Sanierung eines Wohnhauses in TilburgObjektbericht

Auch in den Niederlanden ist die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ein Thema. Ein kleiner Backsteinbau aus den 1970er-Jahren in einer Wohnanlage in Tilburg wurde mit Fassadendämmung, neuen Fenstern, neuer Heizung und Lüftung sowie Photovoltaik für die nächsten fünfzig Jahre gerüstet.„Null auf dem Zähler“ ist ein staatliches Programm, in dessen Rahmen erprobt werden soll, wie Gebäude auf industrielle Art und Weise energetisch saniert werden können. Nach diesem Vorbild sanierte die Tilburger Wohnbaugesellschaft TBV Wonen den zweigeschossigen Flachbau in der Wohnanlage Zuringhof. Das Gebäude mit vier Apartments dient als Pilotprojekt für Planung, Ausführung und Monitoring. Konstruktiv wurde nur wenig verändert. Die Wandöffnungen blieben erhalten, statt der Aluminiumfenster sind jetzt dreifach verglaste Kunststoffelemente eingebaut. Nur die halb eingezogenen Balkone stellten eine zu große Wärmebrücke dar und wurden durch eine vor der Fassade stehende Aluminiumkonstruktion ersetzt. Die Außenwände und das Dach wurden wärmegedämmt. Zudem wurde die Dachfläche – von der Straße aus nicht sichtbar – mit Photovoltaikelementen bedeckt. Die auffällige Fassade soll als Erkennungszeichen des Projekts wirken. Das Dämmmaterial ist daher mit vorgefertigten, grünen Putzelementen bekleidet. Außerdem ist es an den Ecken abgerundet, ebenso das Attikablech an Dach und Vordach sowie die Balkone samt ihren Dächern. Diese untergeordneten Elemente sind – wie auch die Fugen des Putzes – hellgrau gehalten.

Die raue grüne Putzoberfläche mit richtungslosem Muster besteht aus vorgefertigten Putzelementen, die sich auch für einseitig gekrümmte Fassaden eignen.

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