Insolvenz von BauunternehmenGarantierte Sicherheitspakete nehmen drohender Insolvenz den Schrecken

Das ist der Albtraum für jeden Bauherren. Auf der Baustelle kommen die Arbeiten ins Stocken oder werden ganz eingestellt - der Bauunternehmer hat Insolvenz angemeldet. Nicht selten bedeutet dies für den Bauherren einen großen finanziellen Verlust, im schlimmsten Fall sogar den Ruin. Darüber hinaus kann eine Insolvenz auch den Verlust von Gewährleistungsansprüchen bedeuten.Bauherren sollten deswegen nicht nur bei den ersten Anzeichen während der Bauphase hellhörig werden, sondern bereits vor Abschluss des Vertrages, rät Florian Haas, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. mit Sitz in München. Hier kann ein erster Check auf www.insolvenzbekanntmachungen.de wichtige Informationen über bereits gestellte Insolvenzanträge eingeholt werden. Dass die Angst vor einer Insolvenz des Bauunternehmens durchaus berechtigt ist, zeigt nicht zuletzt auch die aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Juli dieses Jahres. Der Statistik nach wurden insgesamt 345 Insolvenzverfahren innerhalb des deutschen Baugewerbes eröffnet. Das bedeutet immerhin ein Plus von 17,9 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Aktuellster Fall - und noch nicht in der offiziellen Statistik berücksichtigt - ist das Anfang November 2012 eingeleitete Insolvenzverfahren gegen einen der großen Deutschen Massivhaus-Hersteller, die IBG-Haus GmbH mit Sitz im norddeutschen Büdelsdorf. Von dieser Insolvenz sind 670 Bauherren-Familien betroffen, auf deren Baustellen nun erst einmal traurige Ruhe eingekehrt ist. Meist wurden bereits hohe Abschlagszahlungen geleistet. Wie hoch der finanzielle Schaden für die Bauherren letztendlich sein wird, bleibt abzuwarten. Mehr als 1.000 IBG-Bauverträge befanden sich zudem in der Planung und können nun ebenfalls nicht zu Ende geführt werden. Die Bauarbeiten stocken, Unsicherheit und Angst macht sich breit. „Leider nicht zu Unrecht", so Florian Haas von der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V. (München). Viele Bauherren machen sich zu Beginn des Hausbaus nur wenig Gedanken, welche Sicherheits-Garantien das Bauunternehmen zu bieten hat.

"Auf der sicheren Seite befinden sich Bauherren, die sich einem Bauunternehmen anvertrauen, das entsprechende Garantien im Bauvertrag schriftlich fixiert. Derartige Versicherungsleistungen können sowohl feste Finanzierungssummen wie auch Vertragserfüllungssicherheit garantieren und geben dem Bauherren das gute Gefühl, nicht auf Sand zu bauen“, so Haas. Eine ausführliche Liste der wichtigsten Sicherheitsleistungen sowie eine vergleichende Studie der wichtigsten Deutschen Fertig- und Massivhaushersteller ist auf der Homepage der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende einzusehen.

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