Ziegelindustrie votiert für Eigenheimzulage

Allen politischen Argumenten zum Trotz: „Die Eigenheimzulage stellt keine krasse Fehlinvestition dar, sondern richtig angewendetes Geld, das viele Arbeitsplätze schafft, erhält und in die Zukunft wirkt“. Dieses klare Votum pro Eigenheimzulage kommt vom Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie e.V., Bonn, Helmut JacobiAllen politischen Argumenten zum Trotz: „Die Eigenheimzulage stellt keine krasse Fehlinvestition dar, sondern richtig angewendetes Geld, das viele Arbeitsplätze schafft, erhält und in die Zukunft wirkt“. Dieses klare Votum pro Eigenheimzulage kommt vom Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie e.V., Bonn, Helmut Jacobi. Nach seiner Meinung würden durch eine ersatzlose Streichung ein weiteres Wegbrechen des Wohnungsbaus und damit auch das letzte einigermaßen stabile Standbein der Bauwirtschaft entfallen sowie erneut Tausende Arbeitsplätze verloren gehen. Zudem sei es nicht zu akzeptieren, dass das langjährig erfolgreiche Förderinstrument zum Gegenstand haushaltspolitischer Verschiebespiele gemacht werde. „Mehr Forschung und Bildung zu Lasten der Eigenheimzulage zu erreichen, sieht die Branche als in hohem Maße kontraproduktiv an. Selbst Finanzminister Eichel profitiert von der Förderung. Denn der mit der Eigenheimzulage erzielte Investitionseffekt – durch Umsatz-, Lohn- und Gewerbesteuer bei jedem Neubau – fließt dem Staat quasi sofort wieder zu“, betont Jacobi.

Als „folgenschwer“ bezeichnete er die Negativ-Einschätzung potentieller Bauherren-Familien quer durch Deutschland: „Ohne finanzielle Förderung rückt unser Traum vom eigenen Haus in weite Ferne.“ „Stünde diesen Bauinteressierten die staatliche Unterstützung weiterhin zur Verfügung“, so Jacobi, „käme die Bauwirtschaft endlich wieder aus der Talsohle heraus und könnte einen positiven Beitrag zum dringend benötigten Wirtschaftswachstum in Deutschland leisten.“

Nicht nur die betroffene Industrie, auch über 90 % der Bevölkerung verurteilt die geplante Abschaffung der Eigenheimzulage. Dies belegt schwarz auf weiß das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest. Demnach halten “93 % der Befragten die Eigenheimzulage für ein wichtiges, sehr wichtiges und sogar äußerst wichtiges Instrument, damit Durchschnittsfamilien den Erwerb von Wohneigentum finanzieren können“. Klarste Zustimmung erfährt die Eigenheimzulage von jungen Familien mit Kindern. Hier wird deutlich, so auch LBS Research, dass es familien- und sozialpolitisch widersinnig ist, die Förderung der Wohneigentumsbildung einerseits und Forschungs- sowie Bildungsinvestitionen andererseits gegeneinander auszuspielen. „Die Perspektiven von Familien mit Kindern verbessert man nicht, indem man die Unterstützung bei der wichtigsten Investition fürs Leben, der Schaffung von Wohneigentum, entzieht.“

Als „verheerend“ auch für die Ziegelindustrie bezeichnet Hauptgeschäftsführer Martin Roth die Auswirkungen einer Abschaffung der Eigenheimzulage. Konnte die Branche, deren Domäne seit jeher der Ein- und Zweifamilienhausbau ist, in 2003 aufgrund des Vorzieheffektes bei den Bauherren „ein kleines Zwischenhoch in Produktion und Absatz verzeichnen, so ist dieses Strohfeuer bereits wieder verpufft“. Potentiellen Bauinteressierten riet er dringend, die derzeit immer noch günstigen Bedingungen - wie niedrige Kreditzinsen und reduzierte Baukosten – zur Umsetzung der Baupläne zu nutzen.

Optimale Voraussetzungen zur Verwirklichung des Traumhauses bietet nach Aussagen Roths auch das natürliche Baumaterial Ziegel. Als bewährter, zugleich hochmoderner Baustoff gewährleistet er schadensfreies und umweltverträgliches Bauen und höchsten Wärmeschutz. Das wird bereits durch ein 36,5 cm dickes einschaliges Ziegelmauerwerk ohne zusätzliche Außendämmung erreicht. Zudem ermöglicht der Ziegel rationelles und damit kosten- sowie flächensparendes Bauen und bietet eine fast unbegrenzte Lebensdauer. Ein- und zweischalige Ziegelwandkonstruktionen, so die Ziegelindustrie, „zählen nachweisbar zu den sichersten und dauerhaft wirtschaftlichsten Wandaufbauten und sind von heutigen Baustellen nicht mehr wegzudenken.“

Info: Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e.V., Schaumburg-Lippe-Str. 4
53113 Bonn, Tel.: 0228-91 49 30, Fax: 0228-9 14 93 28, e-mail: info@ziegel.de,
Internet: www.ziegel.de

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