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Osterweiterung der Europäischen Union große Herausforderung für die Baubranche Deutschlands

"Der Beitritt Polens in die Europäische Gemeinschaft ist für die weitere wirtschaftliche und politische Entwicklung Europas von großer Bedeutung und wird für alle Beteiligten insgesamt Vorteile bringen", unterstrich Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Dienstag auf dem IV. Deutsch-Polnischen Bauforum in Slubice"Der Beitritt Polens in die Europäische Gemeinschaft ist für die weitere wirtschaftliche und politische Entwicklung Europas von großer Bedeutung und wird für alle Beteiligten insgesamt Vorteile bringen", unterstrich Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Dienstag auf dem IV. Deutsch-Polnischen Bauforum in Slubice.

In den vergangenen Jahren hätten sich die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen sehr positiv entwickelt. Mit einem Handelsvolumen von 28,7 Milliarden Euro sei Polen im Jahr 2001 Deutschlands zweitgrößter Außenhandelspartner in der Region gewesen. Im Gegenzug sei mit Anteilen von etwa einem Drittel an den Exporten und etwa einem Viertel an den Importen Deutschland Polens wichtigster Handelspartner überhaupt. Insgesamt würden inzwischen 70 Prozent des polnischen Außenhandels mit der Europäischen Union abgewickelt, erläuterte Staatssekretär Großmann.

Allerdings sei der Prozess der EU-Osterweiterung auch mit Risiken für beide Seiten verbunden, hob Großmann hervor. Polen müsse sich den Wettbewerbsbedingungen in der Europäischen Union stellen und Deutschland werde gerade im Baubereich mit größeren Herausforderungen aufgrund unterschiedlicher Lohnkosten konfrontiert. Die Bundesregierung sei sich dessen bewusst und hätte sich daher im Laufe der Verhandlungen mit Erfolg für die Einführung von Übergangsfristen bei Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit eingesetzt. Davon profitierten insbesondere die sensiblen Bereiche Baugewerbe und Handwerk. "Diese aus deutscher Sicht erforderlichen Beschränkungen sind letztlich in unser aller Interesse, denn sie helfen dabei, einen neuen, veränderten Wettbewerb unter fairen Bedingungen für alle aufzubauen", so der Staatssekretär.

Mit einer Reihe von Maßnahmen sorge die Bundesregierung für eine Belebung der heimischen Bauwirtschaft, fuhr Großmann fort. Das Programm "Bauen jetzt", das
Zukunftsprogramm Mobilität, der Fonds Aufbauhilfe zur Beseitigung von Flutschäden in den deutschen Hochwassergebieten und die private Finanzierung öffentlicher Investitionen in Hochbauten würden positive Impulse für Baugewerbe und Handwerk auslösen. Im Kampf gegen illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit seien die erforderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen worden.

"Die Osterweiterung der Europäischen Union bietet große wirtschaftliche Möglichkeiten und eröffnet vor allem Chancen. So wird sich mit den Beitrittsstaaten ein neuer, wachsender Markt mit über 100 Millionen Konsumenten und Produzenten auftun. Die Prognosen für den sich ausdehnenden Binnenmarkt gehen allein für Deutschland von einem zusätzlichen Wachstum des Bruttoinlandproduktes von einem Prozent aus. Bereits in den letzten Jahren ist der Handel Deutschlands mit den Staaten Mittel- und Osteuropas um bis zu 17 Prozent jährlich gestiegen", betonte Großmann abschließend.

Bereits zum vierten Mal hat die Deutsch-Polnische Wirtschaftsförderungsgesellschaft AG ein Treffen für Bauunternehmer beider Länder organisiert. Hauptanliegen der Konferenz ist es, die Chancen grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Bausektor zu verdeutlichen. Vertreter deutscher und polnischer Institutionen und Bauunternehmen treten in Erfahrungsaustausch über Rahmenbedingungen, Marktchancen und Finanzierungsmöglichkeiten.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

- http://www.baumagazin.de/1463