Überdurchschnittlicher Preisanstieg bei Objekten in Spitzenlage

Der Immobilienerwerb in Deutschland ist in den letzten Jahren vielerorts tendenziell günstiger geworden. In einigen Gegenden Ostdeutschlands sanken die Preise teils drastisch. Nach Erhebungen des Städtebauinstituts ifs verbuchte Dresden mit rund 38 Prozent in den letzten zehn Jahren einen der größten Preisrückgänge bei Eigentumswohnungen. Einfamilienhäuser in Sachsen-Anhalt verfielen seit 1996 sogar um über 40 ProzentDer Immobilienerwerb in Deutschland ist in den letzten Jahren vielerorts tendenziell günstiger geworden. In einigen Gegenden Ostdeutschlands sanken die Preise teils drastisch. Nach Erhebungen des Städtebauinstituts ifs verbuchte Dresden mit rund 38 Prozent in den letzten zehn Jahren einen der größten Preisrückgänge bei Eigentumswohnungen. Einfamilienhäuser in Sachsen-Anhalt verfielen seit 1996 sogar um über 40 Prozent.

"Diese Entwicklungen sind jedoch regional und können nicht eins zu eins auf das gesamte Bundesgebiet übertragen werden", kommentiert Robert Anzenberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim Immobiliendienstleister PlanetHome. Von einem generellen Preisverfall kann keine Rede sein. Was Käufer im Osten freuen dürfte, gelte noch lange nicht für den Westen. Im Gegenteil: Gerade in Ballungszentren würden die Preise wieder deutlich anziehen.

"Wer eine Immobilie in Metropolen wie Hamburg, Stuttgart oder München kaufen möchte, muss heute wieder tiefer in die Tasche greifen", berichtet Anzenberger. So verzeichneten Einfamilienhäuser in der Region München in den vergangenen zehn Jahren in guten Lagen einen durchschnittlichen Preisanstieg um zirka 25 Prozent, Eigentumswohnungen in Hamburg sind im Schnitt um rund 39 Prozent teurer geworden.

Auch innerhalb teurer Großstädte oder Hochpreisregionen lassen sich Preisdifferenzen feststellen. Wer etwa eine Immobilie in einer Spitzenlage erwerben möchte, muss dafür deutlich mehr ausgeben als in einem ungeliebten Stadtviertel oder an der Peripherie. Interessant ist, dass begehrte und teure Innenstadtquartiere überdurchschnittliche Preiszuwächse aufweisen. Ursache dafür sind nach Ansicht Anzenbergers differenzierte Mikro-Standortbedingungen, etwa bevorzugte Lagen an Stadtparks, grünen Auen oder kleinen Anhöhen mit weitem Blickfeld. Gilt eine Gegend als hochpreisig, zieht es verstärkt überdurchschnittlich verdienende Familien dorthin. Viele erhoffen sich neben dem guten Wohnumfeld weiteren gesellschaftlichen Aufstieg. "Ein höheres Wohlstandsniveau ist Treibstoff für die Immobilienpreise", analysiert der PlanetHome Manager.

Doch egal, ob Spitzenlage oder Randregion - der Immobilienerwerb rechnet sich auf Dauer fast immer. Nicht nur der geldwerte Vorteil im Alter, auch der kontinuierliche Vermögenszuwachs bei steigenden Immobilienpreisen, das Leben in der bevorzugten Wohnlage sowie die hohe soziale Sicherheit machen Wohneigentümer langfristig zu Gewinnern.

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