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Dachschadenphilosophie

Es ist richtig: Zu Zeiten des kalten Kaltdaches hat es ihn noch nicht gegeben. Zumindest hat keiner ihn gekannt und niemanden hat er gestört.Der Taupunkt

Es ist richtig: Zu Zeiten des kalten Kaltdaches hat es ihn noch nicht gegeben. Zumindest hat keiner ihn gekannt und niemanden hat er gestört.

Erst als mit der Erfindung des wärmegedämmten ausgebauten Dachstuhls Fäulnis und Verfall auftraten, hat man mit ihm einen Schuldigen gefunden. Forschung und Fachverstand haben ihn lokalisiert und festgenagelt. Besser gesagt: zwei. Es gibt nämlich den richtig liegenden und den falsch liegenden. Es hat sich herausgestellt, daß nur letzterer für Schäden verantwortlich gemacht werden kann.

Dieser Taupunkt ist allerdings der Meinung, daß er keine Schäden machen würde, wenn die Dampfbremse genügend gut und die Hinterlüftung funktionstüchtig und ausreichend wäre.

Wenn Wärmedämmung im Dach funktionieren soll, dann bewirkt sie eine Trennung der 20 Grad warmen Innenraumluft von der Winter-Außentemperatur. Diese Trennung ist ein Temperaturgefälle innerhalb der Wärmedämmschicht .Und da kalte Luft viel weniger Luftfeuchtigkeit (absolut) enthält als warme, fällt die überschüssige Wassermenge in flüssiger Form aus.

Wenn wir nun annehmen, daß die Wassermoleküle erst außerhalb = oberhalb der Dämmschicht sich nahe genug kommen um kondensieren zu können, dann muß die Dachkonstruktion dafür sorgen, daß dieses Wasser abgeführt wird, ohne Schaden anzurichten. Dies geschieht in der Praxis durch eine kräftige Hinterlüftung im Konterlattenbereich. Gegenüber dem Kaltdach ohne Wärmedämmung von früher hat es die Hinterlüftung heute aber viel schwerer, weil das Wasser, das sie entlüften soll, gar nicht mehr dampfförmig, sondern schon flüssig ist und sich an Konterlatten, Dachlatten und Dachziegelunterseite niederschlägt. Außerdem hat die Hinterlüftung im gedämmten Dach viel weniger Auftrieb, weil die Wärme aus dem Haus von der Dämmung zurück gehalten wird.

Bevor nun die Hinterlüftung den Schwarzen Peter an die Dämmung weitergibt, schauen wir uns nach einer anderen Lösung um. Wenn der Dämmstoff genügend dampfdicht ist, weniger als 500 Gramm Wasserdampf durchläßt und wir außerhalb der Dämmschicht kein Holz mehr finden, das naß werden kann, dann gibt es unser Problem überhaupt nicht.

Diese Lösung gibt es in der Tat: Ein Auflattdämmsystem aus hochwertigem dampfbremsendem Hartschaum (PS 20 - maximal 35 Gramm pro Quadratmeter Dampfdurchgang), das aus sinnvoll profilierten Einzelelementen gesteht, in die die Ziegel und Pfannen direkt eingelegt werden. Ein dreifach überdeckendes schuppenartiges Überdeckungssystem sichert saubere Wasserableitung bis in die Dachrinne, sorgt für weitgehend winddichten Aufbau der Konstruktion und läßt sich wärmebrückenfrei ohne zusätzliche Maßnahmen verarbeiten.


- http://www.baumagazin.de/459