Giftplanzen im GartenGefährliche Pflanzen erkennen

Der Frühling steht vor der Tür und damit beginnt die Gartensaison. Gerade für Kinder bedeutet dies grenzenloses Spielen unter freiem Himmel. Doch aufgepasst: In jedem Garten und oftmals auch auf öffentlichen Spielplätzen gibt es Pflanzen, die giftige Substanzen beinhalten.Komplett verbannen kann und sollte man gifitige Gewächse jedoch nicht. "Einerseits haben viele Giftpflanzen eine wichtige ökologische Funktion. Anderseits können Kinder den Umgang mit so genannten ‚gefährlichen‘ Pflanzen nur lernen, wenn sie sie auch erkennen“, weiß Johannes Treiling, Gartenfachberater beim Verband Wohneigentum NRW e.V. Der Verband zeigt, welche Gefahren bestimmte Pflanzen mit sich bringen.

Besonders giftige Pflanzen
In Bereichen, wo sich Kinder oft, in großer Zahl oder zumeist unbeaufsichtigt aufhalten wie beispielsweise auf Spielplätzen, in Schulen oder Kindergärten, sollte bei der Bepflanzung auf besonders giftige Arten verzichtet werden.

Goldregen
Goldregen
© Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V.
Hierunter fällt beispielsweise der Goldregen, dessen Hülsen mit dem Samen und Blüten sehr gefährlich sind. Schon drei Samen führen bei einem Kind zu Vergiftungs-erscheinungen, 20 Samen sind in jedem Fall tödlich.

Kirschlorbeer
Kirschlorbeer
© Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V.
Auch die Blätter und Samen des Kirschlorbeers sind lebensbedrohlich. Vergiftungserscheinungen zeigen sich zunächst mit Erregung, rotem Gesicht und verstärkter Atmung. Auch Kratzen im Hals und Kopfschmerzen sind möglich. Später kommt es zu Atem- und Herzstillstand.

Die roten Früchte und auch die Blätter der Stechpalme sind ebenfalls schädlich, bereits ab vier Früchten setzen die Vergiftungssymptome ein.

Beim Seidelbast sind alle Pflanzenteile (außer dem Fruchtfleisch) giftig. Bei Hautkontakt kommt es zu Rötungen und Schwellungen, der Verzehr kann tödlich sein.

Pfaffenhütchen
© Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V.
Bekannt unter den gefährlichen Pflanzen ist auch das Pfaffenhütchen: Eine giftige Wirkung tritt bereits ab fünf Samen auf, schädlich sind aber auch die Blätter und die Rinde.

Wunderbaum
Wunderbaum
© Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V.
Der Appetit auf Beerenobst kann ebenso lebensbedrohlich werden, gerade auch für Kinder, wenn sie mit der Bestimmung von Pflanzen noch nicht vertraut sind. Besonders riskant wird es, wenn die probierte Frucht auch noch lecker ist. So schmecken z. B. die Samen des Wunderbaumes nach Haselnuss. Sie enthalten aber eines der stärksten Pflanzengifte.

Was tun bei Vergiftungen?

Wenn es zu einem Giftunfall kommt, muss blitzschnell gehandelt werden: Es gilt sofort den Notarzt (112) oder die Giftinformationszentrale (NRW 0228-19240) zu alarmieren. Der betroffene Patient sollte zugedeckt werden, ohne Anweisung einer kompetenten Person (Arzt etc.) darf dem Vergiftungsopfer nichts zu trinken gereicht werden, insbesondere keine Milch. Auch das Herbeiführen von Erbrechen ist nicht immer nützlich und sollte nur auf Anweisung vorgenommen werden.

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