Geldschenkung richtig zum Immobilienkauf nutzen

Beim Erwerb einer Immobilie ist eine finanzielle Unterstützung von Angehörigen eine große Hilfe. "Zukünftige Bauherren oder Wohnungskäufer sollten jedoch darauf achten, dass die Geldschenkung nicht einfach zur freien Verfügung überlassen, sondern durch eine vertragliche Vereinbarung speziell zum Bau oder Kauf einer Immobilie getätigt wirdBeim Erwerb einer Immobilie ist eine finanzielle Unterstützung von Angehörigen eine große Hilfe. "Zukünftige Bauherren oder Wohnungskäufer sollten jedoch darauf achten, dass die Geldschenkung nicht einfach zur freien Verfügung überlassen, sondern durch eine vertragliche Vereinbarung speziell zum Bau oder Kauf einer Immobilie getätigt wird," rät Anette Rehm von der Quelle Bausparkasse. Durch diese sogenannte "mittelbare Grundstücksschenkung" wird steuertechnisch dadurch nicht das Geld, sondern eine Immobilie geschenkt. "Das wirkt sich auf die Berechnung der Schenkungssteuer wesentlich aus, da im Gegensatz zu einer reinen Barschenkung eine Immobilie nur mit 50 bis 70 Prozent ihres tatsächlichen Verkehrswertes zu Buche schlägt," sagt Anette Rehm.

Damit die Schenkung von der Finanzbehörde als "mittelbare Grundstücksschenkung" anerkannt wird, ist unbedingt die Höhe der Summe zu beachten. In einem entsprechenden Urteil hat das Finanzgericht München den Rahmen für den lukrativen Steuertrick abgesteckt. Damit die Aktion steuerlich wirksam ist, sollte die Schenkung mehr als zehn Prozent der gesamten Bau- oder Kaufkosten der Immobilie betragen (Az. 4 K 2805/01).

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