Energie wird teurerFünf Tipps, wie Verbraucher unnötige Energiekosten sparen können

Energie wird immer teuer: Erst kürzlich zeigten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, dass Deutschland bei den Strompreisen den Spitzenplatz, in Europa belegt. Gleichzeitig ist seit Januar 2021 die CO2-Bepreisung für Wärme und Verkehr in Kraft. Beginnend mit 25 Euro pro Tonne, soll dieser Preis bis 2025 auf 55 Euro steigen. Aktuellen Berechnungen zufolge bedeutet die neue Abgabe für viele Verbraucher bereits dieses Jahr zwischen 50 und 200 Euro Mehrkosten allein für das Heizen. Die genaue Belastung ist abhängig von Heizart und Grad der energetischen Sanierung. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts und damit einher gehenden schärferen Klimazielen, fürchten viele Verbraucher weitere Belastungen für ihre Haushaltskasse.Wie sich Kosten trotz steigender Preise auch in Zukunft clever einsparen lassen, ohne dabei auf Komfort und Wärme verzichten zu müssen, erklären folgende fünf Tipps:

Automatisierter Anbieterwechsel
Dass sich das regelmäßige Wechseln von Anbietern für Strom und Wärme vor allem dank Neukundenboni lohnt, ist vielen bekannt. Neu auf dem Markt sind jedoch Portale wie SwitchUp oder Wechselstrom, bei denen entsprechend des Vertrauensprinzips automatisch nach Ende der Vertragslaufzeit ein neuer Anbieter ausgewählt wird.
Kriterien wie Preis, Sicherheit oder Ökobilanz können vorher priorisiert werden. So können sich Verbraucher sicher sein, jederzeit von den besten Konditionen zu profitieren, ohne unnötig Zeit auf Tarifvergleiche zu verschwenden.

Bei Neuanschaffungen auf Energieeffizienzklasse achten
Oft finden sich alte Elektrogeräte im Haushalt, die übermäßig viel Energie verbrauchen. Übliche Verdächtige sind Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen und Trockner, Klimaanlagen, Fernsehgeräte oder auch Desktop-PCs. Während sich eine Erneuerung nur aufgrund eines geringeren Verbrauchs selten rentiert, lohnt es sich bei notwendigen Neuanschaffungen aber die Energieeffizienzklasse im Blick zu behalten.
Als Grundsatz gilt: Je häufiger das jeweilige Gerät in Benutzung ist, desto mehr kann durch die Effizienzsteigerung gespart werden. Die höchste Energieeffizienzklasse zeichnet sich seit März 2021 durch den Buchstaben A, die niedrigste durch ein G aus. Diese neue Symbolik ersetzt die bisher verwendeten Abstufungen von A+++ bis D.

Heizungsmodernisierung spart Kosten und CO2
Viel sparen lässt sich für Eigentümer durch die Modernisierung der Heizung. Besonders günstig im Betrieb sind vor allem gasbasierte Heizungen, die auch heute schon klimaneutrales Heizen ermöglichen, wenn ein Biogas-Tarif genutzt wird. Gas-Modernisierer reduzieren nicht nur dauerhaft ihre Energiekosten je nach Gebäude und Anlage um bis zu einem Drittel. Sie senken dabei auch die persönlichen CO2 Emissionen.
Würden alle Heizgeräte in Deutschland, die nicht mehr dem jetzigen Stand der Technik entsprechen, durch eine moderne Gasheizung ausgetauscht, könnten dadurch pro Jahr rund 32 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
Durch Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage lässt sich noch mehr für die eigene Energiebilanz tun. Den Austausch in die Jahre gekommener Heizgeräte durch neue Gasheizungen unterstützt auch die Bundesregierung und ermöglicht hohe staatliche Förderungen von bis zu 45 Prozent – das entspricht knapp der Hälfte der Anschaffungskosten.

Auf Aktionen von Versorgern und Herstellern achten
Für das Eigenheim lohnt sich auch die Suche nach Sonderaktionen von Energieversorgern und Heizgeräteherstellern, die für einen gewissen Zeitraum vergünstigte Konditionen bieten. Überregional gibt es beispielsweise die jährlichen Raustauschwochen, an denen sich viele bekannte Hersteller und Versorger beteiligen. Auch regionale Aktionen von Versorgern helfen beim Sparen, erfordern aber häufig etwas Recherche.
Wer sich nicht sicher ist, sollte am besten direkt beim örtlichen Energieversorger nachhaken – viele bieten kostenlose Förderberatungen an und informieren auf Nachfrage über spezielle Angebote.

Spezielle Geräte zum Energie sparen nutzen
Um den eigenen Energieverbrauch zu reduzieren, gibt es viele Hilfsmittel. Und nicht alles muss digital sein. Eine günstige Variante mit großem Effekt ist zum Beispiel ein klassischer Timer für Mehrfachsteckdosen. Geräte, die etwa nachts oder zu bestimmten Tageszeiten nicht benötigt werden, können hier zusammengeführt und gemeinsam ausgeschaltet werden. So verbrauchen sie keine zusätzliche Energie im Standby-Modus. Entsprechende Timer gibt es für unter 20 Euro im Baumarkt.
Wer mehr investieren möchte und geübt im Umgang mit dem Smartphone ist, hat mittlerweile die Auswahl aus einer Vielzahl hochmoderner Smart-Home Komplettlösungen für das gesamte Eigenheim (oder die Wohnung). Mit ihnen lässt sich der Energieverbrauch bis ins kleinste Detail festlegen und automatisieren.

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