Baugeld: Weiterer Zinsanstieg?Von Robert Haselsteiner

Die Zinsentwicklung an den Anleihemärkten war in den vergangenen Tagen von Stabilität geprägt. In den USA hat der neue Notenbank-Chef Ben Bernanke in seiner ersten Grundsatzrede eine weiterhin robuste Konjunkturentwicklung angekündigt. Gleichzeitig warnte er aber auch vor Inflationstendenzen und der Überhitzung des Immobilienmarktes. Für die Marktteilnehmer bestätigten diese Aussagen die bereits antizipierte Wahrscheinlichkeit von ein bis zwei weiteren Leitzinserhöhungen in den nächsten MonatenDie Zinsentwicklung an den Anleihemärkten war in den vergangenen Tagen von Stabilität geprägt. In den USA hat der neue Notenbank-Chef Ben Bernanke in seiner ersten Grundsatzrede eine weiterhin robuste Konjunkturentwicklung angekündigt. Gleichzeitig warnte er aber auch vor Inflationstendenzen und der Überhitzung des Immobilienmarktes. Für die Marktteilnehmer bestätigten diese Aussagen die bereits antizipierte Wahrscheinlichkeit von ein bis zwei weiteren Leitzinserhöhungen in den nächsten Monaten. Die Märkte werden weiter auf die tatsächliche Inflationsentwicklung achten. Die am Freitag veröffentlichten Produzentenpreise, die stärker als erwartet angestiegen sind, erhöhen bei den Investoren die Nervosität - vor allem bei jenen, die langlaufende Anleihen halten. Interhyp erwartet daher für die nächsten Wochen einen Anstieg der Risikoprämie für lange Anleihen und damit höhere Renditen. Dies wird auch bei den Eurozinsen seine Spuren hinterlassen und damit das Baugeld verteuern. Die Konjunkturentwicklung in Euroland bleibt zwar weiter unter den Erwartungen, der dominante US-Markt wird allerdings die Richtung vorgeben. Von der Europäischen Zentralbank erwarten wir bei den Leitzinsen noch im März einen weiteren Zinsschritt um 0,25% auf 2,50%. Diese Erhöhung ist allerdings in den aktuellen kurzfristigen Zinsen schon eingepreist. Für die nächsten Wochen rechnen wir mit einem Anstieg von rund 20 Renditestellen bei den Baugeldzinsen.

Auch wenn sich das Baugeld in den vergangenen Wochen verteuert hat und weitere Zinsanstiege wahrscheinlich sind: Für Immobilienkäufer, Häuslebauer und Umschulder bleibt das Umfeld attraktiv. Wer sich heute 1.000 Euro Miete leisten kann, kann damit einen Kredit über rund 250.000 Euro bedienen und damit Immobilieneigentum schaffen. Umschulder, deren Zinsbindung jetzt nach fünf oder zehn Jahren ausläuft, können bei ihrer Anschlussfinanzierung mehrere Prozent und damit mehrere Tausend Euro sparen. Denn: Im historischen Vergleich bleibt Baugeld sehr günstig. Deshalb sollten anstehende Investitionen oder Umschuldungen nicht wegen einer Spekulation auf einen Zinsrutsch aufgeschoben werden. Vielmehr sollte das jetzige Zinsniveau fixiert und durch lange Zinsbindungen für viele Jahre gesichert werden. Egal ob es sich um ein Erstdarlehen handelt oder um eine Anschlussfinanzierung: Darlehensnehmer sollten auf jeden Fall die Konditionen vergleichen. Die Unterschiede zwischen den Bankofferten sind immens. Unabhängige Baugeldvermittler wie Interhyp helfen, für jeden das passende Darlehen und den optimalen Zins ausfindig zu machen. Die Auswahl ist groß und eröffnet individuelle Finanzierungslösungen. Volltilgerdarlehen eignen sich für Darlehensnehmer, die zügig schuldenfrei werden möchten und eine Anschlussfinanzierung vermeiden möchten. Variable Darlehen sind für Darlehensnehmer mit hohen variablen Gehaltsanteilen besonders geeignet. Junge Käufer können mit Vollfinanzierungen den Einsatz von Eigenkapital umgehen und frühzeitig in den Immobilienerwerb einsteigen. Klassische Annuitätendarlehen bleiben weiterhin gefragt. Diese sollten jedoch durch richtige Tilgungshöhe und Zinsbindung individuell an die Bedürfnisse eines Darlehensnehmers angepasst werden.

Die Bestsätze für Annuitätendarlehen für 5 Jahre liegen derzeit bei 3,47%, für 10 Jahre bei 3,77%, für 15 Jahre bei 4,00%, für 20 Jahre bei 4,05% effektiv.

Tendenz:
- kurzfristig: aufwärts
- mittelfristig: aufwärts


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