Großmann (bmvbw): Energieverbrauch nachhaltig senken

Bundesweiter Aktionstag "Tag des Fensters" - "75 Prozent der deutschen Haushalte verbrauchen deutlich mehr Energie als notwendig, weil in den vergangenen Jahren nur unzureichend in Bausubstanz und technische Ausrüstung investiert wurde."Bundesweiter Aktionstag "Tag des Fensters"

"75 Prozent der deutschen Haushalte verbrauchen deutlich mehr Energie als notwendig, weil in den vergangenen Jahren nur unzureichend in Bausubstanz und technische Ausrüstung investiert wurde. Unser Ziel muss es deshalb auch weiterhin sein, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken." Das sagte Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Samstag anlässlich des "Tag des Fensters". Den bundesweiten Aktionstag eröffnete Großmann heute gemeinsam mit Dr. Thomas W. Büttner, dem Vorsitzenden des Verbands der Fenster- und Fassadenhersteller, in Herzogenrath im Kreis Aachen. Mit der bundesweiten Veranstaltung informieren die Fensterfachbetriebe über neue Entwicklungen in der Branche und das Fenster als Energiesparer.

Das Thema Energiesparen sei auch im Hinblick auf den Klimaschutz von besonderer Bedeutung, hob Großmann hervor. Im Rahmen des Kyoto-Protokolls habe sich die Bundesregierung zu einer weit reichenden Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen, insbesondere Kohlendioxid, verpflichtet. Ein wichtiger Schritt um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, sei die Förderung energieeffizienter Wohngebäude, denn der Energieverbrauch der privaten Haushalte entspreche etwa 30 Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs. "Ein Großteil aller Wohngebäude in Deutschland verfügt über keinen zeitgemäßen Wärmeschutz, hat undichte Fenster und veraltete Heizungsanlagen. Hier ist das Einsparpotenzial an Heizenergie weiterhin sehr hoch", so Großmann.

Um die Energieeffizienz bei den privaten Haushalten zu verbessern und der Modernisierung des Baubestands in Deutschland neuen Schub zu verleihen, hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen die Wohnwertförderung ins Leben gerufen.

Die Bundesregierung stellt in Kooperation mit der KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite für die Sanierung und Modernisierung von Wohnraum bereit. Die Wohnwertförderung richtet sich an alle Eigentümer von selbst genutztem oder vermietetem Wohnraum, vom Eigenheimbesitzer bis hin zu Wohnungsbaugesellschaften. Im Mittelpunkt der Initiative stehen das KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm 2003 und das KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Wer die Darlehen nutze um beispielsweise neue Fenster oder eine neue Heizungsanlage einzubauen, leiste nicht nur seinen Beitrag zum Klimaschutz, sondern erhöhe auch den eigenen Wohnwert. "Mit jedem geförderten Darlehen leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Wohnqualität in Deutschland", erklärte der Staatssekretär.

Als Teil der Agenda 2010 gibt die Wohnwertförderung auch der Konjunktur im Baugewerbe neuen Auftrieb. Insgesamt konnte die Bundesregierung im Rahmen der Wohnwertförderung Kredite in Höhe von rund 12 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, von denen bereits mehr als 6 Milliarden Euro mit Darlehenszusagen belegt sind.

"Die Wohnwertförderung ist ein umfassendes und nachhaltiges Konzept, das unserer Bevölkerung in mehrfacher Hinsicht zugute kommt", betonte Großmann. Er forderte alle investitionswilligen Immobilienbesitzer auf, die günstigen Angebote der Wohnwertförderung noch vor Ablauf der Initiative am 31. Dezember 2004 zu nutzen.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

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