EnergieausweisDer Steckbrief für das Wohngebäude

Die meisten Menschen, die in irgendeiner Form mit dem Bau oder dem Kauf oder Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung beschäftigt waren, haben zumindest schon einmal etwas vom Energieausweis gehört. Denn seit dem Jahr 2009 ist er bei allen Wohngebäuden in Deutschland Pflicht und muss möglichen Mietern oder Käufern spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden. Doch was er tatsächlich über ein Gebäude aussagt, wissen nur die wenigsten.
Keine Beschreibung vorhanden
© Michal Jarmoluk auf Pixabay
Was steht drin im Energieausweis?


Ein Energieausweis kann sehr umfangreich ausfallen. Wer beispielsweise in Frankfurt ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchte, sollte deshalb auch mit dem jeweiligen Immobilienmakler in Frankfurt die jeweiligen Inhalte genau analysieren. Denn diese haben in der Regel große Erfahrung bei der Interpretation der einzelnen Werte und sind auch mit den regionalen Vorgaben bestens vertraut.

Grundsätzlich enthält der Energieausweis allgemeine Angaben zum Haus, zu den verwendeten Heizstoffen wie beispielsweise Strom, Gas oder Öl und die genauen Energiekennwerte des Gebäudes. Die neueren Ausweise sind zusätzlich auch noch mit einer Energieeffizienzklasse versehen, wie das bereits von elektrischen Geräten wie Kühlschranken oder Waschmaschinen bekannt ist.

Wie lange ist ein Energieausweis gültig?

Im Normalfall sind Energieausweise zehn Jahre lang gültig. Ein neuer Ausweis ist jedoch schon früher nötig, wenn das entsprechende Gebäude saniert wurde und die Kennzahlen deshalb neu gerechnet werden müssen.

Bei einem reinen Wohngebäude wird der Energieausweis nicht für jede einzelne Wohnung, sondern für das komplette Gebäude ausgestellt. Wichtig dabei ist, dass der Ausweis den jeweils geltenden Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entspricht. Der Energieausweis dokumentiert dabei lediglich den energetischen Ist-Zustand eines Gebäudes. Es besteht für Eigentümer keine Verpflichtung dazu, entsprechende Vorschläge zur Verbesserung des Energie-Zustandes am Gebäude vorzunehmen.

Wer kann einen Energieausweis ausstellen?

Wer einen gültigen Ausweis ausstellen darf, ist in der Energiesparverordnung (EnEv) geregelt. Neben Ingenieuren und Architekten sind auch Handwerksmeister wie beispielsweise Schornsteinfeger dazu berechtigt, wenn sie die dafür erforderlichen zusätzlichen Qualifikationen erworben haben.

Beantragt werden kann der Energieausweis bei einem Energieberater vor Ort oder auf entsprechenden Internet-Seiten. Jeder deutsche Energieausweis ist dabei mit einer eindeutigen Registriernummer versehen. Diese Nummern werden vom Deutschen Institut für Bautechnik verwaltet.

Kontrolliert werden die Energieausweise meistens anhand von Stichproben von den entsprechenden Institutionen der jeweiligen Bundesländer.

- //www.baumagazin.de/5650