Minihaus: Ist weniger mehr?

[ANZEIGE] Minihäuser sind das Paradebeispiel für „weniger ist mehr“. Der Wohnraum ist zwar gering, jedoch kann aufgrund des Baukastenprinzips das Haus so gestaltet werden, wie es für die eigenen Zwecke gewünscht ist. Innerhalb der Raumaufteilung und ähnliches muss kaum ein Kompromiss eingegangen werden.
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In Deutschland könnten Minihäuser weiterhin an Beliebtheit gewinnen und dies nicht allein aufgrund dieser Tatsache, sondern auch weil die Menschen hierzulande auf einen immer enger werdenden Raum zusammenleben. Bis Ende 2019 war eine Wohnung im Durchschnitt noch 91,9 Quadratmeter groß (Pro Kopf: 47 Quadratmeter). Dieser Platzbedarf weicht nicht mehr so stark von den kleinen Häusern ab, denn ein typisches Minihaus umfasst etwa 37 Quadratmeter.

Kann ein Minihaus selbst gebaut werden?

Wenn sich für das Minihaus nach Bauanleitung entschieden wird, dann sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Anleitung in der richtigen Sprache vorliegt. Die meisten Baupläne aus dem Internet sind nämlich in der Regel nur auf Englisch verfügbar, denn der Trend ist in den USA entstanden und dort herrscht ein regelrechter Boom hiernach.

Zusätzlich sollte beim Kauf darauf geachtet werden, ob auch der Rohbau berücksichtigt wird oder nur der Innenausbau. Eine vollständige Anleitung umfasst außerdem Material- und Werkzeugliste. Spezielle Utensilien wie eine Aufspannplatte oder eine Karusselldrehmaschine werden häufig auch benötigt. So kommt nämlich die höchste Präzision im Formenbau zustande.

Wenn jedoch das IKEA-Prinzip bevorzugt wird, dann gibt es auch das Minihaus aus dem Baukastenprinzip, dabei werden alle Baumaterialien geliefert. Der Aufbau erfolgt anschließend lediglich über einen Hammer. Diese Art wird auch in Deutschland immer häufiger angeboten.

Fertiges Minihaus kaufen – gibt es dafür Anbieter?

Bei Häusern gibt es kaum eine Grenze und insbesondere in den Minihäusern ist beinahe alles möglich. Die Ideen für ein Minihaus sind nämlich vielfältig und richten sich teilweise auch nach den finanziellen Möglichkeiten des potenziellen Bewohners. Dies Wissen auch die Anbieter von fertigen Minihäusern und bieten daher ein breites Sortiment an mit den unterschiedlichsten Ausstattungen und Formen.

So gibt es beispielsweise die Cubig Minihäuser, welche auch in Form von Modulkombinationen angeboten werden. Die kleinste Variante misst in etwa 5,07 x 4,12 Meter – somit ist es weniger als Wohnhaus geeignet, sondern eher als Homeoffice oder aber auch als Gästehaus. Hier kann nämlich trotz der geringen Wohnfläche maximaler Wohnkomfort erwartet werden, wie zum Beispiel ein gesundes Raumklima durch entsprechende Anlagen oder Fußbodenheizung.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein LegnoCube, welcher je nach Modell auch über eine Terrasse verfügen kann. Die Vorteile bei modularen Bauweisen, wie in diesem Fall, ist die Energieeffizienz und das Preis-Leistungsverhältnis. Die Zielgruppe dabei ist klar, es geht hier um Personen, welche nicht selbst ein Haus entwerfen möchten und daher Geld sparen wollen. Dafür sind Baukastensysteme wie dieses ideal.

Grundstücke kaufen oder pachten

Wenn das Minihaus dauerhaft aufgestellt werden soll, dann sollte abgeklärt werden, welche Anschlüsse benötigt werden, dies wird wahrscheinlich Strom, Telefon/Internet, Wasser und Abwasser sein. Hierzu besteht auch die Möglichkeit, dass das Minihaus gänzlich autark betrieben wird, dafür gibt es die Solarthermie mit Speicher oder die Photovoltaik-Anlage. Sollte der Verbrauch zu sehr ansteigen, könnte das Haus im Notfall auch mit dem Strom aus einem Elektroauto versorgt werden.

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