Zink setzt Maßstäbe

Das Buntmetall ist ein vielseitiges Gestaltungselement und schützt vor Korrosion: Seit mehr als 200 Jahren wird Zink als umweltfreundlicher und langlebiger Werkstoff auf dem Bau eingesetzt. Seine einzigartigen Eigenschaften in Bezug auf den Korrosionsschutz bewähren sich täglich in einer Vielzahl von Zinkanwendungen. Architekten und Bauherren schätzen das Metall vor allem wegen seiner guten Formbarkeit und seines extravaganten Aussehens bei gleichzeitig sehr langer HaltbarkeitDas Buntmetall ist ein vielseitiges Gestaltungselement und schützt vor Korrosion: Seit mehr als 200 Jahren wird Zink als umweltfreundlicher und langlebiger Werkstoff auf dem Bau eingesetzt. Seine einzigartigen Eigenschaften in Bezug auf den Korrosionsschutz bewähren sich täglich in einer Vielzahl von Zinkanwendungen. Architekten und Bauherren schätzen das Metall vor allem wegen seiner guten Formbarkeit und seines extravaganten Aussehens bei gleichzeitig sehr langer Haltbarkeit.

Wer bauen oder renovieren will, kommt an Zink nicht vorbei. Mit Zink lassen sich selbst individuelle Gestaltungswünsche realisieren, die mit anderen Werkstoffen so nicht umzusetzen wären: von der Bedeckung von Dächern und Zinkbekleidungen an Gauben, Dachrändern und Kaminen bis hin zu Außentreppen, Türen und Fenstern. Zink überzeugt durch seine langlebigen und erhaltenden Eigenschaften und animiert viele Bauherren und Architekten dazu, neue Formen und Konstruktionen zu entwerfen und umzusetzen. Zinkanwendungen wirken außerdem aufgrund ihrer Färbung besonders exklusiv. Die natürliche Patina, die Schutzschicht, die das Metall im Laufe der Zeit durch natürliche Oxidation bildet, verfügt über eine charakteristische Färbung der Oberfläche. Neben einem extravaganten Aussehen bietet sie Schutz vor schädigenden Witterungseinflüssen und trägt zur hohen Lebenserwartung des Werkstoffs bei. Wer nicht warten möchte, bis sich die Patina gebildet hat, für den gibt es die Oberfläche des Bauzinks auf Wunsch in unterschiedlichen Grautönen, die der natürlichen Färbung nachempfunden sind. Spezielle Produktionsverfahren unterschiedlicher Anbieter machen dies möglich. So setzen Zinkbekleidungen als Gestaltungselement an Gauben, Giebeln, Dachrändern und Kaminen nicht nur nützliche, sondern auch gestalterische Akzente. Nicht zuletzt deshalb ist Zink heute ein fester Bestandteil der modernen Architektur.

Korrosionsgeschützt und Wartungsfrei dank Feuerverzinkung
Neben der ästhetischen Komponente sprechen auch finanzielle Überlegungen für das Buntmetall. Die natürliche, vor Rost schützende Eigenschaft von Zink lässt sich durch das Feuerverzinken auf Stahl übertragen. Damit bleibt Stahl frei von Korrosion und hält auch anderen schädlichen Umwelteinflüssen Stand. Dies reduziert die Instandhaltungskosten von Metallkonstruktionen, unter anderem bei der Fertig- als auch Massivbauweise, auf ein Minimum. Daher ist Zink als Korrosionsschutz in unterschiedlichen Produkten – von Autokarosserien über einzelne Baukonstruktionen bis hin zu ganzen Brücken – nicht mehr wegzudenken. Fast die Hälfte der weltweit jährlich gewonnenen neun Millionen Tonnen Zink wird als Korrosionsschutz verwendet. Die Initiative Zink schätzt, dass Korrosion etwa vier Prozent des Bruttoinlandprodukts der Industrieländer vernichtet. Allein in Deutschland verrosten nach Angaben des Verbandes jedes Jahr Vermögen im Wert von etwa 85 Milliarden Euro. Ein Drittel dieser Werte könnte – entsprechender Korrosionsschutz vorausgesetzt – vor der Zerstörung bewahrt werden. Eine schwedische Studie kommt zu dem beachtlichen Ergebnis, dass der Einsatz von verzinktem Stahl in Schweden zu jährlichen Energieeinsparungen in Höhe der Jahresstromleistung eines Atomkraftwerks führt. Und das allein aufgrund der Tatsache, dass weniger korrodierte Stahlkonstruktionen frühzeitig ersetzt werden müssen.

Innovatives Zink - kathodischer Korrosionsschutz
Dass bei der Verwendung von Zink auch technologische Innovationen erfolgen, zeigt nicht zuletzt ein neues Verfahren, mit dem sich Stahlbeton wesentlich leichter sanieren und dabei dauerhaft schützen lässt. Beim kathodischen Korrosionsschutz, einem aus den USA stammenden und in Deutschland weiterentwickelten Verfahren, wird eine ca. 300 ?m dicke Zinkschicht auf die zu sanierende Betonoberfläche aufgespritzt und punktuell mit Stahlbolzen mit dem Bewehrungsstahl verbunden. Darüber wird abschließend eine spezielle Deckbeschichtung aufgebracht. Der Effekt: Die Korrosion greift nicht mehr den Stahl an, sondern die außen aufgetragene Zinkschicht. Diese wird als Opferanode bezeichnet, weil sie sich buchstäblich zum Schutz des Metalls selbst opfert. Die Schicht greift also in den elektrochemischen Prozess der Stahlkorrosion ein und stoppt diesen dauerhaft – und das bei einer Haltbarkeit der Zinkanode von mehr als 30 Jahren. Bei Neubauten wird dieses System auch zum vorbeugenden Korrosionsschutz eingesetzt. Bei Sanierungsarbeiten muss dank des neuen Verfahrens nicht mehr wie bisher der belastete aber noch tragfähige Beton großflächig abgetragen werden, sondern es genügt eine gezielte Behandlung der schadhaften Stellen durch Spritzverzinkung. Neben der Sanierung der typischen Betonschäden ist diese Methode besonders geeignet für Gebäude, die einer stetig wachsenden und aggressiven Chlorid- also Salzbelastung ausgeliefert sind. Solche Gebäude finden sich beispielsweise in Küstennähe. Aber auch Parkhäuser, Brücken und andere Straßenbauwerke, die mit Tausalzen durch den Verkehr belastet werden, sehen sich einem stetig wiederkehrenden Salzangriff ausgeliefert.

Ökologisch unbedenklich
Bei alldem ist die Verwendung von Zink – und das ist ein zunehmend wichtiger Aspekt bei der Auswahl der richtigen Baumaterialien – ökologisch unbedenklich. Wie jeder andere Werkstoff auch unterliegt Zink einer natürlichen Abwitterung. Bei Niederschlägen werden kleine Teile der äußeren Schicht der Patina abgetragen. Aber die Zinkionen führen weder zu Ablagerungen in Rohren und Geräten, noch stellen sie eine Gefahr für die Umwelt dar. Hinzu kommt, dass der deutliche Rückgang der Schwefeldioxidkonzentration in der Luft die Zinkemissionen in Außenanwendungen noch weiter reduziert hat. Denn die Emissionen beim Gebrauch von Zinkanwendungenen hängen in hohem Maße von der Luftqualität ab.

Umweltfreundliches Handeln hat auch bei den Unternehmen der Zinkindustrie oberste Priorität. Belegt wird eine umweltfreundliche Herstellung durch die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001. Die Umweltfreundlichkeit des Produktes Zinkblech für Dach, Fassade und Dachentwässerung weisen Unternehmen z.B. mit dem AUB-Zertifikat nach, das von der Arbeitsgemeinschaft Umweltverträgliches Bauprodukt nach strengen Kriterien in Sachen Nachhaltigkeit verliehen wird.

Zink ist aber nicht nur in dieser Hinsicht umweltfreundlich. Müssen Zinkbleche nach Jahren ausgetauscht werden, können sie ohne Probleme fast vollständig wiederverwertet werden. Bei dem am Bau verwendeten Zinkblech beträgt die Recyclingquote bereits heute über 95 Prozent. Obwohl Zink in sehr großen Mengen auf unserer Erde vorkommt, wird es wegen des hohen Materialwertes fast vollständig recycelt. Immerhin beträgt der Energieeinsatz zur Herstellung neuen Zinks aus Zinkschrott nur fünf Prozent des Einsatzes für Primärzink.


Initiative Zink in der WirtschaftsVereinigung Metalle

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