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Energiesparverordnung 2000 - Höhere Anforderungen auch für Altbauten geplant

Doch dieser abgesenkte Wärmebedarf der Neubauten wirkt sich erst langfristig positiv auf die CO2-Bilanz aus. Energiesparmaßnahmen im Wohnungsbestand zeigen dagegen sofort Erfolg. Deshalb sollen in der Energiesparverordnung 2000 auch bauliche und heizungstechnische Anforderungen zur Energieeinsparung in Altbauten festgelegt werden.Den Heizenergiebedarf für Neubauten gegenüber der Wärmeschutzverordnung von 1995 um 30 Prozent zu senken - dieses Ziel ist in der geplanten Energiesparverordnung 2000 festgeschrieben.

Doch dieser abgesenkte Wärmebedarf der Neubauten wirkt sich erst langfristig positiv auf die CO2-Bilanz aus. Energiesparmaßnahmen im Wohnungsbestand zeigen dagegen sofort Erfolg. Deshalb sollen in der Energiesparverordnung 2000 auch bauliche und heizungstechnische Anforderungen zur Energieeinsparung in Altbauten festgelegt werden.

Welche Anforderungen konkret bei Sanierungsmaßnahmen für Altbauten in der geplanten Energiesparverordnung 2000 festgestellt werden, wird derzeit noch beraten. Das Sparpotential jedenfalls ist riesig. Mit einer durchgehenden energetischen Sanierung des Gebäudebestands, so schätzt das Bundesbauministerium, könnte der gegenwärtige Heizenergieverbrauch um 70 Prozent reduziert werden.

Attraktivste Sparmaßnahme vor allem unter Kosten-Nutzen-Aspekten, so das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO), ist die Erneuerung einer veralteten Heizungsanlage. Sie bietet ein großes Einsparpotential bei relativ geringem finanziellen Aufwand. So verbraucht beispielsweise die moderne Ölheizung im Vergleich mit einer älteren Anlage beinahe ein Drittel weniger Brennstoff. Mit der Ölbrennwerttechnik lassen sich sogar rund 40 Prozent einsparen. Doch nicht nur sparsame Heizgerätetechnik, sondern auch ein besserer Wärmeschutz ist gefragt, sofern die dazu erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Ist dies nicht der Fall, sollte die Modernisierung der Heizungsanlage den Vorzug vor Maßnahmen an der Gebäudehülle erhalten, betont IWO.

Diese Einschätzung bestätigt auch die im Auftrag der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) von den Technischen Universitäten Stuttgart und Dresden erstellte Studie "Vom Wärmeschutz zur Energieeinsparung". In der Hegel weisen anlagentechnische Energiesparmaßnahmen "eine höhere energetische und wirtschaftliche Effizienz auf als Gebäudedämmaßnahmen", so eine Kernaussage der Studie. Beispielsweise betragen in einem Reihenhaus die spezifischen Kosten zur Einsparung einer Kilowattstunde (kWh) bei Wärmedämmung der Außenwand 15 Pf/kWh, beim Austausch des Heizkessels dagegen nur 4 Pf/kWh.

Wenn Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Bau- und Heizungsanlagentechnik sorgfältig aufeinander abgestimmt werden, da sind sich alle Experten einig, dann kann das enorme Energiesparpotential in Altbauten auch erschlossen werden.


- http://www.baumagazin.de/278