Haustier - ja oder nein?

Die Haltung von Haustieren in einer Mietwohnung sorgt oft für Konflikte, da vom Gesetzgeber nicht genau geregelt ist, ob eine Tierhaltung in einer Mietwohnung erlaubt ist oder nicht. Dies kann jedoch im einzelnen in einem Mietvertrag festgelegt werden und ist auch jedem Vermieter anzuratenDie Haltung von Haustieren in einer Mietwohnung sorgt oft für Konflikte, da vom Gesetzgeber nicht genau geregelt ist, ob eine Tierhaltung in einer Mietwohnung erlaubt ist oder nicht. Dies kann jedoch im einzelnen in einem Mietvertrag festgelegt werden und ist auch jedem Vermieter anzuraten. "Je nach Vertragsformulierung ergeben sich unterschiedliche Rechte für Vermieter und Mieter", warnt Anette Rehm von der Quelle Bausparkasse.

Steht im Vertrag, das Halten von Haustieren sei generell untersagt, kann ein Mieter diese Klausel ohne zu zögern unterschreiben. "Sie ist nämlich ungültig", betont Frau Rehm, "denn dadurch wären auch die Goldfische eines Mieters betroffen und ein Aquarium darf ein Vermieter nicht verbieten." Wurde im Mietvertrag keinerlei Vereinbarung über die Haltung von Haustieren getroffen, sind sich selbst die Juristen uneinig, ob in diesem Fall zum Beispiel ein Hund ohne Zustimmung des Vermieters aufgenommen werden kann. Strittig ist dabei nämlich, ob Hunde zum typischen Mietgebrauch gehören. Die neueren Tendenzen der Gerichte gehen zunehmend dahin, das der Mieter hier allein über eine Anschaffung entscheidet, zumindest bei Katzen und kleineren Hunden wie Yorkshire-Terrier.
Für Kleintiere wie Zierfische, Wellensittiche, Hamster oder Meerschweinchen braucht man allerdings grundsätzlich keine Genehmigung. Erlaubt ist die Vertragsklausel, dass eine Tierhaltung nur mit Zustimmung des Vermieters möglich ist. Hierbei behält sich der Vermieter das Recht vor, in jedem Einzelfall selbst zu entscheiden. Doch er muss dies sachlich begründen können. Willkürentscheidungen lehnen die Gerichte ab. Er darf die Erlaubnis nicht versagen, wenn andere Hausbewohner ebenfalls eine Katze oder einen Hund haben. Er kann jedoch die Haltung eines Kampfhundes, der für andere Hausbewohner und deren Kinder eine Bedrohung darstellt, ablehnen. Wurde einmal eine Genehmigung erteilt, kann diese nur in Ausnahmefällen zurückgenommen werden, beispielsweise wenn der Mieter sich statt eines kleinen Pudels plötzlich einen Schäferhund zulegt oder der Papagei durch ständig schrille Schreie den Nachbarn an den Nerven zerrt.

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