US-Arbeitsmarktzahlen enttäuschen *von Robert Haselsteiner

Zeitgleich mit der ersten Zinserhöhung der US-Notenbank seit vier Jahren senden die Arbeitsmarktzahlen für Juni ein Warnsignal, dass die Konjunkturentwicklung in den USA weniger stabil ist, als gerne angenommen wirdZeitgleich mit der ersten Zinserhöhung der US-Notenbank seit vier Jahren senden die Arbeitsmarktzahlen für Juni ein Warnsignal, dass die Konjunkturentwicklung in den USA weniger stabil ist, als gerne angenommen wird. Die Federal Reserve hat mit der Leitzinsanhebung von 0,25% auf nunmehr 1,25% - wie von uns erwartet - einen ersten kleinen Schritt nach oben gemacht. Angesichts der steigenden Inflationsraten der letzten Monaten war das vielen Analysten aber zu wenig. Die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten, die mit 112.000 neuen Jobs viel geringer ausfielen als die 250.000 neuen Arbeitsplätze, die von den Analysten im Durchschnitt erwartet wurden, bestätigen aber die vorsichtige Haltung von Alan Greenspan. Die Tatsache, dass die Mai-Zahlen um rund 20.000 Jobs nach unten korrigiert wurden, bestärkt die Enttäuschung noch. Mit dieser Entwicklung am Arbeitsmarkt entstehen wieder Zweifel an der Nachhaltigkeit des Konsumbooms, den die USA seit Monaten erleben, und die Kraft des Aufschwungs wird hinterfragt. Vor allem scheinen die zuletzt in die Kurse am Geld- und Kapitalmarkt eingepreisten Zinssteigerungserwartungen als übertrieben. Die Zinsen für kurz- und langfristige Anleihen sind daher heute auch gefallen. Damit setzt sich die Stimmungsbesserung am Zinsmarkt der letzten zwei Wochen fort. In Europa bleibt das Konjunkturbild eingetrübt und angesichts der schwachen Binnennachfrage weiterhin vom Exportausblick bestimmt. Die EZB hat am Donnerstag ihre Leitzinsen bei 2,0% stabil belassen, und wir erwarten auch für die nächsten zwei Monate hier keine Änderung. Damit bleiben die Rahmenbedingungen für Immobilienkäufer und Umschulder gut: Niedrige Zinsen machen die Vergleichsrechnung Miete/Kauf attraktiv.

Finanzierungskunden, die wie wir für die nächsten Jahre in Europa auf schwaches Wachstum und damit weiterhin niedrige Geldmarktzinsen setzen, können mit dem FlexPlus-Darlehen, das an den 6-Monats-EURIBOR-Satz gekoppelt ist, ihre monatliche Belastung besonders niedrig halten. Der aktuelle Zinssatz liegt bei 2,94%, und es besteht jeweils zum Zinsanpassungstermin die Möglichkeit, das Darlehen teilweise oder komplett zu tilgen. Eine Zinsobergrenze, die für die nächsten zehn Jahre bei 6,50% liegt, bietet zusätzliche Sicherheit. Für sicherheitsorientierte Käufer bleiben aus historischer Sicht 15-jährige Darlehen bei Niveaus unter 5% sehr attraktiv - vor allem wenn man bedenkt, dass nach zehn Jahren ein gesetzliches Kündigungsrecht besteht, das dann für Optimierungszwecke eingesetzt werden kann. Für Darlehensnehmer, die ihre monatliche Darlehensrate für den Fall des Verlustes des Arbeitsplatzes und gegen Arbeitsunfähigkeit absichern wollen, gibt es mit der Interhyp-Darlehensabsicherung eine maßgeschneiderte Produktlösung, die es erlaubt, schon für sehr geringe monatliche Beträge die Familie abzusichern.

Die Bestsätze für Annuitätendarlehen für 5 Jahre liegen derzeit bei 3,93%, für 10 Jahre bei 4,62%, für 15 Jahre bei 4,94%, für 20 Jahre bei 5,21% und für 29 Jahre bei 5,51% effektiv.


Tendenz:
- kurzfristig: abwärts
- mittelfristig: seitwärts


* Robert Haselsteiner ist Gründer und Vorstand der Interhyp AG. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Investment Banking - unter anderem im Fixed Income Bereich - bei Salomon Brothers und Goldman Sachs.


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