Immer mehr Fertighäuser mit Solaranlage

SchwörerHaus: Immer mehr Eigenheimbesitzer und Bauherren setzen auf Solarenergie. Auch Fertighausanbieter verzeichnen ein steigendes Interesse an Erneuerbaren Energien und richten sich auf den Solarboom ein. Das Interesse an Solarwärme-Anlagen hat sich in den ersten drei Monaten diesen Jahres mehr als verdoppeltSchwörerHaus: Immer mehr Eigenheimbesitzer und Bauherren setzen auf Solarenergie. Auch Fertighausanbieter verzeichnen ein steigendes Interesse an Erneuerbaren Energien und richten sich auf den Solarboom ein. Das Interesse an Solarwärme-Anlagen hat sich in den ersten drei Monaten diesen Jahres mehr als verdoppelt. Dies ergibt ein Vergleich mit dem ersten Vorjahresquartal 2005, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). Gingen in den ersten drei Monaten 2005 beim Bundesamt für Wirtschaft noch 15.281 Förderanträge ein, so stieg die Nachfrage nach den begehrten Zuschüssen ein Jahr später auf 37.411 Antragsteller. Dies entspricht einem Zuwachs um 144 Prozent. Hauptursache dafür sind explodierende Heizkosten. Der Preis für Heizöl hat sich binnen sechs Jahren mehr als verdreifacht.

"Inzwischen statten wir 70 Prozent unserer Häuser mit Erneuerbaren Energiesystemen aus. Die Hälfte davon nutzt Solarenergie," erklärt Johannes Schwörer, Geschäftsführer des Fertighausherstellers SchwörerHaus KG anlässlich des heutigen Besuchs von Christian Freiherr von Stetten, Mitglied des deutschen Bundestages und Vorstandsmitglied des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Fraktion sowie BSW-Geschäftsführer Körnig im Werk des Fertighausherstellers in Hohenstein-Oberstetten. SchwörerHaus verkaufte im letzten Jahr 1.000 Eigenheime und wirbt aktiv für den Einsatz Erneuerbarer Energien.

Das mittelständische Unternehmen sieht sich damit in guter Gesellschaft. Erst letzte Woche wurde in Sachsen ein Eigenheim fertig gestellt, das zu 95 Prozent mit Solarwärme beheizt wird. Die restlichen fünf Prozent des Gebäudes werden über einen Kamin mit Bioenergie gedeckt. Das von drei mittelständischen Unternehmen gemeinsam entwickelte Haus wurde von Fachleuten der TU Bergakademie Freiberg optimiert und die technische Ausstattung auf das Notwendige reduziert. Die Kosten für das in massiver Bauweise errichtete Haus mit rund 135 Quadratmeter Wohnfläche konnten so auf rund 200.000 Euro reduziert werden. Gegenüber konventioneller Bauweise können jährlich Brennstoffkosten von über 1.000 Euro eingespart werden.

Auch bei Nachrüstung mit einer Solaranlage können je nach Größe und Auslegung der Solarkollektoren 10–30 Prozent der Brennstoffkosten vermieden werden. Solaranlagen sind bereits für wenige tausend Euro auf dem Markt. Kostenlose Informationen zu Technik, Förderung und Fachleuten rund um das Thema Solarenergie bietet der Internetratgeber www.solartechnikberater.de. Der Dienst wird vom Bundesverband Solarwirtschaft mit Unterstützung der bundeseigenen KfW Bankengruppe betrieben.

Verbraucherinfos zur Solarenergie:
www.solartechnikberater.de
Mehr Infos zu SchwörerHaus:
www.schwoererhaus.de
Mehr Infos zum 95 Prozent-Solarhaus:
www.energetikhaus100.de

- //www.baumagazin.de/2967