Erneuerbare Energien erobern ISH - Große Heizungsbauer bieten mittlerweile komplettes Sortiment an „Erneuerbaren“. Stark gefragt: Wärmepumpen und Solarthermie

Frankfurt. Mit einem Besucherrekord hat in Frankfurt am Samstag die ISH 2007, Weltleitmesse im Bereich Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien geschlossen. Rund 215.000 Besucher zählte die fünftägige Messe und damit zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. Erstmals waren die erneuerbaren Energien Schwerpunktthema im Bereich Gebäude- und Energietechnik. Über 300 Aussteller präsentierten ihre regenerativen Produkte wie Pelletöfen, Wärmepumpen, Solarthermie- und Photovoltaikanlagen. Insbesondere die großen Heizungsbauer wie Buderus, Viessmann und Vaillant nehmen die regenerativen Energiesysteme mit ihrem Potential inzwischen sehr ernst. Durch die Ergänzungen ihrer Sortimente sind inzwischen mehr als 50 Prozent der Standflächen mit Produkten der erneuerbaren Energien belegtFrankfurt. Mit einem Besucherrekord hat in Frankfurt am Samstag die ISH 2007, Weltleitmesse im Bereich Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien geschlossen. Rund 215.000 Besucher zählte die fünftägige Messe und damit zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. Erstmals waren die erneuerbaren Energien Schwerpunktthema im Bereich Gebäude- und Energietechnik. Über 300 Aussteller präsentierten ihre regenerativen Produkte wie Pelletöfen, Wärmepumpen, Solarthermie- und Photovoltaikanlagen.
Insbesondere die großen Heizungsbauer wie Buderus, Viessmann und Vaillant nehmen die regenerativen Energiesysteme mit ihrem Potential inzwischen sehr ernst. Durch die Ergänzungen ihrer Sortimente sind inzwischen mehr als 50 Prozent der Standflächen mit Produkten der erneuerbaren Energien belegt.


Trend: Solarthermie und Wärmepumpem]

Nach Aussagen der Hersteller gegenüber dem Europressedienst wird das größte Wachstum in den nächsten Jahren auf dem noch relativ kleinen Absatzmarkt der Wärmepumpen erwartet. Nach Angabe der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VDZ) wurden 2006 rund 55.000 Wärmepumpen eingebaut. Dies entspricht einem Wachstum von 120 Prozent im Vorjahresvergleich. „Der Zulauf zu den erneuerbaren Energie ist so groß, weil das Thema CO2-Reduktion weltweit in aller Munde ist“, erklärt hierzu Thomas Lauritzen, Leiter der Unternehmenskoordination von Schüco. Der Bauzulieferer bietet mittlerweile von Solarthermie über Wärmepumpen, Photovoltaik, Solare Kühlung sowie energiesparende Fassaden und Fenster alle Produkte an. Ein Vorteil von Wärmepumpen ist, dass sie neben der Deckung des Gesamtwärmebedarfs in einem Privathaushalt - im Vergleich zu anderen „Erneuerbaren“ wie Solarthermie und Photovoltaik - auch die höchsten Kosten- und CO2-Einsparungen ermöglichen. Ein Nachteil ist, dass rund ein Viertel der erzeugten Energie für ihren Betrieb benötigt wird. Hinzu kommt, dass die Investitionskosten etwa 13.000 Euro über denen eines konventionellen Heizkessels liegen; 8000 Euro werden allein für die Erdbohrung benötigt. Günstigere Angebote gibt es jedoch mittlerweile bei der Integration einer Wärmepumpe in einen Neubau.
Starkes Wachstum erwartet die Branche in diesem Jahr zudem im Bereich Solarthermie, der mit 213 Millionen Euro aus dem neu aufgelegten Marktanreizprogramm gefördert wird. Auch im Trend liegen die technologisch weiterentwickelten Anlagen, in denen zum Beispiel die Technik von Solarthermie und Wärmepumpen kombiniert wird. Das Wachstum auf dem Holzkesselmarkt, der im letzten Jahr noch im Zentrum des Interesses stand, wird nach Aussage der Aussteller 2007 stagnieren. Wurde 2006 noch ein Wachstum von 72 Prozent erreicht, bremsen die stark gestiegenen Rohstoffpreise sowie die hohe Feinstaubentwicklung der Kessel nun das Marktwachstum.


Gabriel: 14 Prozent des Wärmeverbrauchs bis 2020 aus „Erneuerbaren“

Ein dynamischer Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmebereich wird aber nach Aussage von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nur gelingen, wenn verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit für die Anlagenbauer erreicht werden. Zurzeit würden erneuerbare Energien 5,9 Prozent des Wärmeverbrauchs in Deutschland decken. Dieser Anteil soll nach den Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) auf 14 Prozent bis 2020 steigen. „Mein Ziel ist es, ein Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz noch 2007 zu verabschieden; die Modalitäten werden zur Zeit diskutiert“, erklärte Gabriel auf der ISH. Sollte in diesem Jahr noch ein regeneratives Wärmegesetz verabschiedet werden, sind gute Voraussetzungen für einen deutlichen Investitions- und Wachstumsschub gegeben.

Deutschland ist im Bereich regenerative Heizsysteme unter den weltweit führenden Herstellern. Viele Marktteilnehmer berichteten auf der ISH davon, dass verstärkt auch Unternehmen aus China und Indien auf dem deutschen Markt aktiv würden.

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