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Stolpe: Handel und Stadt gehören untrennbar zusammen

"Handel und Stadt gehören untrennbar zusammen. Dies gilt für die Vergangenheit wie für die Zukunft." Das sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Dr. Manfred Stolpe auf der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels am Montag in Berlin"Handel und Stadt gehören untrennbar zusammen. Dies gilt für die Vergangenheit wie für die Zukunft." Das sagte der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Dr. Manfred Stolpe auf der Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels am Montag in Berlin.

Zwischen der Entwicklung von Handel auf der einen und Stadt auf der anderen Seite gebe es zahlreiche Verbindungen und gegenseitige Abhängigkeiten. Die Stadtplanung baue auf die stadtbildende Kraft des Handels, der Dichte erzeuge, Austausch ermögliche und zur Mischung städtebaulicher Aktivitäten beitrage. Der Handel wiederum bedürfe der städtischen Infrastruktur und Ordnung, erklärte Stolpe. Der Minister kündigte an, dass die "Initiative City 21" zur Stärkung und Belebung der Innenstädte weitergeführt werde, da die wesentlichen Forderungen der Initiative weiterhin Gültigkeit hätten:

1. Innerstädtische Brachflächen der Bahn, Post und des Gewerbes sind verstärkt für Wohnzwecke, zur Verbesserung der Urbanität, der Nutzungsmischung und Stadtqualität zu nutzen.

2. Für Familien mit Kindern sind verstärkt attraktive innenstadtnahe Angebote für selbstgenutztes Wohneigentum in einem störungsfreien Umfeld zu schaffen.

3. Die innenstadttypischen Vorteile der Angebotsvielfalt, der Urbanität und der Nutzungsmischung sind wiederherzustellen bzw. auszubauen.

4. Die Chancengleichheit zu den neuen Standorten auf der grünen Wiese ist durch eine konsequente Anwendung des planungsrechtlichen Instrumentariums und die Erarbeitung regionaler Einzelhandelskonzepte wieder herzustellen.

5. Die Innenstädte müssen erreichbar sein. Dafür ist ein leistungsfähiger ÖPNV neben dem PKW für den Einkauf wie auch dem Lieferverkehr unverzichtbar.

6. Der Handel ist aufgefordert, durch attraktive Architektur und ein ansprechendes Erscheinungsbild der Geschäfte und Galerien positiv zum Erlebnisraum Innenstadt beizutragen.

7. Öffentliche Räume sind Bürgerforen. Sie sind in ihren funktionalen Zusammenhang unter Einschluss der privaten Galerien als "System" zu entwickeln.

8. Die Sicherheit der Innenstädte ist durch den Ausbau bestehender und den Aufbau neuer kriminalpräventiver Strukturen (zum Beispiel Sicherheitspartnerschaften) zu verbessern.

9. In einer sauberen Stadt fühlen sich die Menschen wohl. Sauberkeit im öffentlichen Raum muss daher zu einem besonderen Anliegen von Bürgern, Handel und Verwaltung werden.

10. Diese Ziele werden nur durch Kooperation und Abstimmung zwischen Kommune, Bürgern, Handel, Kultur, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen im Rahmen eines Gesamtkonzeptes erreicht.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

- http://www.baumagazin.de/1722