Wärmepumpe statt ÖlTipps für nachhaltiges Heizen

Auf Verbraucher wartet in den kommenden Wochen ein Schock, wenn sie Öl für die bevorstehende Heizsaison tanken, denn die Preise sind rasant gestiegen. Wer derzeit über den Kauf einer neuen Heizung nachdenkt oder einen Hausbau plant, sollte sich nach Alternativen umsehen. Besonders nachhaltig und umweltfreundlich ist die Wärmepumpe, die sich die thermische Energie der Erde zunutze macht. Bild: 
Keine Beschreibung vorhanden
© istock.com/Evgen_Prozhyrko
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?


Überall in der Natur kommt Wärme vor: im Grundwasser, im Erdboden und in der Luft. Diese Wärme wird auch thermische Energie genannt und lässt sich heute mit modernsten Methoden zum Heizen nutzen. Dazu wird eine Wärmepumpe eingesetzt, die die Energie ansaugt, umwandelt und im Haus freigibt. Je nach geografischen Gegebenheiten können verschiedene Wärmepumpen eingesetzt werden: 

So nutzen Sole-Wasser-Wärmepumpen die Wärme des Erdreichs, indem sie sie über eine Leitung zur Pumpe befördert, die sie aufbereitet, aufheizt und in die Zimmer entlässt.
Ähnlich funktioniert die Wasser-Wasser-Wärmepumpe, die sich die Wärme des Grundwassers zunutze macht. Allerdings ist dies nur bei sehr guter Wasserqualität möglich.
Eine dritte Variante ist die Luft-Wärmepumpe, die Außenluft anzieht. Allerdings ist diese genau dann, wenn die Heizung am meisten benötigt wird – im eisigen Winter – am wenigsten effizient, da die kalte Luft von draußen erstmal erhitzt werden muss.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die verschiedenen Optionen mit einem Fachmann zu besprechen um dann je nach örtlichen Begebenheiten die passende Heizung kaufen zu können.

Wärmepumpe im Sommer als Klimaanlage nutzen

Wärmepumpen nutzen die gleichen Grundsätze der Thermodynamik wie Kühlschranke. Diese entziehen einem geschlossenen Innenraum Wärme und geben diese nach außen ab. Die Wärmepumpe macht es in der Regel umgekehrt. Allerdings können viele Wärmepumpen im heißen Sommer tatsächlich umgestellt werden: Dann entziehen sie den tagsüber durch die Sonne aufgeheizten Räumen Wärme und geben sie nach außen ab, so dass es angenehm kühl wird.

Ab wann rechnen sich Wärmepumpen?

Auf den ersten Blick scheint die Installation einer Wärmepumpe relativ teuer, vor allem wenn es sich um eine Sole-Wasser-Wärmepumpe oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe handelt, für die ins Erdreich gebohrt werden muss. Rund 75 Prozent des Energiebedarfs für die Heizung und das Warmwasser werden dann von der Wärmepumpe gedeckt, weitere 25 Prozent muss der Strom liefern. Dies führt dazu, dass sich die hohen Kosten für die Installation nach etwa sieben bis acht Jahren amortisiert haben – vielleicht sogar noch schneller, wenn der Ölpreis wie erwartet noch weiter steigt.

- //www.baumagazin.de/5474