Tiefensee (bmvbw): Stabilisierung der Bauwirtschaft in Sicht

"Die Perspektiven für eine Belebung der Bauwirtschaft sind so gut wie lange nicht mehr. Die Prognosen gehen von einer Stabilisierung der Investitionen aus. Vom öffentlichen Bausektor werden im Jahr 2006 sogar spürbare Wachstumsimpulse ausgehen", sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee heute bei der Eröffnung der Internationalen Baufachmesse DEUBAU 2006 in Essen"Die Perspektiven für eine Belebung der Bauwirtschaft sind so gut wie lange nicht mehr. Die Prognosen gehen von einer Stabilisierung der Investitionen aus. Vom öffentlichen Bausektor werden im Jahr 2006 sogar spürbare Wachstumsimpulse ausgehen", sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee heute bei der Eröffnung der Internationalen Baufachmesse DEUBAU 2006 in Essen.

Konsolidierung und Reduzierung des Schuldenstandes seien wichtig, aber als alleinige Richtschnur der Politik nicht zielführend. "Eine Konsolidierungspolitik, die zu Lasten von Investitionen in die Infrastruktur geht, gefährdet die Zukunft unseres Landes", sagte Tiefensee. Der Bund reagiere darauf durch eine Erhöhung seiner Investitionen in die bauliche Infrastruktur.

"Diesen Kurs werden wir in Zukunft fortsetzen und weiter forcieren", sagte der Minister. In dieser Legislatur würde es zur Stärkung von Innovation, Investition, Wachstum und Beschäftigung konkrete Impulse mit einem Gesamtvolumen von 25 Mrd. Euro geben. Für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur stünden zusätzlich 4,3 Mrd. Euro zur Verfügung. Für ein Programm zur energetischen Gebäudesanierung werden 1,4 Mrd. Euro pro Jahr bereitgestellt. "Mit diesen Mitteln und mit weiteren Maßnahmen wie z.B. den Städtebauförderungsprogrammen und einer Erleichterung der Kreditversorgung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der Umsetzung von Basel II in deutsches Recht, wollen wir der Bauwirtschaft einen Schub geben und die Binnennachfrage in Deutschland stärken. Denn Bauinvestitionen von 1 Mrd. Euro sichern 25.000 Arbeitsplätze."

Auf Unternehmerseite gelte es nun die Chancen zu nutzen, die sich etwa  bei der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes eröffneten und die Herausforderungen anzunehmen, die beispielsweise ein stärker als bisher am gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ausgerichtetes Planen und Bauen mit sich brächten. "Das Eigeninitiative und Unternehmergeist in der Bauwirtschaft lebendig sind, belegt die DEUBAU eindrucksvoll durch die Präsentation zahlreicher Innovationen", so Tiefensee. Die Messe zeige zudem, dass Qualitäten wie Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, städtebauliche Einbindung in den Bestand, Integration und nicht zuletzt emotionale und gestalterische Qualitäten nicht nur gefordert, sondern auch in der Praxis erfolgreich, d.h. auch wirtschaftlich erfolgreich, umgesetzt werden könnten.

"Jetzt kommt es darauf an, die spürbare Innovations- und Aufbruchstimmung auf möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen der Bau- und Planungsbranche zu übertragen und ihnen Vision und Orientierung für die Zukunft zu vermitteln. Wir werden diesen Prozess unterstützen, beispielsweise durch Mitarbeit an der Entwicklung eines Branchenleitbildes und durch die Gründung einer Bundesstiftung Baukultur", sagte Tiefensee.


www.bmvbw.de (Pressemitteilung)

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