Effektive Regenwasserbehandlung: REHAU bietet durchdachte Anlagensysteme

Regenwasserbewirtschaftung ist heute in der Öffentlichkeit ein zentrales Thema. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Ressource Wasser ist kostbar und der schonende Umgang mit ihr ein Muss, um die Wasservorräte für kommende Generationen zu sichern. Die richtige Entwässerung spielt hier eine bedeutende RolleRegenwasserbewirtschaftung ist heute in der Öffentlichkeit ein zentrales Thema. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Ressource Wasser ist kostbar und der schonende Umgang mit ihr ein Muss, um die Wasservorräte für kommende Generationen zu sichern. Die richtige Entwässerung spielt hier eine bedeutende Rolle.

Das richtige Entwässerungskonzept?
Unter Siedlungsentwässerung wurde in der Vergangenheit oftmals verstanden, das anfallende Regenwasser so schnell und vollständig wie möglich aus dem Bereich der versiegelten Flächen in einen Mischwasser- oder Regenwasserkanal abzuleiten. Jedoch bringen diese bestehenden, konventionellen Entwässerungskonzepte viele Nachteile mit sich. So entsteht beispielsweise eine starke hydraulische Belastung der Abwasserkanäle, sowie der Klär- und Regenwasserbehandlungsanlagen durch große Mengen an nur gering verschmutztem Regenwasser. Der Grundwasserspiegel wird durch den starken Rückgang der Bodenspeicherung infolge der Bodenversiegelung, negativ beeinflusst.

Im Gegensatz dazu kann mit einer dezentralen Regenwasserversickerung eine Entsorgung des Niederschlagswassers unter ökologischen und ökonomischen Erfordernissen erreicht werden. Da die Versickerung von gesammelten Niederschlägen eine Einleitung ins Grundwasser darstellt, sind strenge Maßstäbe an Versickerungsanlagen zu stellen. Um hier eine geregelte Grundlage zu erhalten, wurde von einer Arbeitsgruppe des DWA das Merkblatt ATV-DVWK-M 153 erarbeitet.

Merkblatt ATV-DVWK-M 153
Es ermöglicht eine differenzierte Bewertung des Verunreinigungsgrades des anfallenden Niederschlagswassers. Dabei wird eine Verschmutzung des Regenwassers durch die beiden Umwelteinflüsse „Atmosphäre“ und „Flächennutzung“ unterschieden. Dieser Belastung wird die Schutzwürdigkeit des einzuleitenden Gewässers entgegen gestellt. Ist der Grad der Verunreinigungen höher als für das Gewässer zulässig, so ist eine Vorbehandlung erforderlich. Hier gibt das Merkblatt sowohl qualitative als auch quantitative Ratschläge. In der Vergangenheit wurde eine Vorreinigung meist mit oberflächlichen Mulden und einer belebten Bodenzone ausgeführt. Nachteilig an dieser Behandlungsmethode ist der hohe oberirdische Platzbedarf, der häufig nicht zur Verfügung steht.

Unterirdische Regenwasserbehandlungssysteme von REHAU
REHAU hat sich diesem Problem angenommen und unterirdische Systeme entwickelt, mit denen eine Behandlung des verschmutzten Regenwassers nach dem Stand der Technik auch im Untergrund möglich ist. Im Einzelnen stehen hier drei Behandlungsarten zur Verfügung: der Zulaufschacht mit Sand-/Schlammfang als Grobabscheider, die Sedimentation zur Entfernung partikulär gelöster Schadstoffe sowie der Reinigungsschacht mit Granulat zur weitergehenden Entfernung von gelösten Schadstoffen.

Der neu entwickelte Zulaufschacht mit Sand- und Schlammfang dient als erste Reinigungsstufe dazu, die im Niederschlagswasser enthaltenen Grobstoffe zurückzuhalten. Zu- und Ablauf befinden sich auf gleicher Höhe, so dass kein zusätzliches Gefälle erforderlich ist. Die groben Schmutzpartikel haben die Möglichkeit, sich am Boden abzusetzen. Um eine direkte Durchströmung des Niederschlagswassers zu verhindern, erfolgt der Ablauf über ein Tauchrohr.

Für jede Anwendung die richtige Lösung
Für stärker verschmutzte Flächen wie beispielsweise PKW-Stellplätze ist eine weiterreichende Vorreinigung erforderlich. Hierzu bieten sich die von REHAU entwickelten Sedimentationsanlagen an. Je nach erforderlichem Reinigungsgrad und anzuschließender Fläche stehen unterschiedliche Anlagentypen zur Verfügung. Das Wasser wird über einen beruhigten Zulauf der Sedimentationsanlage zugeführt. Anschließend erfolgt durch die stark verlangsamte Strömungsgeschwindigkeit und dem Einfluss der Gravitation im Sedimentationsraum eine Trennung der Schadstoffe vom zu versickernden Wasser. Das auf diese Art gereinigte Wasser verlässt über ein Tauchrohr beziehungsweise eine Tauchwand den Sedimentationsraum. Bauartbedingt ist die Sedimentationsanlage in der Lage, im Falle eines Unfalls mit Leichtflüssigkeiten diese wirkungsvoll zurückzuhalten. So können Leichtflüssigkeiten nicht über die nachgeschaltete Versickeranlage ins Grundwasser gelangen.

Ist eine weitere Reinigung des vorbehandelten Regenwassers erforderlich, so können mit dem RAUSIKKO-Reinigungsschacht auch gelöste Schadstoffe aus dem Niederschlagswasser entfernt werden. Hierzu steht ein sehr wirkungsvolles Granulat auf der Basis Zeolith/Aktivkohle zur Verfügung. Dieses bindet in Verbindung mit einer pH-Stabilisierung die gelösten Schadstoffe aus dem Niederschlagswasser. Um eine dauerhafte Durchströmung des Granulates zu erreichen und eine Kolmation durch eingeschwemmte Feinanteile zu verhindern, wird das Granulat von unter nach oben durchströmt.

Der modulare Aufbau des Regenbehandlungsprogramms von REHAU ermöglicht, die einzelnen Komponenten auch in Kombination anzuwenden. Somit kann für jeden Anwendungsfall die optimale Lösung erzielt werden. Als Systemanbieter liefert REHAU aber nicht nur komplette Anlagen zur Niederschlagswasserbehandlung und -versickerung, sondern bietet auch eine umfangreiche technische Beratung an.


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