Braune (bmvbw): Von internationalen Erfahrungen bei der Denkmalpflege lernen

1. Europäische Konferenz Denkmalpflege und Stadterneuerung am 28. Oktober 2004 in Leipzig: Braune betonte, dass mit dem internationalen Erfahrungsaustausch auch zahlreiche Synergieeffekte angestoßen würden. So könne man nicht nur das Know-how des Anderen nutzen. Anzustreben sei auch die gemeinsame Forschung zur Verbesserung der Methoden und Techniken"Beim internationalen Erfahrungsaustausch zu Denkmalpflege und Stadterneuerung können alle nur gewinnen." Das erklärte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Tilo Braune am Donnerstag in Leipzig. Der Staatssekretär sprach zur Eröffnung der Ersten Europäischen Konferenz für Denkmalpflege und Stadterneuerung, die im Rahmen der Europäischen Messe für Restaurierung, Denkmalpflege und Stadterneuerung stattfindet. Experten aus Ost- und Westeuropa berichteten während der Konferenz über ihre Erfahrungen beim Wiederaufbau historischer Gebäude. Weitere Themen waren die Restaurierung und Modernisierung von Einzeldenkmalen sowie das Bauen im Bestand, insbesondere der Neubau im historischen Umfeld.

"Die gemeinsame geschichtliche Entwicklung in Europa und das dadurch vergleichbare architektonische und städtebauliche Erbe stellen Planer und Praktiker in den europäischen Ländern heute vor vergleichbare Herausforderungen bei der Denkmalpflege und Stadterneuerung. Deshalb sollten wir unsere Erfahrungen austauschen und von anderen lernen", sagte der Staatssekretär. Zugleich eröffne der zusammenwachsende europäische Binnenmarkt aber auch den deutschen Spezialisten die Chance, ihre Fähigkeiten in anderen europäischen Ländern unter Beweis zu stellen. Auch in den Bereichen von Denkmalpflege und Stadterneuerung entwickele sich ein interessanter europäischer Markt.
Jetzt gelte es, diesen Markt zu erkennen, denn in ganz Europa werde die Bestandserhaltung gegenüber dem Neubau immer größeres Gewicht erhalten.

Braune unterstrich zugleich, dass der Denkmalschutz die Europäer näher aneinander führen könne. Früher hätten die Europäer häufig in Kriegen die Städte und Landschaften von Nachbarländern zerstört. Wenn sich die Europäer heute gegenseitig helfen, die Städte und Denkmäler zu erhalten und zu erneuern, so komme dem auch eine friedensstiftende Bedeutung zu. Die Zusammenarbeit auf diesem Feld lehre, die kulturelle Leistung der Nachbarn zu schätzen und fördere damit auch die gegenseitige Achtung unter den Völkern und Bürgern. "Uns alle verbindet die gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung und Pflege unserer baulichen Kulturgüter", betonte der Staatssekretär.

Braune betonte, dass mit dem internationalen Erfahrungsaustausch auch zahlreiche Synergieeffekte angestoßen würden. So könne man nicht nur das Know-how des Anderen nutzen. Anzustreben sei auch die gemeinsame Forschung zur Verbesserung der Methoden und Techniken.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

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