Braune (bmvbw): Prora muss besucht und erlebt werden

"Wir wollen, dass Prora als Erinnerungsort erhalten bleibt - dazu muss das Bauwerk genutzt werden, sonst verfällt es." Das sagte Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, bei einer Podiumsdiskussion in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin"Wir wollen, dass Prora als Erinnerungsort erhalten bleibt - dazu muss das Bauwerk genutzt werden, sonst verfällt es." Das sagte Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, bei einer Podiumsdiskussion in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin. Zur Eröffnung der Ausstellung "Nicht nur Prora..." erörterte man den Umgang mit den NS-Erinnerungsorten Alt-Rhese, Peenemünde und Prora.

"Diese Anlagen sind von größter Bedeutung für die Aufarbeitung unserer Geschichte und von internationalem Interesse", betonte Braune. Erinnerungsorte dieses Ausmaßes seien aber kaum zu erhalten, wenn sie nicht genutzt würden. Deshalb habe der Bund den Wettbewerb "Jugendherberge Prora" des Deutschen Jugendherbergswerks unterstützt.

Im Februar 2004 habe man die Architektenentwürfe für die Unterkunft auf der Ostseeinsel Rügen prämiert. Der erste Preis sei an das junge Büro Atelier Kempe Thill aus Rotterdam gegangen. "Jetzt geht es darum, die Planung umzusetzen", sagte der Staatssekretär. Dies werde nicht einfach, sei aber ein wichtiger Schritt zur Belebung von Prora.
"Tourismus ist kein unumstrittener Partner einer Gedenkstätte", räumte Braune ein. "Aber in diesem Fall halte ich die Paarung nicht nur für sehr gelungen, sondern auch für unumgänglich: Die Auseinandersetzung junger Menschen mit der deutschen Geschichte ist vor Ort am authentischsten und intensivsten. Prora muss besucht, muss erlebt werden."

Die prämierten Entwürfe für die Jugendherberge sind ab dem 23. März in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern zu sehen, zusammen mit der Ausstellung "Erinnerungsorte Mare Balticum: Alt Rehse - Prora - Peenemünde". Eine Präsentation der Arbeiten in Prora ist für den Sommer geplant.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

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