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Stimmungsindex Baufinanzierung:Immobilien-Euphorie schwächt sich ab

Mehr als jeder zweite Deutsche sieht dennoch einen guten Zeitpunkt für eine günstige Baufinanzierung Das jüngste Stimmungshoch der Deutschen beim Thema Immobilie legt eine Pause ein. Das zeigt der Stimmungsindex Baufinanzierung, der auf regelmäßigen repräsentativen Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der comdirect bank beruht. Mit 106,7 Punkten liegt der Index im März weiter auf hohem Niveau, bleibt aber hinter den Werten von Januar 2012 (111,1 Punkte) und November 2011, als er mit 112,8 Punkten seinen Höchststand erreicht hatte, zurück. Zwar sieht nach wie vor mehr als jeder Zweite (52 Prozent) einen guten Zeitpunkt für eine günstige Baufinanzierung (Januar: 57 Prozent). Allerdings sind sich mit 39 Prozent weniger Menschen als zuvor sicher, die Finanzierung einer Immobilie auch finanziell schultern zu können. Seit der Erhebung im November 2011 (46 Prozent) ist dieser Wert zum zweiten Mal in Folge gefallen (Januar: 42 Prozent).

Männer (44 Prozent) trauen sich die Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung nach wie vor deutlich eher zu als Frauen (35 Prozent). Gleichzeitig schätzen aktuell rund drei von fünf Männern (59 Prozent) die Rahmenbedingungen für den Kauf einer Immobilie als vorteilhaft ein. Bei den Frauen beträgt der Wert 46 Prozent.

„Der Erwerb einer Immobilie ist derzeit für viele Deutsche zu recht eine interessante Option – sei es zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage“, sagt Tobias Lücke, Leiter Baufinanzierung bei der comdirect bank. „Baugeld ist besonders günstig, die Preise in Deutschland sind weitgehend stabil, gleichzeitig ziehen die Mieten mancherorts an –  drei gute Gründe, über ein eigenes Haus oder eine Wohnung nachzudenken. Dafür spricht auch, dass Bauherren und Immobilienkäufer in die eigene finanzielle Vorsorge investieren und nicht den Ruhestand ihres Vermieters subventionieren.“
 
Weitere Umfrageergebnisse: Für 60 Prozent der Deutschen sind Hypothekendarlehen gegenwärtig das bevorzugte Finanzierungsinstrument. Einen Bausparvertrag würden 52 Prozent der Menschen bei der Finanzierung einsetzen, auf eigene Ersparnisse wollen 46 Prozent zurückgreifen. Die Verwendung öffentlicher Fördermittel ziehen insgesamt 33 Prozent der Bundesbürger in Betracht (Mehrfachnennungen möglich). 

- //www.baumagazin.de/4766