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Holz: Alte Möbel in neuem Outfit

Nützliches zum Verschönern alter Holzmöbel: Neue Einrichtungsgegenstände müssen nicht unbedingt teuer sein. Alte beschädigte Holzmöbel, deren Lack auch schon mal bessere Tage gesehen hat, lassen sich oftmals wieder mit einfachen Mitteln herrichten. Durch kleine Ausbesserungen und einen neuen Anstrich können sie im Handumdrehen ein neues Flair ins Zimmer zaubern. Bevor Sie jedoch den Pinsel schwingen können, bedarf es einiger VorbereitungenNeue Einrichtungsgegenstände müssen nicht unbedingt teuer sein. Alte beschädigte Holzmöbel, deren Lack auch schon mal bessere Tage gesehen hat, lassen sich oftmals wieder mit einfachen Mitteln herrichten. Durch kleine Ausbesserungen und einen neuen Anstrich können sie im Handumdrehen ein neues Flair ins Zimmer zaubern. Bevor Sie jedoch den Pinsel schwingen können, bedarf es einiger Vorbereitungen.


Ausbessern kleinerer Beschädigungen

Überprüfen Sie zunächst den Grad und Umfang der Beschädigungen, denn bei sehr stark beschädigten Holzmöbeln lohnt sich der Aufwand in den wenigsten Fällen. Bei kleineren Defekten und Lackschäden können Sie gleich mit den Vorbereitungen beginnen. Handelt es sich jedoch um ein wirklich teures antikes Stück, sollten Sie auf jeden Fall einen Fachmann mit der Restauration beauftragen! Denn nur ein Experte erkennt, welche Hölzer und Lacke bzw. Öle und Wachse man für die entsprechende Stilrichtung und Entstehungszeit des Möbelstücks verwenden darf, damit es seinen Wert nicht verliert. Haben Sie diese Fragen geklärt, können Sie mit der Reinigung des Möbels beginnen.

Die einfachste und gründlichste Reinigung alter Anstriche funktioniert am Besten mit Seifenlauge und Küchenschwamm. Nach dem Trocknen können Sie den alten Lack entfernen. Bei mehreren oder dicken Anstrichen empfiehlt es sich, den Lack mit Abbeizern zu entfernen. Bei dünnen Farbschichten oder Ölen und Wachsen reicht es aus, wenn Sie mit einem groben Schleifpapier (80er Körnung) die Oberfläche schleifen. Wer Vitrinen restauriert, sollte die Glasscheiben vorher herausnehmen oder mit einem Klebeband abkleben - dies schützen das Glas vor eventuellen Kratzern.

Haben Sie den alten Anstrich vollständig entfernt, können nun lose Holzverbindungen und Absplitterungen neu verleimt werden. Achten Sie darauf, dass Sie locker gewordene Holzverbindungen sorgfältig von alten Leimresten befreien. Das gleiche gilt, wenn eine alte Leimstelle erneut gebrochen ist. Damit gewährleisten Sie, dass die neue Verleimung dauerhaft hält. Alte Leimreste beseitigen man am besten vorsichtig mit einem scharfen Stemmeisen oder Messer. Dann streichen Sie die Leimstelle auf beiden Seiten nicht zu dick mit Leim ein. Warten Sie, bis der Leim etwas angezogen hat (ca. ein bis zwei Minuten). Pressen Sie dann die Holzstücke fest aneinander. Hierfür empfehlen sich Zwingen. Falls keine zur Hand sind, lassen sich auch Spanngurte verwenden. Um Druckstellen an Ihrem Möbel zu vermeiden, legen Sie zwischen Werkstück und Zwinge bzw. Gurt eine Zulage. Dazu können kleine Holzleisten oder dickere Pappe verwenden. Den herausquellenden Leim nehmen Sie gleich mit einem feuchten Lappen ab. So ersparen Sie sich die Arbeit, den getrockneten Leim hinterher mühevoll abkratzen zu müssen.


Vorbereitungen für den neuen Anstrich

Sind alle Beschädigungen ausgebessert, können Sie nun mit den Vorbereitungen der Oberflächen für den neuen Anstrich beginnen. Egal ob Sie das Möbelstück wachsen, ölen, vor dem Klarlack beizen oder einfach nur farbig streichen möchten, müssen Sie dem Schleifvorgang der einzelnen Bauteile besondere Aufmerksamkeit schenken. Geschliffen wird grundsätzlich in mehreren Arbeitsgängen. Achten Sie darauf, dass Sie immer in Richtung der Holzfaser schleifen. Wenn Sie das Holz beizen möchten und man die Holzmaserung später einmal sehen soll, bringt ein sogenannter Querschliff ein unbefriedigendes Ergebnis. Entfernen Sie vor dem Schleifen alle Bauteile (z.B. Türgriffen und -bänder), die nicht aus Holz sind oder kleben diese mit einem Klebeband ab.
Im ersten Schleifgang, dem sogenannten Vorschliff (Schleifpapier mit 80er – 100er Körnung) werden kleinere Unebenheiten beseitigt und alle Oberflächen und Bauteile aus Holz gleichmäßig angeraut. Die Verwendung vom Schleifmaschinen empfiehlt sich nur bei großen Flächen. Im allgemeinen reicht ein Schleifklotz (etwa 10 x 5 cm) entweder aus Kork oder aus Holz für das Schleifen von Hand aus. Für den Nachschliff eignet sich ein Schleifpapier mit einer 120er Körnung. Wenn Sie das Möbelstück mit Wachsen, Ölen, Klar- oder Buntlacken behandeln möchten, können Sie nun mit dem Feinschliff (Schleifpapier mit 160er – 200er Körnung) beginnen. Möchten Sie das Holz jedoch mit einer Beize behandeln, sollte die Oberfläche nach dem zweiten Schleifgang gewässert werden. Verwenden Sie dazu einen feuchten Lappen. Vorsicht: Der Lappen darf wirklich nur feucht sein und nicht vor Nässe triefen. Warten Sie dann, bis das Werkstück trocken ist und schleifen Sie erneut. Diesen Vorgang können Sie so oft wiederholen, bis Ihnen die Oberfläche als glatt genug erscheint. Die Feuchtigkeit bewirkt, daß sich die losen Fasernenden der Oberfläche aufstellen, die dann beim nächsten Schleifvorgang gekappt werden. So verhindern Sie, dass sich die Faserenden nach dem Beizen aufstellen und die Fläche rau wird.


Der neue Anstrich

Haben Sie den Feinschliff abgeschlossen und möchten das Möbelstück wachsen oder ölen, können Sie nun damit beginnen. Dazu eignet sich ein mittelharter Pinsel oder ein fusselfreies Baumwolltuch.
Möchten Sie das Möbelstück jedoch Lackieren, müssen sie nun die erste Lackschicht auftragen. Für den Zwischen- und Schlussanstrich eignet sich am besten ein Ringpinsel für Kanten und Winkel. Größere Flächen lassen sich mit einer Schaumstoffwalze hervorragend bearbeiten. Bevor Sie jedoch mit dem Zwischen- und Schlussanstrich fortfahren, muss die Oberfläche erneut geschliffen bzw. angeraut (Schleifpapier mit 220er bis 380er Körnung) werden, damit sich die folgenden Lackschichten besser verbinden. Achten Sie darauf, dass der Lack vor jedem Schleifvorgang vollständig getrocknet ist! Arbeiten Sie bei diesen Schleifgängen mit sehr wenig Druck, damit der Lack nicht durchgeschliffen wird – besonders auf die Kanten achten!
Profis verwenden beim Streichen von Schränken mit mehrfarbigen Anstrichen immer zuerst den hellsten Ton - den dunkelsten am Schluss. Für jede Farbe sollte außerdem ein anderer Pinsel benutzt werden. Wer letztendlich noch darauf achtet, dass die Farbe nicht zu satt, aber dafür gleichmäßig aufgetragen wird, der erhält ein abwechslungsreiches und individuelles Schmuckstück für seine Wohnung.

Frank Wagner

- http://www.baumagazin.de/1494