Plus-Energie-HäuserEnergie-Produktion mit dem Eigenheim

Im Jahr 2006 stellte der Fertighaus-Hersteller WeberHaus das erste deutsche Energie-Plus-Haus fertig - ein Haus, dass dank sparsamsten Energieverbrauch und gleichzeitiger Gewinnung erneuerbare Energien eine positive Energiebilanz aufweist.Seither haben diverse Hersteller nachgezogen und Plus-Energie-Häuser in ihr Programm aufgenommen, die Niedrig-Energie oder Passiv-Häuser alt aussehen lassen. Denn während die immer noch Energiekosten verursachen, kann mit Energie-Plus-Häusern dank des produzierten Energieüberschusses heute schon Geld verdient werden. Auf Komfort muss dafür nicht verzichtet werden: Alle Energie-Plus-Häuser setzen auf eine gut gedichtete Gebäudehülle, 3-fach verglaste Fenster, energieeffiziente Haustechnik, z.B. Beleuchtung mit LED-Lampen, Lüftungsanlagen die energiesparende Frischluftzufuhr ermöglichen in Kombination mit Solaranlagen, Pufferspeicher und gegebenenfalls weitere erneuerbare Energielieferanten, etwa Holzpellets. Um die Häuser tatsächlich auch als "Öko-Häuser" verkaufen zu können, achten viele Hersteller auch auf ökologisch - und gesundheitlich - verträgliche Baumaterialien.
Zwar müssen Plus-Energie-Hausbauer mit deutlich höheren Baukosten rechnen - die GfG Hoch-Tief-Bau GmbH etwa rechnet bei ihrem aktuellen Energie-Plus-Bauvorhaben in Schleswig-Holstein mit Kosten von rund 1200 Euro pro Quadratmeter + 50.000 Euro für Haus-Technik und Dämmung. Doch bei steigenden Energiekosten kann sich der Mehraufwand auf lange Sicht durchaus auszahlen. Immerhin fallen nicht nur überhaupt keine  Heiz- und Stromkosten mehr an, sondern der produzierte Energieüberschuss kann gewinnbringend in die Netze eingespeist werden. Und Förderung gibt es auch noch: Die KfW beteiligt sich derzeit mit einem Zuschuss von 5000 Euro und günstigen Krediten am Bau eines Energie-Plus-Hauses.

Autor: jn - //www.baumagazin.de/4669