BDB: Bundesfinanzminister Hans Eichel ist "Deutschlands bester Neubau-Verkäufer"

Baustoff-Fachhandel erwartet leichtes Umsatzplus 2004 - „Deutschlands bester Neubau-Verkäufer in 2003 heißt Hans Eichel.“ Das sagte Max Schierer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), München, zum Beginn der bautec 2004 (Internationale Fachmesse für Bauen, Gebäudetechnik und Architektur) heute in Berlin. „Mit der Drohung, die Eigenheimzulage ganz abzuschaffen, hat Hans Eichel zum Jahresende aber leider nur ein Strohfeuer entfacht. Anschlussaufträge kann man vom Bundesfinanzminister nicht erwarten.“„Deutschlands bester Neubau-Verkäufer in 2003 heißt Hans Eichel.“ Das sagte Max Schierer, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), München, zum Beginn der bautec 2004 (Internationale Fachmesse für Bauen, Gebäudetechnik und Architektur) heute in Berlin. „Mit der Drohung, die Eigenheimzulage ganz abzuschaffen, hat Hans Eichel zum Jahresende aber leider nur ein Strohfeuer entfacht. Anschlussaufträge kann man vom Bundesfinanzminister nicht erwarten.“

Die Diskussion um die Eigenheimförderung hatte viele Bauherren dazu bewogen, ihr Vorhaben schneller als ursprünglich geplant zu realisieren. Nach Angaben der deutschen Bausparkassen stieg die Zahl der Baugenehmigungen in 2003 um zehn Prozent auf 300.000 Einheiten. Im laufenden Jahr aber droht ein katastrophaler Einbruch: Die Bausparkassen prognostizieren für dieses Jahr nur noch 230.000 Bauanträge. Der deutliche Anstieg der Baugenehmigungen 2003 wird demnach nur vorübergehend das Geschäft beleben. So erwartet der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel für 2004 einen leichten Umsatzzuwachs von zwei Prozent. „Spätestens 2005 jedoch, wenn der "Eichel-Effekt" endgültig verpufft ist, werden wir wieder einen dramatischen Einbruch erleben“, warnte BDB-Präsident Max Schierer vor übertriebenen Hoffnungen.

Wie eine zur bautec gestartete Blitzumfrage des Verbandes zeigt, hat der deutsche Baustoff-Fachhandel das Jahr 2003 lediglich aufgrund des „Eichel-Effekts“ relativ unbeschadet überstanden. Der seit drei Jahren anhaltende dramatische Umsatzrückgang konnte vorläufig gebremst werden. Die 1.138 im BDB organisierten deutschen Baustoff-Fachhändler erlösten mit allen Fachhandelsrelevanten Sortimenten und Dienstleistungen insgesamt 14,4 Milliarden Euro und mit Baustoffen 13,1 Milliarden Euro (- 0,2 Prozent). Zur Jahresmitte war noch ein Jahresverlust von 2,3 Prozent prognostiziert worden. Im Osten liefen die Geschäfte dabei etwas besser (+ 0,3 Prozent) als im Westen (- 0,3 Prozent).


Branche startet Modernisierungs-Offensive

„In Zukunft wird die Bedeutung von Sanierung und Modernisierung weiter zunehmen. 80 Prozent aller Wohnungen in Deutschland sind schon heute älter als 20 Jahre, 69 Prozent sogar älter als 40 Jahre“, sieht Max Schierer einen neuen Schwerpunkt für die Branche. Diesen Markt aktiv zu erschließen, hat sich der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel zum Ziel gesetzt. „Wir werden jedenfalls nicht wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und auf politische Unterstützung aus Berlin hoffen“, sagte der BDB-Präsident in Berlin. Aus diesem Grund haben sich die Initiativen „Bauen Sie jetzt!“ und „Aktion pro Eigenheim“ zusammengeschlossen mit dem Ziel, die Lust am Bauen, Sanieren und Modernisieren zu wecken. Die „Aktion pro Eigenheim“ sieht sich als „Anwalt bauwilliger Familien“ und kämpft auf politischer Ebene für den Erhalt der staatlichen Wohnungsbauförderung. Der bundesweite „Tag der offenen Tür“ im Rahmen der Kampagne „Bauen Sie jetzt!“ am 20. März bildet den Auftakt einer Veranstaltungsreihe 2004. Max Schierer: „Über 1.000 Baustoff-Fachhändler in ganz Deutschland werden an diesem Tag vor Augen führen, dass ein schönes Zuhause mindestens so erstrebenswert ist wie ein schickes Auto oder ein Urlaub im Süden.“

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