Thema Immobilienfinanzierung:Das Basic-Know-how

Einerseits ist der Wunsch nach dem eigenen Haus oder der eigenen Wohnung der Deutschen liebstes Kind, andererseits scheuen viele vor der Entscheidung für eine eigene Immobilie zurück, weil sie die Komplexität der Thematik häufig abschreckt. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich ein Bild über die Möglichkeiten zu machen – man muss nur den ersten Schritt wagen. Der beginnt in der Regel damit, dass man sich einen Überblick über die Finanzierungsoptionen für eine Immobilie macht. Wir schildern Ihnen hier drei populäre Möglichkeiten im Überblick:"Wohn-Riester": Privatrente als Eigenkapital

Wer Riester-förderfähig ist oder bereits „riestert“, kann diese Privatrente zur Finanzierung einer Immobilie mit nutzen. Dabei ist es möglich, bis zu 75 Prozent – alternativ auch 100 Prozent – aus dem Riester-Vertrag zu entnehmen, um damit sein Eigenkapital zu erhöhen. Dabei muss der entnommene Betrag nicht wieder in den Riester-Vertrag zurückgezahlt werden. Auch kann man zertifizierte, steuerlich geförderte Bauspar- beziehungsweise Darlehensverträge abschließen: Wenn vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in eine dieser Vertragsarten eingezahlt oder getilgt werden, erhält man vom Staat mindestens 154 Euro Zulage jährlich. Die Beiträge machen sich steuermindernd bemerkbar.


Das Wohneigentumsprogramm der KfW: facettenreiches Förderprogramm

Wer sein Eigenheim plant, sollte unbedingt mal im Netz bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Station machen. Die KfW hält für Bauherrn ein umfangreiches Förderangebot bereit. Das Wohneigentumsprogramm der Kreditanstalt paart günstige Darlehen von Privatbanken mit hauseigenen Fördermitteln, zum Beispiel für ökologisches Bauen.


Klassisches Finanzierungsmittel: Der Bausparvertrag

Wer einen Bausparvertrag abschließt, sichert sich bei Darlehen günstige Konditionen. Das Prinzip: In der Ansparphase zahlt man Beiträge ein, bis ein Mindestguthaben erreicht wird. Dabei kann man die Beträge flexibel erhöhen oder reduzieren, je nachdem, wieviel man gerade entbehren kann. Ist die Summe des Mindestguthabens früher oder später angespart, kann man selbst entscheiden, wann Eigenkapital und Darlehen bereitgestellt werden sollen. Letzteres wird in Höhe der Differenz zur Bausparsumme ausgezahlt. Während des Tilgungszeitraums wird das Darlehen zurückgezahlt, wobei jederzeit Sondertilgungen möglich sind. Bausparverträge werden auch vom Staat gefördert: Ledige mit einem Einkommen bis zu 25.600 Euro p.a. oder Paare mit einem gemeinsamen Einkommen bis zu 51.200 Euro p.a. erhalten eine jährliche Wohnungsbauprämienförderung von 8,8 Prozent - bis zu einem Gesamtbetrag von 512 beziehungsweise 1.024 Euro.

Wenn man sich eingehender zum Thema Immobilienfinanzierung informieren will, kann man einen Fachberater zu Rate ziehen, zum Beispiel von einem Finanzdienstleister wie Swiss Life oder den Banken und Sparkassen.

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