Stolpe (bmvbw): Moderne Bauphysik unterstützt Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung

"Die wissenschaftlichen Entwicklungen der modernen Bauphysik haben zu immensen Steigerungen der Energieeffizienz geführt und damit die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wirkungsvoll unterstützt." Das sagte Dr. Manfred Stolpe, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Donnerstag anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Fraunhofer Instituts für Bauphysik in Stuttgart"Die wissenschaftlichen Entwicklungen der modernen Bauphysik haben zu immensen Steigerungen der Energieeffizienz geführt und damit die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wirkungsvoll unterstützt." Das sagte Dr. Manfred Stolpe, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Donnerstag anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Fraunhofer Instituts für Bauphysik in Stuttgart. Das Bundesministerium habe vor allem im Gebäudebereich in Bezug auf Ressourcenschonung und Klimaschutz vieles leisten können.
Unter anderem hätten wissenschaftliche Untersuchungen und statistische Erhebungen gezeigt, dass mit den bisher ergriffenen Maßnahmen, zum Beispiel der Energieeinsparverordnung, der spezifische Heizenergieverbrauch je Quadratmeter Wohnfläche in den letzten 20 Jahren um rund 40 Prozent gesenkt werden konnte.

Mit Blick auf den weltweit steigenden Energieverbrauch und die steigenden Energiepreise sei die konsequente Fortsetzung nachhaltiger Politik alternativlos. Ein Schwerpunkt des Beitrags des Bundesministeriums für den Bausektor sei dabei die Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden, sagte Stolpe. Aufgrund dieser Richtlinie werde die Energieeinsparverordnung bis zum Jahr 2006 umfassend angepasst. Energieeinsparreserven bestünden bei der Beleuchtungsenergie und Klimaanlagen in Gebäuden.
Mit der Novellierung des Energieeinsparrechts soll auch ein bundesweiter Energieausweis für Gebäude eingeführt werden. Er soll verständlich und damit verbraucherfreundlich sein und so zum Schlüsselelement einer modernen Informationspolitik zum energiesparenden und umweltgerechten Bauen werden. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, werde die Bundesregierung den CO2-Ausstoss in ihren eigenen Liegenschaften bis zum Jahre 2010 um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren.

Bei der Förderung des energiesparenden Bauens zog Stolpe eine positive Bilanz. So habe die Kreditanstalt für Wiederaufbau im CO2-Gebäudesanierungsprogramm bis zum 31. Mai 2004 55.000 Kredite mit einem Darlehensvolumen von 2,9 Millionen Euro für die Sanierung von über 154.000 Wohnungen zugesagt. Ein weiteres Standbein der Wohnwertförderung bilde das im Rahmen der Agenda 2010 aufgelegte KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm 2003. Mit diesem Programm gebe die Bundesregierung gezielt Anreize zur Modernisierung und Instandsetzung von eigengenutzten oder vermieteten Wohnraum. Bis Ende Mai 2004 seien in diesem Programmteil der Wohnwertförderung fast 77.000 Kredite in Höhe von 2,9 Millionen Euro für die Sanierung über 271.000 Wohnungen zugesagt worden. Der Bundesminister verwies auch auf die Pilotprojekte des Bundsministeriums. Sie betreffen beispielsweise den Einsatz von Brennstoffzellen in Gebäuden, die Altbausanierung auf Niedrigenergiehausstandard und das Energiespar-Contracting.

Die Forschung müsse noch stärker auf die Fragen des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, betonte Stolpe. Mit einem Bauforschungskongress noch in diesem Jahr wolle er dafür eine Diskussionsplattform anbieten.

"Die Bauphysik ist zwar weltweit eine relativ junge naturwissenschaftliche Disziplin, aber sie ist in den letzten Jahren zu einer enorm wichtigen Quelle des Fortschritts geworden und steckt voller Innovationen", würdigte Stolpe die Leistungen des Fraunhofer Instituts. Das Institut habe es geschafft, Deutschland zu einem weltweit führenden Standort der Bauphysik zu entwickeln.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

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