Energie: Strom und Gas werden zum Jahreswechsel wieder teurerÜber 180 Stromanbieter erhöhen ab Januar die Preise um bis zu 16 Prozent

Millionen Haushalte in Deutschland müssen im kommenden Jahr wieder mehr für ihren Strom- und Gasbezug zahlen - pünktlich zum Jahreswechsel werden zahlreiche Strom- und Gasversorger höhere Preise von ihren Endkunden verlangen.Strom: EEG-Umlage und Netzentgelte treiben Stromkosten bei über 180 Versorgern in die Höhe

Für die ersten Monate des kommenden Jahres haben bislang 184 Versorger angekündigt, ihre Preise um bis zu 16 Prozent zu erhöhen. Auch bei drei der fünf größten deutschen Stromversorger, EnBW, Vattenfall und EWE, klettern die Strompreise zwischen 4 und 14 Prozent. Insgesamt muss ein betroffener Familienhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom mit zusätzlichen Kosten von durchschnittlich 56 Euro (+6,0 Prozent) im kommenden Jahr rechnen.

 Als Gründe für die Preiserhöhungen verweisen die Unternehmen auf gestiegene Kosten für den Stromtransport (Netzentgelte) und für die Einspeisung von Ökostrom. So beträgt die gesetzliche Umlage für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage) ab 2010 bundeseinheitlich 2,047 Cent pro Kilowattstunde. Auf der anderen Seite geben aber 54 Versorger sinkende Kosten in der Strombeschaffung in Form von Preissenkungen an ihre Endkunden weiter.

Gas: Trendwende im Januar – erstmals seit einem Jahr steigen die Gaspreise wieder

Nachdem es 2009 bei allen deutschen Gasversorgern teilweise zu mehreren Gaspreissenkungen gekommen ist, deutet sich zum Jahresbeginn 2010 eine Trendwende an. So planen insgesamt 88 Unternehmen im Januar und Februar Preiserhöhungen von bis zu 12 Prozent. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas muss hier mit Mehrkosten von durchschnittlich 64 Euro (+5,0 Prozent) rechnen.

 Im Gegensatz zu den angekündigten Preiserhöhungen wird es bei 53 Gasversorgern im Januar und Februar noch einmal zu Preissenkungen kommen. Der Grund für die unterschiedlichen Preisentwicklungen bei den Unternehmen liegt in den jeweiligen Beschaffungskosten. Während einige Versorger an längerfristige Verträge gebunden sind, bei denen die Bezugskosten im Rahmen der Ölpreisbindung wieder steigen, können andere Anbieter günstigere Einkaufspreise an den europäischen Spotmärkten an ihre Gaskunden weitergeben. Seit dem Frühjahr 2009 hat sich der Preis für Öl in etwa verdoppelt. Im Rahmen der klassischen Ölpreisbindung folgt der Gaspreis der Entwicklung an den Ölmärkten in der Regel mit rund 6 Monaten Verzögerung.

Durch den Wechsel des Anbieters lassen sich auch im nächsten Jahr wieder viel Geld sparen. Über günstigere Alternativen in ihrer Region informieren Verbraucherportale wie toptarif.de oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 499.

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