Das 1x1 des Energiesparens

Ökologisch bauen und Heizkosten reduzieren: Im energieeffizienten Bauen schlummert enormes Potenzial. Allein im Jahr 2005 sind die Preise für Heizöl in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent gestiegen und haben das Thema Energiesparen zentral ins Blickfeld von Mietern und Bauherren gerückt. Da auch in Zukunft die Kosten wohl nicht sinken werden, beschäftigen sich künftige Bauherren heute ebenso ausführlich mit energiesparenden Bauweisen und intelligenten Hauskonzepten wie mit dem Grundriss ihres neuen ZuhausesIm energieeffizienten Bauen schlummert enormes Potenzial. Allein im Jahr 2005 sind die Preise für Heizöl in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent gestiegen und haben das Thema Energiesparen zentral ins Blickfeld von Mietern und Bauherren gerückt. Da auch in Zukunft die Kosten wohl nicht sinken werden, beschäftigen sich künftige Bauherren heute ebenso ausführlich mit energiesparenden Bauweisen und intelligenten Hauskonzepten wie mit dem Grundriss ihres neuen Zuhauses. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme, bei der unter anderem Architekten, Bauträger und Wissenschaftler zu ihren Einschätzungen für die Zukunft des energieeffizienten Bauens befragt wurden, bestätigt den Trend zu energiesparendem Wohnen: Demnach wird im Jahr 2010 nahezu jedes fünfte neu gebaute Haus in Passivhaus-Bauweise und zusätzlich jedes dritte Haus in Niedrigstenergie-Bauweise entstehen. Viele der Umfrageteilnehmer waren sogar der Meinung, dass es heute eigentlich keinen ersichtlichen Grund mehr gebe, mit einem schlechteren Energiestandard zu bauen.

Zu dieser optimistischen Einschätzung tragen nicht zuletzt Entwicklungen bei, die das energetisch sinnvolle Bauen längst auf ein neues Niveau gehoben haben und zudem sehr wirtschaftlich sind. So gehört das Niedrigenergiehaus mittlerweile zum Standard und spart bis zu 80 Prozent Heizenergie ein und selbst Null-Heizenergiehäuser sind heutzutage kein Problem mehr.

Intelligente Konzepte
Eine besonders rasante Entwicklung haben dabei Fertigbauhersteller wie WeberHaus genommen. Bereits 1990 entschied sich die Firma als eine der ersten dazu, ausschließlich Niedrigenergiehäuser zu bauen. Unterstützt vom Bundesforschungsministerium und unter wissenschaftlicher Leitung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik rief WeberHaus dann vor nunmehr zehn Jahren das Projekt „Weber 2001 – Konzeption und Errichtung zukunftsorientierter Wohngebäude“ ins Leben. Bereits 1996 wurde das erste Haus nach dem innovativen Konzept dieses Projekts errichtet. Werden alle Möglichkeiten zum Energiesparen konsequent genutzt, kommt das Haus ohne zusätzliche Heizenergie aus. Aber auch, wenn das Energiespar-Potenzial nicht voll ausgeschöpft wird, gelten die Häuser der Baureihe Övolution als Niedrigstenergie-Häuser. Sie verbrauchen pro Quadratmeter und Jahr drei Liter Heizöl beziehungsweise drei Kubikmeter Gas und schonen so langfristig den Geldbeutel der Bauherren. Die bewährte vorgefertigte Holzrahmenbauweise und die modulare Konzeption von WeberHaus Övolution machen energiesparendes Bauen dabei erschwinglich. Ganz nebenbei kommt diese Bauweise auch der Umwelt zugute, denn es werden nur ökologische Baustoffe – vor allem Holz – verwendet und knappe Ressourcen wie Wasser und fossile Brennstoffe geschont.

Die Energie der Sonne nutzen
Ein Geheimnis von Övolution liegt in der umfassenden Nutzung der kostenlosen Sonnenenergie: Mindestens vier Quadratmeter Solarkollektoren liefern Energie für Warmwasser und Heizung. Ein Saisonspeicher ermöglicht es, die Sonnenenergie des Sommers für den Winter zu nutzen: Über einen Wärmeaustauscher wird die Solarwärme in einen unterirdischen Wassertank geleitet. Im Winter gibt das warme Wasser im Tank Energie ab, die die Warmwasserbereitung und die Heizung unterstützt. Photovoltaikelemente auf dem Dach wandeln die Energie der Sonne mittels Solarzellen in elektrischen Strom um, der dann ins Stromnetz des Hauses eingespeist wird. An sonnigen Tagen produzieren die Anlagen oft mehr Strom als verbraucht wird. Da der überschüssige Strom bisher noch nicht in einem Akku gespeichert werden kann, wird er ins öffentliche Netz eingespeist und bringt den Hausbesitzern bares Geld: Für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde erhalten sie derzeit garantiert 51,8 Cent, da die umweltfreundliche Stromproduktion durch öffentliche Förderprogramme unterstützt wird.
Neben dieser aktiven Nutzung der Sonnenenergie trägt auch die Ausrichtung der Gebäude auf dem Grundstück zum Energiesparen bei. Großflächige, nach Süden gerichtete Fenster sorgen dafür, dass die Räume besonders hell sind und durch die energiereichen Sonnenstrahlen erwärmt werden. Im Sommer halten Rollläden, Jalousien und Markisen die Wohnräume trotz der großzügigen Fensterflächen angenehm kühl. Die weitgehend geschlossene Fassade der Nordseite hingegen minimiert Energieverluste.

Innovativer Wandaufbau
Die Wände eines WeberHauses werden in bewährter Holztafelbauweise gebaut. Die neu entwickelte Außenwand ÖvoNatur sorgt durch eine 100 Millimeter dicke, umweltverträgliche Holzfaserdämmplatte für ausgezeichnete Dämm- und Schallschutzwerte. Durch ihren speziellen Aufbau hat die neue Außenwand einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,159 W/m²K und ist damit deutlich besser isoliert, als die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert. Durch den natürlichen Werkstoff Holz bietet die aus insgesamt neun Komponenten bestehende Wand ÖvoNatur optimalen Wärmeschutz im Winter sowie Hitzeschutz im Sommer. Sie sorgt zudem durch die natürliche Regulation der Luftfeuchtigkeit für ein wohngesundes Innenraumklima und trägt so zum Wohlbefinden der Bewohner bei.

Luft und Wasser
Die richtige Wohnraumtemperatur und überlegtes Lüften sind für energiesparendes Wohnen fast ebenso wichtig wie eine gute Wärmedämmung. Die kontrollierte Be- und Entlüftung über eine Lüftungsheizung sorgt automatisch für einen regelmäßigen Luftaustausch. Über eine zentrale Abluftanlage wird die einströmende frische Luft nicht nur gereinigt, sondern auch vorgewärmt. Die dazu benötigte Energie wird über einen Wärmeaustauscher der ausströmenden Raumluft entzogen. So wird alle zwei Stunden die Luft in einem Einfamilienhaus komplett ausgetauscht. Genügt die durch den Wärmeaustauscher zurück gewonnene Energie nicht aus, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, schaltet sich die Heizung zu. Über sie kann die Raumtemperatur für jedes Zimmer individuell geregelt werden.

Auch eine intelligente Haustechnik erleichtert das Energiesparen. Sie sorgt beispielsweise dafür, dass bei geöffneten Fenstern die Heizung automatisch abgeschaltet wird. Im Sommer helfen zentral gesteuerte Beschattungsanlagen wie Rollläden oder Markisen, die Räume kühl zu halten – ganz ohne Klimaanlage.

Neben der Energie verursacht der heute recht hohe Wasserverbrauch von täglich 140 Liter pro Person auf das Jahr betrachtet beachtliche Kosten. Für die meisten Anwendungen im Haushalt wird Trinkwasser eingesetzt, obwohl nicht überall so reines Wasser benötigt wird. Hier bieten sich Sparpotenziale, die in der Baureihe Övolution konsequent genutzt werden: Über eine Regenwassernutzungsanlage wird kostenloses Regenwasser als Brauchwasser für die Toilettenspülung, die Waschmaschine oder auch zur Bewässerung im Garten eingesetzt.

Wärme aus der Erde
Seit der Entwicklung von WeberHaus Övolution wurden neue Energiequellen zur Nutzung in privaten Haushalten erschlossen. Eine solche Alternative, die WeberHaus als Technikpaket Geothermie allen Kunden anbietet, ist Erdwärme. Sie heizt unabhängig von Heizöl oder Gas, indem sie die natürliche Wärme der Erde über eine Wärmepumpe für die Heizung nutzbar macht. Dazu werden Sonden in 30 bis 90 Metern Tiefe in die Erde gesetzt. Die natürliche Wärme der Erde erhitzt das flüssige Kältemittel im Inneren der Sonden und lässt es verdampfen. Das entstandene Gas wird durch einen Kompressor verdichtet, erwärmt sich und wird dann über einen so genannten Wärmetauscher erneut verflüssigt. Dabei gibt es Wärme ab, die für die Heizung und zur Warmwasserbereitung genutzt werden kann. Drei Viertel der zum Heizen erforderlichen Energie erhält die Anlage aus der Erde. Das restliche Viertel – zum Antrieb der Wärmepumpe – stammt als Strom aus dem öffentlichen Netz. Am besten wird die Erdwärmenutzung mit einer Fußbodenheizung kombiniert, da hierbei der gesamte Boden als Heizkörper dient. Dadurch werden die Räume auch bei vergleichsweise niedriger Heizwassertemperatur angenehm warm. Der Einsatz der modernen Heiztechnik zahlt sich für die Hausherren durch eine Halbierung der Heizkosten aus. Darüber hinaus schont Erdwärme die Umwelt, da der Kohlendioxidausstoß rund 30 Prozent geringer ist als bei herkömmlichen Heizungen.

Die Zukunft des Bauens
Mit den Niedrigstenergie- und Nullenergie-Häusern der Baureihe Övolution hat WeberHaus zukunftsweisende Hauskonzepte realisiert und zur Serienreife geführt. Werden alle Energieeinspar-Potenziale konsequent genutzt, kann sich ein Haus schon heute komplett selbst mit Energie versorgen. Konsequent weiter gedacht ist somit ein Haus, das sich nicht nur selbst mit Energie versorgt, sondern einen Energieüberschuss erwirtschaftet, der nächste Schritt bei der Entwicklung zukunftsweisender Wohnformen. Mit dem PlusEnergie-Konzept baut WeberHaus seit April 2006 genau dieses Haus, das mehr Energie produziert als es verbraucht – und unterstreicht erneut seine Vorrreiter-Rolle in der Konzeption und Errichtung zukunftsorientierter Wohngebäude.

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