Furnier hat viele TalenteEchtholzoberflächen kommen bei den verschiedensten Anwendungen zum Einsatz

Die Schönheit und Eleganz einer Holzmaserung sorgte schon bei den alten Ägyptern für Verzückung. In einem von Wüste geprägten Land ist Holz allerdings ein höchst kostbares Gut. Die Schreiner der Pharaonen mussten daher sehr sparsam mit dem natürlichen Material umgehen. Gleichwohl wollten sie nicht darauf verzichten, Möbel mit edlen Hölzern zu verzieren.  Und deshalb schnitten bereits vor mehr als 3.000 Jahren ägyptische Holzhandwerker kostbare Baumstämme in dünne Scheiben, um sie beispielsweise auf Möbelstücke zu kleben. Das Furnier war erfunden und ist bis heute ein Merkmal für hochwertige, originelle und mitunter luxuriöse Produkte geblieben. Die Anwendungsgebiete der dünnen Blätter aus echtem Holz reichen von Möbeln über Autoarmaturen bis hin zu Schmuck und Taschen.

Holz macht aus Alltagsgegenständen Unikate
Die meisten Verbraucher kennen Furnier aus dem Möbelbau, wo die Holzblätter auf ein formstabiles Trägermaterial aus Holzwerkstoffen aufgezogen werden. Die hochwertigen Möbel erhalten durch die Holzoberfläche einen ganz eigenen Charakter. Denn Furnier ist immer ein Unikat, da die Wuchsmerkmale eines Baums wie Jahresringe oder Astwirbel einzigartig sind. Auch bei der Türenherstellung oder für Bodenbeläge ist Furnier ein gängiges Material.   Das Anwendungsspektrum der edlen Holzblätter ist jedoch dank ihrer flexiblen Materialqualitäten wesentlich größer.

Insbesondere Hersteller von Designartikeln wissen die edle Anmutung echter Hölzer zu schätzen. Selbst Alltagsgegenstände werden so zu wahren Hinguckern. So sind zum Beispiel Furnierleuchten eher Kunstobjekt denn Lampe. Je nach Art und Farbe des Holzes schaffen sie eine besondere Raumatmosphäre und kreieren interessante Licht- und Schattenspiele. Oder Handtaschen aus Furnier, die ein filigranes Utensil für stilbewusste Frauen sind. Der harte und strapazierfähige Werkstoff Holz erhält dabei eine ganz weiche Note und verleiht der Tasche über ihren Gebrauchswert hinaus einen individuellen Charme.  

Wahrer Luxus mit Furnier

Die natürliche und schlichte Eleganz von Echtholzoberflächen macht Furnier vielfach zum bevorzugten Material für Luxusartikel. Autohersteller setzen bei Fahrzeugen der Oberklasse oftmals auf Furnier für die Innenraumgestaltung. Denn Hölzer mit einer charakteristischen Maserung geben den Armaturen eines stilvollen Autos Klasse, ohne protzig zu wirken. Auch Schmuckdesigner haben die dünnen Holzblätter mittlerweile für sich entdeckt. Der natürliche Werkstoff eröffnet schließlich mit einer Vielzahl an Holzarten, -farben und -maserungen einen großen Gestaltungsraum.  

Das Siegel weist die Echtheit nach

Das Siegel „Furnier – Echt Holz“ der Initiative Furnier und Natur e.V. (IFN) macht echte Holzoberflächen auf den ersten Blick erkennbar. So kann Furnier leicht von Imitaten aus Kunststoff oder Papier unterschieden werden. In Deutschland setzen bereits mehr als 1.200 Möbelhäuser und viele Schreinereien das Siegel ein. Auch im Holzhandel findet das Qualitätszeichen immer mehr Verbreitung.

- //www.baumagazin.de/3948