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Schöne Fenster (VI)

Welchen Vorzug bieten Kunststoffenster gegenüber einem Holzfenster? Diese Frage stellt sich früher oder später jedem Häuslebauer und Renovierer. Ein Fenster aus Holz gibt einem Raum optische Wärme und strahlt eine gewisse Gemütlichkeit aus.Welchen Vorzug bieten Kunststoffenster gegenüber einem Holzfenster? Diese Frage stellt sich früher oder später jedem Häuslebauer und Renovierer. Ein Fenster aus Holz gibt einem Raum optische Wärme und strahlt eine gewisse Gemütlichkeit aus. Diese "Anforderung" wird von einem Kunststoffenster nicht unbedingt erfüllt. Es darf jedoch nicht außer acht gelassen werden, daß Kunststoffenster eine ganze Reihe von Vorteilen aufzuweisen haben, die ein Holzfenster u. U. nicht bieten kann, z. B. die wesentlich längere Lebensdauer, da Kunststoff nicht so leicht verwittert wie Holz. Gerade dann, wenn das Fenster mehr oder weniger ständig einer erhöhten Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, ist diese Eigenschaft von grundsätzlicher Bedeutung.

Aufbau des Kunststoffensters

Die nebenstehende Abbildung macht den Aufbau deutlich. Es handelt sich um ein Hohlkammerprofil aus Plastik. Solche Profile lassen sich technologisch relativ einfach herstellen. Um die gleiche Festigkeit wie beim Holzfenster zu erzielen, kommt in die Hohlkammer ein Metallprofil. Auf diese Weise erreicht man, daß sich sowohl der Flügel als auch der Rahmen nicht verformen bzw. verwinden kann. Man spricht von seiner Verwindungsfestigkeit. Inzwischen läßt die Weiterentwicklung von Kunststoffen auch ein Fenster ohne Metallkern zu. Vereinzelt gibt es auch Fenster, deren Holzkern mit einer PU-Schicht ummantelt ist. Die meisten Fensterhersteller produzieren jedoch ihre Fenster auf die bereits oben erwähnte Art und Weise - ein Kammerprofil mit einem Metallkern. Dies Fenster sind gegen sämtliche Witterungseinflüsse beständig. Sie können nicht korrodieren und brauchen auch nicht gestrichen werden. Selbst nach Jahren haben Fenster aus Kunststoff noch ihre ursprüngliche Farbe. Sie vergilben bzw. verbleichen nicht, was bei einem gestrichenen bzw. lackierten Holzfenster nach einer gewissen Zeit nicht ausbleibt.

Aufgrund der Verarbeitungseigenschaften von Kunststoff, lassen sich alle Fensterformen herstellen. Das Kunststoffprofil wird als "Meterware" angeliefert, noch auf Gehrung geschnitten und verschweißt. Selbst Rundbögen stellen kein Problem dar. Dabei kann die Scheibenform, entsprechend den architektonischen Entwürfen angepaßt werden. Auf diese Weise lassen sich heute selbst Altbauten mit Kunststoffenstern nachrüsten. Diese Tatsache ist gerade für viele Vermieter ein wichtiges Kriterium, denn ein Holzfenster bedarf einiger Pflege und Wartung, damit es auch nach Jahren noch so aussieht, wie am "ersten Tag", was von einem Mieter nicht immer unbedingt erwartet werden kann. Im Gegensatz dazu werden in Einfamilienhäusern immer noch zu einem hohen Prozentsatz Holzfenster eingesetzt, was wohl auch mit daran liegt, daß der Eigentümer meist auch der Bewohner des Hauses und an der Pflege der Fenster interessiert ist.

Ein Fenster aus Kunststoff bietet ähnliche Bearbeitungsbedingungen wie ein Fenster aus Holz. Mit anderen Worten heißt das, es können alle Beschlagformen problemlos angebracht werden. Deshalb bieten inzwischen selbst alle Dachfensterhersteller Fenster aus Kunststoff an, was bedeutet, daß Schwingflügelfenster aus Kunststoff in Serie gefertigt werden.

Für denjenigen, der die Fenster einbaut, spielt das Gewicht eines Fensters eine wichtige Rolle. Es ist nicht zu verleugnen, daß ein Hohlkammerprofil weniger Masse auf die Waage bringt als ein Vollprofil. Die Dachdecker und Zimmerleute, die z. B. Dachfenster einbauen, können bestätigen, daß Holzfenster schwerer sind, als ein Fenster in der Kunststoffausführung. Selbst wenn es sich um einen ummantelten Holzkern handelt. Das geringere Gewicht ist also ein weiterer Vorzug eines Fensters aus Kunststoff.

Abgesehen von den bereits erwähnten Vorteilen, ist für viele "Häuslebauer" auch der Preis eines Fensters für die Auswahl entscheidend. In der Regel kann man davon ausgehen, daß Fenster aus Kunststoff preiswerter sind, was bei der Komplettausstattung eines Hauses mit neuen Fenstern beträchtlich zu Buche schlagen kann.

Kunststoffenster und Umweltbelastung

Immer mehr Bundesbürger achten auf die Rohstoffreserven bei der Auswahl von Gebrauchsgütern. Egal um welchen Industriezweig es sich handelt, es gibt einfach keinen Bereich mehr, der sich der Umweltproblematik verschließen kann. Aus diesem Grund versichern die meisten Hersteller von Kunststoffenstern auch, daß sich ihre Produkte recyclen lassen. Eine Wiederverwertung ist bei Fenstern aus Kunststoff eher möglich als bei Holzfenstern. Bei den Holzfenstern ist es der nachwachsende Rohstoff, der den ökologischen Anforderungen entspricht.

- http://www.baumagazin.de/508