Ein Traum wird wahrMehrgenerationenhaus mit Café und eigener Backstube

Es ist ein sonniger Sonntagmorgen mitten im Juli. Obwohl die Uhr gerade erst 8 zeigt, herrscht im Keller des Lillehus Cafés, welches von WeberHaus geplant und gebaut wurde, bereits seit einigen Stunden rege Betriebsamkeit. In der großen Backstube wird fleißig gerührt, geknetet und ausgerollt. „Freitag, Samstag und Sonntag starte ich um 5 Uhr mit den Frühstücksbrötchen. Unsere Aushilfe bereitet derweil die Kuchen vor“, erzählt Ute Kinn, die zusammen mit ihrem Mann Theodor das Lillehus in Ettlingen führt. „Mein Mann hat eine Gluten-Unverträglichkeit. Er fand es total schade, keinen Kuchen essen zu können. Er hat gesagt, wenn er in den Ruhestand geht, will er ein Café mit glutenfreiem Gebäck haben.“Kaum zu glauben, dass die leidenschaftliche Bäckerin unter der Woche einen ganz anderen Job ausübt. „Vor 25 Jahren habe ich mich als Mediatorin selbstständig gemacht. Backen war und ist mein Ausgleich zum anstrengenden Berufsleben“, verrät Ute Kinn und fügt lachend hinzu: „Meine Kinder haben immer gesagt, ‚Mach doch ein Café auf‘.“ Ein Gedanke, der Ute Kinn fortan nicht mehr los ließ: „Ich stamme aus einer Bäcker- bzw. Konditorenfamilie. Bis zum Alter von 20 Jahren habe ich jeden Tag in der Bäckerei geholfen. Das Thema war mir nicht fremd.“

Ein Wink des Schicksals
Gestalt nahm die Idee an, als das Wunschobjekt überraschend zum Verkauf angeboten wurde: „Bei einem Spaziergang im Park haben wir ein altes Haus mit Pizzeria gesehen – die Lage war einfach traumhaft. Mein Mann und ich waren uns einig: Sollte das Haus je verkauft werden, dann schlagen wir zu. 2013 war es endlich soweit“, freut sich Ute Kinn. „Die Stadt hat es zur Auflage gemacht, dass im Erdgeschoss wieder ein Gastronomiebetrieb einziehen muss. Anfangs überlegten wir noch, die untere Etage zu verpachten. Aber je länger wir uns mit dem Gedanken beschäftigten, desto klarer wurde uns, dass wir eigentlich keinen fremden Pächter wollten.“ Der Traum vom eigenen Café rückte damit in greifbare Nähe.

Neubau statt aufwendigen Umbauarbeiten
Mit einem Architekten plante das Paar die Umbauarbeiten. „Das alte Haus war knuffig, wir wollten es eigentlich erhalten. Meine Tochter, die einen Online-Shop für dänische Wohnaccessoires betreibt und mit einziehen sollte, hatte es bereits Lillehus getauft“, berichtet Ute Kinn. Aber manchmal kommt es anders als gedacht. Da den zukünftigen Cafébetreibern die Pläne nicht zusagten, suchten sie den Kontakt zu WeberHaus. Der Fertighaushersteller aus dem baden-württembergischen Rheinau-Linx baut nicht nur individuelle Wohnhäuser, sondern realisiert auch Aufstockungen und Objektbauten. Ob Büroräume, Hotelzimmer, Schulungszentren oder ein Café mit eigener Backstube, wie es sich Familie Kinn wünschte: Die Holzfertigbauweise bietet vielseitige Möglichkeiten. Dank des hohen Vorfertigungsgrads profitieren die Bauherren von kurzen Bauzeiten und planbaren Kosten, was schließlich auch Investitionssicherheit mit sich bringt. Zudem sind die Objektbauten – wie alle Weber-Häuser – energieeffizient und nachhaltig. Nachdem sich der Verbindungsarchitekt von WeberHaus A. Hamid von Berg-Hadjoudi die Situation vor Ort angesehen hat, riet er den Hausbesitzern jedoch von einer Renovierung ab. „Die Kosten wären einfach viel zu hoch gewesen, deshalb haben wir uns für einen Neubau entschieden“, erinnert sich Ute Kinn.

Stilsicher kombiniert
Als die Finanzierung in trockenen Tüchern war, konnte die Familie endlich in die Planungen einsteigen. Ein komfortables Mehrgenerationenhaus mit Büro- und Geschäftsnutzung sollte es werden – „ein Haus mit vielen Funktionen“, wie es Ute Kinn beschreibt. Dreh- und Angelpunkt ist die Backstube im Keller. Hier entstehen Brötchen, Brote und Feingebäck – auf Wunsch glutenfrei, laktosefrei, vegan oder maisfrei. „Die Planung der Backstube war eine Herausforderung für uns, weil wir fachfremd sind. Aber WeberHaus hat sich unglaublich bemüht und die einzelnen Gewerke wie die Klima- und Kältetechnik und den Großküchenausstatter perfekt koordiniert.“

Per Lastaufzug werden die Backwaren in das Erdgeschoss transportiert, wo sich das Café befindet. Über große Fenstertüren wird der gesamte Bereich – von den 80 Sitzplätzen bis hin zur Verkaufstheke – in ein sonniges Ambiente getaucht. Sie bieten gleichzeitig Zugang zur Terrasse, wo sich weitere 150 Sitzplätze befinden. Das Interieur zeigt sich im skandinavischen Landhausstil: gemütlich, hell und offen. Unterstrichen wird das Flair durch die hohen Decken von 3,30 m. Überall finden sich liebevoll arrangierte Dekoobjekte, die eindeutig die Handschrift von Tochter Sarah tragen. Sie hat direkt neben dem Sitzbereich eine eigene Boutique mit dänischen Wohnaccessoires eröffnet. „Es war schon immer ein Traum von uns, ein Café mit einem Geschäft zu kombinieren“, schwärmt Ute Kinn.

Ein Haus für die ganze Familie
Im ersten Obergeschoss haben sich Sarah Kinn und ihr Mann eingerichtet. Sie nennen einen großzügigen, lichtdurchfluteten Wohn-, Ess- und Kochbereich, ein großes Schlafzimmer, ein gemütliches Wellnessbad mit Sauna und ein Kinderzimmer ihr Eigen. Nachwuchs ist bereits unterwegs. Selbstverständlich ist auch hier die Inneneinrichtung im Skandi-Look gestaltet. Besonders schön ist die weiße Landhausküche, die von einem knallroten Kühlschrank akzentuiert wird. Das zweite Obergeschoss ist das Reich von Ute und Theodor Kinn. Alltagsmittelpunkt ist der offene Wohn-, Ess- und Kochbereich, der mehr als die Hälfte der Wohnfläche einnimmt. Helle Holzmöbel, die sich zwischen Nostalgie und Moderne bewegen, sorgen zusammen mit dem Dielenboden und den Kassettentüren für einen gemütlichen Landhaus-Charakter. Wenn es das Wetter zulässt, hält sich das Paar am liebsten im Freien auf: „Wir haben zwei Balkone. Der eine wird von der Morgensonne wach geküsst. Er ist wunderbar zum Frühstücken. Auf dem anderen genießen wir dagegen die Abendsonne“, freut sich Ute Kinn. „Wir haben den Lauf der Sonne perfekt ausgenutzt.“

Auf Energieeffizienz eingestellt
Ein wichtiger Punkt auf der Wunschliste für das Mehrgenerationenhaus war die Energieeffizienz – gerade, was die Kosten des Cafébetriebs angeht. Den Grundstein für einen geringen Energieverbrauch legt die gut gedämmte und rundum dichte Gebäudehülle ÖvoNatur Therm von WeberHaus. Ergänzt wird das Konzept von einer effizienten Heiz- und Haustechnik. „Wir konnten die Photovoltaikanlage vom alten Haus übernehmen“, so Ute Kinn. „Demnächst soll ein Batteriespeicher nachgerüstet werden, sodass wir möglichst viel unseres Solarstroms auch selbst verbrauchen können.“ So lassen sich die Kosten auf einfache Weise reduzieren. Und nebenbei schonen die Haus- und Cafébesitzer auch die Umwelt.

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