst 30 Prozent mit energiesparendem beschichteten Isolierglas á la iplus ausgestattet. Wird die Mehrwertsteuer bis 2012 auf einen Satz von 8 Prozent halbiert, steigt die Nachfrage nach Fenstern um 20 Prozent, d.h. 40 Mio. Einheiten, gleichzeitig entstehen rund 25.000 neue Arbeitsplätze. Zudem wird die Umwelt um 5 Mio. t Kohlendioxid (CO2) entlastet. "Dabei nimmt der Bund mehr ein, als ihn diese Maßnahme kostet." Dieses belegt ein Gutachten, das die Osnabrücker Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturförderung (GWS) jetzt für "fenstermarkt-plus.de" erstellte.

Ein Schulterschluss in der Branche ist laut Kramer nötiger denn je: "Nur branchenumfassendes Denken und Handeln kann das Marktpotenzial vergrößern und Nachfrage schaffen."


- http://www.baumagazin.de/1379