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Schöne Treppen (IV)

Schneckenhausförmig dreht sich diese Treppenform nach oben. Auf ihr kann man auf relativ kleinem Raum eine große Steigung bewältigen. Fast jeder ist schon einmal auf einer alten Burg den Burgturm mühsam nach oben gestiegen.Schneckenhausförmig dreht sich diese Treppenform nach oben. Auf ihr kann man auf relativ kleinem Raum eine große Steigung bewältigen. Fast jeder ist schon einmal auf einer alten Burg den Burgturm mühsam nach oben gestiegen. Allein dadurch glaubt jeder sofort zu wissen, was mit einer Wendeltreppe gemeint ist. Ist aber Wendeltreppe gleich Wendeltreppe?

Grundsätzlich ist an dieser Stelle zu erwähnen, daß nicht jede "Gewendelte Treppe" gleich eine Wendeltreppe ist. So unterscheidet der Fachmann zwischen Spindeltreppe (Abb. oben) und Wendeltreppe (Abb. unten). Der Unterschied ist deutlich zu erkennen. Die Spindeltreppe wird durch die Spindel beherrscht, um die sich die Stufen wickeln. Für die meisten stellt dies die klassische Form einer Wendeltreppe dar.

Bei der anderen Treppenform, der eigentlichen Wendeltreppe, winden sich die Stufen um das offene "Treppenauge", durch das der "Treppenstürmer" bis nach unten schauen kann. Diese Treppe lädt geradezu dazu ein, wie ein Bergsteiger nach dem mühevollen Aufstieg befriedigt nach unten zu schauen. Die gezeigte Treppe bildet eine Einheit zwischen Raum und Treppe und ist so ein wirkliches Kunstwerk. Spielerisch scheinen die Stufen fließend in den Fußboden überzugehen. Abgesehen vom ästhetischen Eindruck ist diese Treppe ein regelrechtes Meisterstück des Handwerkers.

Wie bei jeder Treppe ist darauf zu achten, daß die Steigung der Treppe das richtige Maß hat. Mit anderen Worten: Liegt die Summe aus doppelter Steigungszahl und einfacher Auftrittsbreite (gemessen in der Mitte der Stufen) zwischen 60 und 65, dann empfinden wir die Treppe als bequem. Diese Tatsache darf nicht unterschätzt werden, insbesondere, wenn man die Treppe häufig begeht.

An der oben abgebildeten Wendeltreppe lassen sich die Einzelheiten sehr deutlich aufzeigen. Die Stufen sind in die "Wangen" eingestemmt. Auf den Wangen sind senkrechte Rundhölzer eingelassen, die so das Geländer bilden. Auf dem Geländer verläuft der Handlauf aus rundem Holz und findet seinen Abschluß als "Antrittspfosten". Sehr gut sind die Trittstufen zu erkennen, bei denen man bei den beiden gezeigten Modellen hindurchschauen kann. Damit wird eine bessere Ausleuchtung der Stufen erreicht. Es treten keine "Schlagschatten" auf, was die Unfallgefahr vermindert.

Trotzdem kann es sein, daß Treppen, die uns gefallen, Gefahren in sich bergen können. Wendeltreppen dürfen auf der einen Seite nicht zu schmal sein. Die Auftrittsfläche bei Spindelteppen wird an der Spindel so gering, daß der Fuß nicht richtig auftreten kann. Am Rand wird sie dagegen so groß, daß vielleicht mehr als nur eine Schritt benötigt wird, um die Stufen nach oben oder unten gehen zu können.

[IMG]treppe7.3.gif[/IMG]Für unsere Kinder sind Treppen ein richtiger Abenteuerspielplatz im Trockenen. Auf diesen Umstand ist bei der Konstruktion einer Treppe besonders Rücksicht zu nehmen. Eine Wendeltreppe ist wie jede andere Treppe zu sichern, damit krabbelnde Kinder nicht hinunterstürzen können.

- http://www.baumagazin.de/537