Belastete GewässerSchnellklärung vor Ort

Bauvorhaben in freier Natur bleiben selten ohne Folgen für die Umwelt. Um
die Belastung betroffener Gewässer zu begrenzen, empfehlen Experten
Tauchbelüfter als mobile Kläranlage.
Diese Umweltschutzmaßnahme lässt sich nahezu überall einfach, schnell und kostengünstig umsetzen. Denn Tauchbelüfter müssen lediglich an einer Kette ins Wasser gelassen und mit Strom versorgt werden. Ihre hohe Wirksamkeit belegen die biologischen Stufen kommunaler und industrieller Kläranlagen, wo weitaus höhere Belastungen auftreten.

Tauchbelüfter tragen Sauerstoff aus der Umgebungsluft ins Gewässer ein. So wird eine biologische Reaktion in Gang gebracht, in der Bakterien Schadstoffe abbauen. Damit könne verhindert werden, dass ein Gewässer „umkippt“, teilte der Düsseldorfer Anwendungsfachmann Carsten Bode mit. Üppiges Algenwachstum, aufsteigende Luftblasen oder starke Vertrübung sind typische Indizien. Für den mobilen Einsatz konzipierte Belüfter wie die bewährte TRN-Serie von Tsurumi leiten bis zu 600 m³ Luft ins Wasser, was für die meisten GaLaBau- und Tiefbau-Anwendungen mehr als ausreicht. Tauchbelüfter sind äußerst robust und werden selbst mit dichtem Faulschlamm fertig. Zum Betrieb ist kein separater Kompressor nötig, wie oft angenommen wird. Spezieller Vorteil der Tsurumi-Modelle: Dank patentierter
Dauerschmierung sei ein jahrelanger Nonstop-Lauf möglich, so der Hersteller. Einkäufer sollten Geräte wählen, die nach der strengen Europanorm EN 12255 (bzw. DIN 12255-15 auf dem deutschen Markt) geprüft wurden. Sie stehen für Zuverlässigkeit, um weiteren Aufgaben wie der Neutralisation mittels CO2 oder Rauchgas gerecht zu werden. Für industrielle Anwendungen interessant ist übrigens der Einsatz von
Tauchbelüftern zur Flotation, also um feinkörnige Feststoffgemenge physikalisch zu trennen. 

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