"Eingebauter" Schimmelpilz!

Schimmelgefahr lässt sich schon während des Bauens vermeiden - 2003 wurde in Deutschland der Bau von 296 900 Wohnungen genehmigt. Das sind 8,3% oder 22 700 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt). Ein Teil dieser Häuser wird im Frühjahr 2004 realisiert. Aus aktuellem Anlass erinnert der Deutsche Massivhausverband (FQM) an ein Hauptproblem beim Hausbau: Schimmelpilze!2003 wurde in Deutschland der Bau von 296 900 Wohnungen genehmigt. Das sind 8,3% oder 22 700 Baugenehmigungen mehr als im Vorjahr (Statistisches Bundesamt). Ein Teil dieser Häuser wird im Frühjahr 2004 realisiert. Aus aktuellem Anlass erinnert der Deutsche Massivhausverband (FQM) an ein Hauptproblem beim Hausbau: Schimmelpilze!

Laut einer Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind mehr als sieben Millionen deutscher Wohnungen von Schimmelpilz- und Feuchteschäden befallen (Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung/Gesundheitsschutz 8•2003). Das Problem betrifft nicht nur bestehende Wohnungen, sonder auch neu errichtete Häuser. Eine häufige Ursache ist die mangelhafte Abdichtung gegen Bodenfeuchte oder beispielsweise undichte Fenster bzw. ein undichtes Dach. Als Folgen kommt es häufig zu Schimmel als Folge von Wärmebrücken.
Neben den eben beschriebenen äußeren Einflüssen ist besonders eine innere Quelle problematisch: die Luftfeuchtigkeit. Je wärmer die Luft ist, desto mehr Feuchtigkeit kann sie halten. Die Luft sondert die Feuchtigkeit häufig an der kältesten Stelle ab. Daher neigen kalte Stellen - wie die Ecken der Außenwände - schnell zur Feuchtigkeitsaufnahme und damit zur Begünstigung von Schimmel.

Neben Baumängeln ist falsches Lüften die häufigste Ursache für die Entstehung von Schimmelpilz. Ist tagsüber niemand in der Wohnung, reicht es, abends und morgens zu lüften. Ideal ist das sogenannte Stoßlüften, also fünf bis zehn Minuten weit geöffnete Fenster. Günstig ist ein Durchzug mit den gegenüberliegenden Fenstern. Räume mit höherer Feuchte, wie Bad und Küche, sollten unmittelbar nach dem Entstehen von Wasserdampf gelüftet werden. Dabei sollten die angrenzenden Räume geschlossen bleiben, damit die Feuchtigkeit nur nach außen entweicht.

Zusammengefasst kann der Schimmel also durch Baumängel und verkehrtes Lüftungsverhalten entstehen. Während das Mieterverhalten (Lüftung) durch regelmäßige Aufklärung zu beeinflussen ist, muss bei den Baumängeln mehr getan werden. Daher engagieren sich seit 1993 die Mitglieder des FQM (Fach- und Qualitätsverband für Massivhäuser e.V.) für gleichbleibende Massivhausqualität. Die Verbandsmitglieder lassen ihre Häuser von unabhängigen Baukontrolleuren überwachen. Die beauftragten Prüfer der TÜV Rheinland Group führten alleine in den letzen 5 Jahren über 100 000 Baustellenprüfungen durch. Mit der Beseitigung der dabei gefundenen Mängel realisieren die FQM- Mitglieder ihren hohen Qualitätsanspruch. Dazu gehört unter anderem auch der größtmögliche Schutz vor Schimmelpilz.


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