Praxis-Tipp ObjektsicherheitAngstfreie Fluchttreppen

Sicherheit gibt es nie genug. Umso verwunderlicher ist die Ausrüstung von  Objekten mit Fluchttreppen, die paradoxerweise im Brandfalle gemieden  werden. So hat sich in der Praxis herausgestellt, dass mit Gitterrosten  belegte Fluchttreppen beim Betreten Ängste hervorrufen können.Ein Blick herab genügt: Durch den vergleichsweise großen offenen Querschnitt dieser Roste sieht der Flüchtende mehr als nur den Boden unter seinen Füßen. Je nach dem, aus welchem Stockwerk es ins Freie geht, führt der Blick aus großer Höhe direkt bis ganz nach unten. Das kann Angststörungen verursachen. Eine fatale Situation, deren Auswirkungen Psychologen von Flugzeug-Evakuierungen kennen: Drängen Menschen in Panik durch enge Türen, darf niemand zögern. Akrophobie, so der Fachbegriff für Höhenangst, ist weit verbreitet. Statistisch betrachtet dürften in jedem Objekt Menschen mit dieser Neigung zu finden sein. Das Problem ergibt sich
bereits ab dem ersten Stockwerk.

Architekten und Bauplanern empfehlen Sicherheitsexperten deshalb Fluchttreppen mit Blechprofilrosten. Sie sind in punkto Strukturgewicht, Verarbeitbarkeit und Dauerfestigkeit den Gitterrosten ebenbürtig. Auch im Preis ergeben sich wenig Unterschiede. Blechprofilroste besitzen jedoch einen entscheidenden Vorteil: Ihre Laufflächen aus gestanztem bzw. geprägtem Stahlblech wirken als Sichtsperre. Damit stellen sie kein Hemmnis für zögerliche Menschen in Ausnahmesituationen dar, wie Versuche belegen.

In der Rutschfestigkeit und Drainagewirkung gelten Blechprofilroste je nach Ausführung als erste Wahl. Gibt es das Budget her, können sogar individuelle Profilmuster ins Blech eingebracht werden – das wäre dann das i-Tüpfelchen eines bis ins Details durchdachten Bauwerks.

Weitere Infos zu Blechprofilrosten z.B. unter www.graepel.de

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