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Modernes Heizen, Teil 1

Technisch veraltete Heizungsanlagen verbrauchen zu viel Energie und belasten die Umwelt über Gebühr. Deshalb gelten mit Beginn des Jahres 1998 verschärfte Grenzwerte für Abgasverluste nach der novellierten Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BlmSchV) auch für bestehende Anlagen.Technisch veraltete Heizungsanlagen verbrauchen zu viel Energie und belasten die Umwelt über Gebühr. Deshalb gelten mit Beginn des Jahres 1998 verschärfte Grenzwerte für Abgasverluste nach der novellierten Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (BlmSchV) auch für bestehende Anlagen. Von den neuen Vorschriften erhofft sich die Bundesregierung einen kräftigen Schub bei der Modernisierung veralteter Heizungsanlagen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Umweltentlastung. Nach Schätzungen des Bundesumweltamtes überschritten knapp zwei Millionen Anlagen die ab 1998 geltenden Abgasgrenzwerte. Das bedeutet jedoch noch längst das unmittelbare Aus für diese Heizungen. Vielmehr wurden mehrjährige Übergangsfristen eingeräumt, die längste immerhin bis zum November 2004. Maßgeblich für die Dauer der Übergangsfrist ist die Einstufungsmessung, die von den Schornsteinfegern im Jahr ´97 vorgenommen worden ist. Der dabei ermittelte Wert findet sich auf dem Meßprotokoll, außerdem der Hinweis, ab wann die jeweilige Heizungsanlage die verschärften Grenzwerte einhalten muß. Dieser Termin richtet sich neben der Höhe der Abweichung bei den Abgasverlustwerten auch nach der Nennwärmeleistung der Anlage. Die Formel: je größer die Abweichung von den neuen Abgasverlust-Grenzwerten, um so kürzer die Frist.

Dennoch empfehlen Fachleute eine möglichst frühzeitige Sanierung von Anlagen mit zu hohen Abgasverlusten. Im Einzelfall ist es bereits durch den Austausch des alten Brenners gegen einen modernen High-Tech-Brenner möglich, die geforderten Werte einzuhalten. Mit dieser Teilmodernisierung ergibt sich eine Einsparung beim Brennstoffverbrauch, bei einem modernen Ölbrenner beispielsweise von bis zu zehn Prozent bei gleichzeitiger Reduzierung der Schadstoffemissionen von etwa zwanzig Prozent.

Doch die optimale Lösung, so Schornsteinfeger- und Heizungsfachhandwerker übereinstimmend, ist die möglichst baldige Komplett-Sanierung der veralteten Anlage. Nicht nur im Interesse der Umwelt, sondern auch im Hinblick auf das Haushaltsbuget. Denn ein Großteil der Modernisierungskosten zahlt sich bereits innerhalb weniger Jahre aufgrund einer beachtlichen Einsparung bei den Brennstoffkosten wieder aus.

Warum, erklärt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. am Beispiel der modernen Ölheizung: Gegenüber einer etwa 15 Jahre alten und damit technisch überholten Ölheizungsanlage verbraucht eine moderne Öl-Unit erfahrungsgemäß fast ein Drittel weniger Heizöl. Dieses enorme Einsparpotential setzt sich zusammen aus den erheblich reduzierten Abgas-, Oberflächen- und Auskühlungsverlusten des Heizkessels sowie aus der verbesserten Verbrennungstechnik und der perfekten Abstimmung der Einzelkomponenten. Moderne Ölheizungen von deutlich mehr als 90 Prozent aus. Und ihre Schadstoffemissionen sind um rund die Hälfte geringer als die einer Altanlage.

Wer bereits eine moderne Ölheizung sein eigen nennt, braucht sich deshalb über eventuelle Umrüstungskosten keine Gedanken zu machen. Denn heutige, mit dem Blauen Umweltengel ausgezeichnete Öl-Units erfüllen die verschärften Anforderungen der aktuellen Bundes-Immissionsschutz-Verordnung in aller Regel bei weitem.


- http://www.baumagazin.de/460