Kostengünstiger Rohbau von MauerwerksbautenCheckliste für für Bauherren und Erwerber von Ein- und Zweifamilienhäusern

Vorausschauendes Planen und Bauen hilft, erhebliche Kosten zu sparen – und das ohne irgendwelche Abstriche bei Ausstattung, Komfort oder der Gestaltung in Kauf nehmen zu müssen. Neben der Beachtung einiger formaler Grundregeln empfiehlt es sich vor allem, nicht gegen die von den Herstellern vorgegebenen Raster und Größen anzuplanen, sondern diese bei der eigenen Bauplanung zu berücksichtigen. Die Beherzigung der nachfolgenden Tipps erspart Ihnen „böse Überraschungen” und mit Sicherheit auch viel Geld.Grundriss: Alle Maße auf die Steingröße abstimmen. Günstig ist ein 12,5 cm oder 25 cm Raster – es erspart das Zuschneiden der Steine. Versprünge in den Wänden erfordern mehr Arbeitszeit und schränken die Verwendung von Versetzgeräten ein. 
 
Raumhöhe: Mauersteinlagen sind 25 cm, 50 cm oder 62,5 cm hoch – Die Geschosshöhe des Rohbaus darauf abstimmen, damit die Steine nicht geschnitten werden müssen. Das lichte, fertige Rohbaumaß sollte 2,625 m betragen. Höhere Räume verursachen auch Mehrkosten beim Ausbau (z.B. Leitungen, Anstriche). 
 
Mauerwerk: Großformatige Mauersteine lassen sich schneller verlegen, Dünnbettmörtel erfordern weniger Arbeitszeit. Putzdicken auf das technisch Erforderliche beschränken. 

Abstand tragender Wände: Für einfache = kostengünstige Bemessungsnachweise sollte die maximale Deckenspannweite < 6 m sein. 
 
Treppen: Gerade Treppen sind kostengünstiger als gewendelte Treppen. 
 
Fassade: Baukörper mit wenig Versprüngen planen. Erker u.ä. sind teuer in der Herstellung und verbrauchen später zusätzlich Heizenergie. 
 
Balkone: Balkone vor das Gebäude stellen, nicht aus der Decke auskragen lassen. Das ist nicht nur preiswerter, es reduziert auch die Zahl der Wärmebrücken. 
 
Wärmedämmung: Wärmedämmung im Keller auf, nicht unter die Bodenplatte platzieren. Die so entstehende Wärmebrücke ist wegen der geringen Temperaturdifferenz unbedeutend. 
 
Keller: Keller als Hochkeller planen. Das verbessert die Belichtung, reduziert den Erdaushub und verkleinert die Abdichtungsflächen. Gut belichtete Hochkeller können andere Räume in den Wohngeschossen entlasten, die dadurch kleiner ausfallen können. 
 
Kellertreppe: Keine Kelleraußentreppe einbauen: Außentreppen sind feuchtesensible Schwachstellen und verkleinern gleichzeitig die nutzbare Grundstücksfläche. 
 
Fenster / Türen: Standardmaße verwenden; Fenster höher als breit, evtl. geschosshoch; Türen geschosshoch

Wände: Auch dünne Wände tragend ausführen. Tragende Wände sind bereits ab einer Breite von 11,5 cm zulässig. 
 
Heizkörper: Heizkörper so anordnen, dass nur kurze Zuleitungen erforderlich sind. Um Zugerscheinungen zu vermeiden, muss der Heizkörper bei Fenstern mit Wärmeschutzverglasung nicht mehr zwingend unter dem Fenster platziert werden. 
 
Installationsleitungen: Wasser- und Heizungsrohre weitgehend unter dem schwimmenden Estrich verlegen. Das Schlitzen der Wände ist aufwendig. 
 
Elektroinstallation: Leerrohre entlang der Wand im schwimmenden Estrich verlegen. Dadurch können später ohne großen Aufwand und an jeder beliebigen Stelle Anschlüsse verlegt werden. 
 
Küche / Bad: Nassräume wie Bad, Gäste-WC oder Küchenzeile räumlich zusammenlegen (nebeneinander und/oder übereinander). Dadurch wird die Installation vereinfacht. 
 
Rollläden:Rollläden vor die Fenster platzieren. Das vereinfacht die Konstruktion des Fenstersturzes und verhindert ungünstige Wärmebrücken.


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