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Gesucht: Neue Ideen für mehr Bauland

Umfragen zeigen, daß 80 % aller Deutschen gerne in den eigenen vier Wänden leben würden. Dennoch ist die Wohneigentumsquote in der BRD noch nicht über die im internationalen Vergleich bescheidene Marke von 40 % hinausgekommen.Umfragen zeigen, daß 80 % aller Deutschen gerne in den eigenen vier Wänden leben würden. Dennoch ist die Wohneigentumsquote in der BRD noch nicht über die im internationalen Vergleich bescheidene Marke von 40 % hinausgekommen. Einer der wichtigsten Gründe für dies eklatante Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit sind die hohen Grundstückskosten. In manchen Gegenden ist der Boden schon mehr wert als das Haus, das darauf steht. "Was nützen die Fortschritte beim kostengünstigen Bauen, wenn es kein preiswertes Bauland gibt", so LBS-Verbandsdirektor Dr. H. Hamm bei der Vorstellung der Initiative in Bonn. Teures Bauland verhindert nicht nur die Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum. Auch die Bereitstellung von preisgünstigem Mietwohnraum wird erschwert.

Der Wettbewerb, so Hamm, soll zeigen, wie Kommunen die Probleme der Baulandbereitstellung und Mobilisierung praktisch lösen. Denn in fast allen Städten seien Baulandreserven vorhanden. Nach Angaben des Dortmunder Institutes für Bodenmanagement (IboMa), das den LBS-Wettbewerb fachlich begleitet, sind etwa ein Drittel der Flächen sogar baureif. Rechtliche, wirtschaftliche und emotionale Faktoren verhindern aber die Bereitstellung.

Das hohe Bodenpreisniveau in großen Städten und Ballungsräumen ist ein spezifisch deutsches Phänomen. Nachbarländer, etwa die Niederlande, machen vor, daß hohe Grundstückskosten nicht zwingend sind. "Hohe Baulandpreise in Verdichtungsräume sind kein Naturgesetz", so Hamm. Politik und Verwaltung hätten vielmehr einen erheblichen Einfluß auf die Mobilisierung von Bauland und damit auf dessen Preise. Dabei seien insbesondere die Kommunen gefordert.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche positive Beispiele: Viele Städte und Gemeinden entwickeln innovative Ideen und tragen mit einer geschickten Nutzung der bestehenden Instrumente dazu bei, die Engpässe auf dem Grundstücksmarkt zu verringern. Mit der LBS-Stadtwappenverleihung 1998 wollen die Landesbausparkassen diese Beispiele einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen und anderen Kommunen zur Nachahmung empfehlen.

Um den Ansprüchen an eine nachhaltige Stadtentwicklung gerecht zu werden, berücksichtigt die Jury neben ökonomischen und sozialen Kriterien auch ökologische Belange. Interessant sind zum Beispiel für die Innen-Entwicklung, zum Beispiel durch die Wiedernutzung von Gewerbebrachen, zum anderen Beispiel für eine Außen-Entwicklung durch eine Ausweisung neuer Baugebiete.

Auslobungstext und Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei der
LBS - Bundesgeschäftsstelle
Buschstraße 32
53113 Bonn

- http://www.baumagazin.de/284