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Wände und Decken (IV)

Wand- und Deckenverkleidungen aus Profilholz werden im allgemeinen aus Nadelholz hergestellt. Je nach Verwendungsort, ob im Innen- oder Außenbereich, entscheidet die sachgemäße Auswahl des Holzes über die Haltbarkeit einer Wand- bzw. Deckenverkleidung.Wand- und Deckenverkleidungen aus Profilholz werden im allgemeinen aus Nadelholz hergestellt. Je nach Verwendungsort, ob im Innen- oder Außenbereich, entscheidet die sachgemäße Auswahl des Holzes über die Haltbarkeit einer Wand- bzw. Deckenverkleidung. Nadelhölzer sind leicht zu bearbeiten und bieten für die meisten Bauzwecke ausreichende Festigkeit. In Farbe und Struktur erfüllen sie die verschiedensten Gestaltungswünsche. Sie können im Innenbau unbehandelt verwendet werden und lassen sich durch Beizen jedem Farbwunsch anpassen. Nachfolgend finden Sie kurze Beschreibungen der bekanntesten und am meisten verwendeten Holzarten:

Fichte

Fichte gehört zu den am häufigsten verwendeten Nadelhölzern. Ihr Holz ist fast weiß, während der Alterung geht die Farbe in einen angenehmen gelblich-braunen Ton über. Fichtenholz besitzt gute Elastizitäts- und Festigkeitseigenschaften. Es ist leicht zu bearbeiten, trocknet relativ schnell und neigt nur wenig zu Reißen und Werfen. Bei Kontakt mit Wasser, Säuren, Laugen usw. treten keine Verfärbungen auf. Lediglich die langzeitliche Berührung mit Eisen (z. B. Nägel) bewirkt eine leichte Graufärbung.TanneDie Bezeichnung Tanne wird oft auch fälschlicherweise für Fichten- und Douglasienholz verwendet. Echte Tanne ist dem Holz der Fichte sehr ähnlich, ist jedoch nicht so fest und elastisch. Der Farbton schwankt von cremig weiß bis hellbraun. Tannenholz erfordert für eine saubere Bearbeitung besonders scharfe Werkzeuge.

Kiefer

Kiefer ist neben Fichte seit alters her das meistverwendete Holz in der Möbeltischlerei und im Innenausbau. Kiefernholz hat eine sehr hohe Festigkeit. Es ist leicht harzig und trocknet gut. In Farbe und Struktur ist Kiefernholz stärker ausgeprägt als Fichtenholz. Kern- und Splintholz unterscheiden sich deutlich. Kernholz verfärbt sich beim Altern in einen angenehmen rötlichen Braunton. Kiefernholz ist aufgrund seines ziemlich hohen Harzgehaltes beständiger als Fichten- oder Tannenholz. Es ist leicht zu bearbeiten, jedoch schwierig zu beizen. Vor dem Beizen oder Lackieren sollte das Holz entharzt werden.

Eiche

Bei Eichenholz unterscheidet man zwischen deutscher Eiche und außereuropäischer Eiche. Bei deutschen Eichen ist die Maserung fein bis mittel; außereuropäische Eichen weisen eine gröbere Maserung auf. Gleiches gilt auch für den Farbton. Frisches Eichenholz weißt eine gelblich-weiße Farbe auf und wird erst im Laufe der Zeit dunkler.Eichenholz ist leicht zu beizen. Es bekommt einen dunkleren und warmen Farbton, wenn man es mit Leinöl oder gefärbten Wachsen einläßt.

Buche

Buchenholz zeichnet sich durch besondere Härte und das Fehlen einer starken Strukturierung aus. Buchenholz ist in unbehandeltem Zustand weißlich bis rötlichweiß. Es ist leicht zu beizen und erhält durch die Behandlung mit Wachsen und Ölen eine glatte und geschlossene Oberfläche.

Profilholz und Paneele

[IMG]waende_decken1.2.gif[/IMG]Dem Heimwerker wird im Handel eine Flut von verschiedenen Profilbrettern geboten. Da im Innenausbau jede Profilform verwendet werden kann, steht er vor der Qual der Wahl; der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und sollte eine besondere Profilform doch einmal nicht im Handel erhältlich sein, kann man sich an einen Schreiner wenden, der dann die Profilbretter nach den eigenen Entwürfen auf der Fräsmaschine herstellen kann. Keine Angst - das ist nicht wesentlich teurer als wenn das Material im Baumarkt erstanden wird. Neben Profilbrettern aus Massivholz werden auch die sogenannten Paneele angeboten. Sie bestehen aus Sperrholz, Span- oder Faserplatten und sind beidseitig mit Hölzern furniert. Die Paneele sind ringsum mit Nut und Feder versehen und im allgemeinen einfach zu verarbeiten.

Was allgemein zu beachten ist

Hat man sich erst einmal für eine bestimmte Art der Decken bzw. Wandverkleidung und das passende Material entschieden, stellt sich oftmals die Frage: Was brauche ich an Material und Werkzeugen, welche Art von Vorarbeiten müssen geleistet werden und was ist zu beachten, damit man viel Freunde an seinen neu gestalteten Räumen hat?

So wird der Materialbedarf ermittelt

[IMG]waende_decken1.3.gif[/IMG]Auch wenn Sie das Material bereits eingekauft haben - überprüfen Sie nochmals genau, ob die Menge ausreicht. Sie ersparen sich dadurch viele unnötige Kosten und Ärger. Das gilt insbesondere bei sogenannten "Schnäppchen" bzw. Restposten. Gerade in diesen Fällen ist ein Nachkaufen meist nicht möglich. Am Anfang steht wohl immer eine Gestaltungsidee, die möglichst genau zu Papier gebracht werden sollte. Gehen Sie mit dieser ersten Skizze zum Händler Ihrer Wahl und informieren Sie sich über das gewünschte bzw. erforderliche Material und dessen Abmessungen. Mit diesen Informationen können Sie nun Ihre Skizze zu einem genauen Verlegeplan ausarbeiten, am besten im Maßstab 1 : 10. Haben Sie sich für Profilbretter entschieden, beachten Sie bitte, daß Sie zur Berechnung der Menge der erforderlichen Profilbretter einer bestimmten Länge das Maß der Deckbreite benötigen und nicht das Profilmaß.Nachfolgend eine kurze, vereinfachte Tabelle zur Berechnung des Materialverbrauchs pro Quadratmeter:

Tabelle zur Berechnung des Materialverbrauchs pro qmLänge x Höhe = Fläche in qm = *Dübel, Schrauben, Deckenabhänger* x 3 Stück Latten für die Unterkonstruktion30 x 50 mm oder 20 x 45 mm* x 1,8 = .... mProfilbretter in lfmWandbreite : Deckbreite

Für den Aufbau von Wand- und Deckenverschalungen gibt es verschiedene Befestigungselemente, die die Arbeit wesentlich erleichtern. Hier die wichtigsten:
Profilbrettkrallen benötigt man, um Profilbretter verdeckt an der Lattenkonstruktion zu befestigen. Sie werden in die Nut der Bretter eingeschoben und auf die darunterliegende Latte genagelt.Justierbare Deckenabhänger erleichtern den Anbau von tragenden Unterkonstruktionen unter Decken. Sie werden mit Dübeln und Schrauben an der Decke befestigt und können zum Verschrauben der Deckenlattung in der Höhe verstellt werden.Lattenkippwinkel werden als Kurzabhänger verwendet. Sie werden mit Dübeln und Schrauben an der Wand oder der Decke befestigt und können zur Justierung des Abstands gekippt werden.Lattenkeile aus Metall weisen eine sägeschnittartige Zahnung auf, durch die sie sicher zwischen Wand und Lattung halten.

Hier, wie auch bei den anderen Arbeitsmaterialien gilt: Lieber etwas zu viel als zu wenig einkaufen.

[IMG]waende_decken1.4.gif[/IMG]Die meisten Heimwerker sind oftmals besser ausgestattet als so mancher Fachbetrieb. Trotzdem kann es sein, daß das eine oder andere Werkzeug doch noch fehlt oder man einfach nicht daran gedacht hat, es zu besorgen. Am besten erstellt man sich eine Liste mit allen erforderlichen Arbeitsmitteln und stellt die bereits zur Verfügung stehenden Materialien gegenüber. Auf diese Art und Weise läßt sich schnell ermitteln, was noch fehlt. Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, Ihnen an dieser Stelle alle erforderlichen Werkzeuge im einzelnen zu nennen. Die Art der benötigten Arbeitsmittel hängt auch nicht zuletzt davon ab, welches Material Sie verarbeiten wollen, wie Sie Ihre Räume gestalten möchten und vor allem, wie die Wände und Decken beschaffen sind, auf denen die Verkleidung angebracht werden soll. Der Fachberater im Heimwerkermarkt bzw. der Schreiner können Ihnen genau sagen, welche Art von Werkzeugen Sie speziell für Ihre Arbeiten benötigen.

Zu guter letzt: Haben Sie auch an eine eventuelle Schall- bzw. Wärmedämmung gedacht? Gerade bei Dachausbauten bietet es sich an, hinter der Holzverkleidung eine Wärmedämmung anzubringen.Eine Schalldämmung bietet sich zum Beispiel beim Hobbyraum bzw. Partykeller an. Das Anbringen einer Wandverkleidung ist die ideale Möglichkeit, den größten Teil des Lärms in Zukunft durch eine Schalldämmung aufzufangen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten der Wand- und Deckengestaltung mit Holz geben. Wie bereits oben erwähnt: Ihrer Phantasie - was Muster und Farben anbelangt - sind keinerlei Grenzen gesetzt.Nächste Woche erfahren Sie an dieser Stelle alles über Tapeten und das Tapezieren im allgemeinen.

- http://www.baumagazin.de/471